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Mietminderung: Baulärm

Lärm macht krank. Lärm mindert den Wohnwert einer Wohnung. Gerade Baulärm ist ein typischer Minderungsgrund. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Lärmquelle in der Wohnung des Nachbarn liegt, der Vermieter saniert oder gegenüber eine Großbaustelle eingerichtet wird, für die der Vermieter selbst nichts kann (BayObLG WuM 1987, 112). Allein maßgeblicher Gesichtspunkt ist, dass der vertragsgemäße Gebrauch der gemieteten Wohnung nicht möglich ist und der Mieter für die Miete keinen entsprechenden Gegenwert erhält.

Baulärm ist Gegenstand einer Unzahl von Gerichtsentscheidungen. Alle sind einzelfallbedingt, so dass es maßgeblich auf die Umstände und die zeitlichen und örtlichen Gegebenheiten ankommt. Pauschale Wertungen sind nicht möglich. In den Gerichtsentscheidungen geht es meist nicht nur Baulärm, sondern auch um die mit der Bautätigkeit verbundene Staub- und Schmutzbelastung und sonstige Umstände.

Gelegentliche Beeinträchtigungen sind regelmäßig ortsüblich oder gehören zum allgemeinen Lebensrisiko. Sie sind immer hinzunehmen. Die Höhe der Minderung richtet sich danach, inwieweit die Wohnung noch gebrauchstauglich ist. Zumutbarkeit, Ruhezeiten und Ausmaß sind ebenso entscheidungserheblich.

Der Vermieter saniert oder baut um

Setzt der Vermieter neue Fenster ein, dämmt die Fassade oder erneuert die Installation, entsteht Baulärm. Auch wenn der Mieter den Modernisierungsmaßnahmen zugestimmt hat oder diese dulden muss, ist sein Minderungsrecht nicht ausgeschlossen (LG Mannheim WuM 1986, 139). Er kann die Miete mindern, wenn er die Wohnung während der Bauarbeiten lärmbedingt ganz oder teilweise nicht nutzen kann oder erheblicher Baulärm die Wohnqualität beeinträchtigt.

Kernsanierung mehrerer Etagen im Haus, Einsatz von Presslufthammer und Abrissbirne, 18 Monate Dauer: 20 % Mietminderung (KG Berlin 8 U 3422/06)

Bohr- und Hammergeräusche im Haus: 15 % (AG Hamburg, WuM 2007, 621).

Stemmarbeiten im Gebäude: 10 % (KG Berlin NZM 2000, 40).

Dachgeschoßausbau, Baulärm, Schmutz, Baugerüst: 22 % (LG Berlin MM 1994, 396).

Baulärm durch andere Mieter

Renoviert ein Mieter seine Wohnung, gehört es allgemein zur vertragsgemäßen und üblichen Nutzung, soweit sich die Arbeiten im Rahmen halten und möglichst außerhalb der Ruhezeiten ausgeführt werden.

Baulärm von außerhalb

Auch Baulärm in der Nachbarschaft berechtigt zur Mietminderung. Soweit bei Mietvertragsabschluss die Baustelle bereits vorhanden war, muss der Mieter nur die für eine Neubaustelle übliche Belästigung akzeptieren. Übermäßiger Baulärm, der Fenster öffnen unzumutbar macht oder abends und am Wochenende erfolgt, berechtigt hingegen zur Mietminderung (LG Darmstadt WuM 1984, 245).

Hätte ein Mieter bei Vertragsabschluss mit Baulärm bereits rechnen müssen, genügt nicht die Kenntnis einer Baustelle allein. Er muss auch wissen, in welchem Umfang in Bezug auf Dauer und Ausmaß er durch die Baustelle beeinträchtigt werden wird (LG Mannheim WuM 2000, 185).

Ein Orientierungsansatz kann sein, inwieweit der Vermieter selbst gegen Lärmbeeinträchtigungen vorgehen kann oder ob er sie dulden muss oder ob der Lärm durch zumutbare Maßnahmen verringert werden kann. Wird durch den Baulärm die ortsübliche Benutzung des Grundstücks über das zumutbare Maß hinaus beeinträchtigt , hat der Vermieter gegen den Verursacher selbst einen Ausgleichsanspruch (LG Hamburg NJW-RR 1999, 378). Kürzt der Mieter berechtigtermaßen die Miete (im Fall 20 % wegen einer benachbarten Baustelle), kann der Vermieter seinen Schaden an den Verursacher weiterreichen. Allerdings kann er Mieter auch dann mindern, wenn der Vermieter die Beeinträchtigungen entschädigungslos hinnehmen muss (BayObLG NJR-RR 1987, 971).

Der Mieter soll auch mindern können, wenn er tagsüber oder während der gesamten Bauzeit abwesend ist. Der Vermieter könne nicht einwenden, der Mieter habe die Mietsache ohnehin nicht genutzt (BGH NJW 1987, 432, Entscheidung ist fragwürdig).

Baulärm durch den Abriss zweier Häuser in der Nachbarschaft: 20 % (AG Berlin-Schöneberg NJWE 1997, 75).

Großbaustelle 100 m gegenüber Arztpraxis: 10 % (OLG München 3U 3422/06).

Fenster öffnen und normale Unterhaltung ausgeschlossen, Erschütterungen in der Wohnung. 25 % (LG Darmstadt 39 C 1706/81).

Pumpen einer Baustelle, Überschreiten der Grenzwerte in der Nachtzeit: keine Mietminderung, da Bautätigkeit nur im Herbst und Winter, Anwohnern sei zumutbar, Fenster nachts geschlossen zu halten, so dass Grenzwerte in den Wohnungen nicht überschritten werden (BGH VIII ZR 22/11).

Großbaustelle in Innenstadtlage, zum Teil nachts: 12 % (LG Frankfurt ZMR 2007, 699).


Neubau einer ICE-Bahnstrecke in Gebiet mit bestehender Lärmbelastung: 10 % (LG Kassel NJW-RR 1989, 1292); ICE-Neubaustrecke Köln-Frankfurt mit Lärmvorbelastung: 15 % (LG Siegen WuM 1990, 17). 4. Elbtunnelröhre, EG-Wohnung 10 m vor Bauzaun: 35 % (LG Hamburg, WuM 2001, 444).

Baulärm von gegenüber liegendem Neubaueinkaufszentrum: 20 % (LG Hamburg NJW-RR 1999, 378).

Baulärm im Neubaugebiet nach 17:00 Uhr und an Wochenenden: 25 % (AG Darmstadt WuM 1984, 245).

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165 Antworten auf "Mietminderung: Baulärm"

  • Michaela Steffen
    15. Juni 2013 - 11:01 Antworten

    Hallo, seit Pfinsten diesen Jahres führt der neue Eigentümer in der Wohnung über mir eine Grundsanierung durch. Der Baulärm geht von Mo-Sa von 8-17h, muss ich diesen ertragen oder kann ich dagegen vorgehen? Können Sie mir eine Antwort geben?
    Lieben Gruß
    Michaela Steffen

    • Mietminderung.org
      15. Juni 2013 - 13:28 Antworten

      Hallo Michaela,

      wenn Sie Mieterin sind, ist Ihr Wohnwert offensichtlich nicht frei von Mängeln. Sie sollten sich an Ihren Vermieter wenden. Zum Thema Mietminderung kann ich nicht mehr schreiben, als oben bereits ausgeführt.

      Hier noch ein Artikel-Tipp für Sie: Mietminderung bei Renovierungsarbeiten in der Nachbarwohnung.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

    • Janne Podhajsky
      3. Mai 2014 - 10:35 Antworten

      Hallo,
      Ich habe eine Frage.
      Ich bin vor knapp 3 Jahren in meine Wohnung gezogen.
      Als ich hier her gezogen bin hab es städtische Bauarbeiten in der Nebenstraße. Dort wurde die Kanalisation erneuert. Im Anschluss wurde schräg gegenüber von der Wohnung ein altes Wohnhaus abgerissen und ein neues gebaut. Danach wurde die Kanalisation meiner Straße erneuert und zur selben Zeit direkt gegenüber von mir eine Jugendherberge gebaut (diese Baumaßnahmen dauern seit letztem Jahr noch immer an). Ich wohne direkt an den Strassenbahnschienen. Die Bahn hört man allerdings nicht sehr laut, da wir eine 3 Fach-Verglasung auf der Straßenseite haben. Zur gleichen Zeit hat der Vermieter nun angefangen eine Gewerbeeinheit des Hauses zu nutzen und reist derzeitig Wände ein etc. Tut dies allerdings in der Regel nur Freitags und Samstags. Hat jemand hierzu einen Vergleich? .

    • Daniel St.
      20. August 2015 - 10:11 Antworten

      Liebes Team von Mietminderung.org,

      direkt neben meiner Wohnung wird ein neuer Wohnkomplex gebaut. Meine Wohnung liegt direkt neben der Baustelle, da ich ganz außen am/im Wohnblock wohne. Das bedeutet, dass mein Schlafzimmer direkt
      zur Baustelle liegt.

      Seit Montag wurden die Bauarbeiten begonnen. Die Bauarbeiten beginnen schon morgens um 7h. Ich kann nicht mehr mit offenen Fenster schlafen, weil es zu laut ist. Und das im Sommer.

      Hinzu kommt, dass ein Bauzaun um die gesamte Baustelle gezogen wurde. Dadurch wurde uns Anwohnern der direkte Weg zur Straße genommen. Ich muss nun einen Umweg von 300m täglich mehrmals zurücklegen, um zur Straße zur kommen. Auch der Müll wurde verschoben und befindet sich nun 500m weiter weg von der alten Stelle.

      Hinzu kommt, dass die Straße oft von Baufahrzeugen versperrt ist, so dass man auch hier Minuten verliert.

      Im ganzen leide ich sehr unter der neuen Baustelle und möchte gern wissen, wie hoch ich meine Miete kürzen kann. Nur 35% oder mehr?

      Die Bauarbeiten fangen täglich um 7h an und gehen bis 17h.

      Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen.

      Danke + Grüße
      Daniel Steinhagen

  • Nicole Bergbauer
    25. Juni 2013 - 14:23 Antworten

    Hallo,
    bei mir wird findet seit drei Wochen eine Sanierungsmaßnahme statt und diese dauert auch noch bis November diesen Jahres an. Da ich Mieterin bin wüsste ich gerne meine Rechte zu diesen Thema. Dämm-Arbeiten innen wie außen am Haus, das wird Dach erneuert, neue Türen und Fenster werden eingebaut. Bei mir in der Wohnung wird zu dem eine halbe Wand rausgerissen um dort eine Balkontürrahmen bzw. um die Tür einzusetzen, die Heizkörper werden komplett umgesetzt bzw. Rohre neu verlegt.
    Muss dazu erwähnen das ich vor drei Jahren unter anderen Bedignungen dort eingezogen bin, es hieß mein Balkon kommt vor das „Wohnzimmer“ und nun kommt diese doch ohne mir gegenüber davon ein Wort zu erwähnen „vor die Küche“- meine Küche ist allerdings zu klein und meine Einbauküche (die ich vor 3 Jahren vom Vormieter übernahm war schon montiert vor meiner Schlüsselübergabe. Dies würde bedeuten das man mir meine Küche „schrotten“ müsste um dort einen Türrahmen einzubauen da meine Arbeitsplatte bis zur Hälfte unter der Fensterbank geht.
    Außerdem bin ich seit drei Wochen einen enormen Lärmpegel wie Dreck ausgesetzt und halte es zu Hause nicht mehr aus – wohne im Erdgeschoss. Wäre echt nett von Ihnen, wenn Sie mir da ein paar Infos geben könnten den bis November muss ich es noch irgendwie aushalten.
    Danke im Vorraus
    LG Nicole Bergbauer

    • Mietminderung.org
      25. Juni 2013 - 17:14 Antworten

      Hallo Nicole,

      danke für Ihren Kommentar. Viel mehr Tipps als Sie in den Artikel gelesen haben, kann ich Ihnen leider nicht geben.

      Hier noch ein sehr interessanter Artikel für Sie: Mietminderung bei Modernisierung.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Doris Balting
        17. Juli 2013 - 00:06 Antworten

        Hallo Nicole,
        was ich da lese erschreckt mich sehr. Auch in dem Miethaus, in dem ich wohne, wird derzeit umgebaut und eine alte Kneipe zu einer tollen Gaststätte umgebaut. Es laufen die Hilti und es wird gehämmert… Ich selbst flüchte vor dem Lärm, zur Mietminderung kann ich mich selbst nicht durchringen.
        ABER: Es gibt auch Anwälte, die sich auf dem Gebiet auskennen und ich denke, man bekkommt eine kostengünstige Auskunft. Es gibt, wie mir Bekannte sagten, auch die Möglichkeit, dass zeitweise ein Ersatzwohnraum ( evtl. Hotel) zur Verfügung gestellt werden muss.
        Viel Erfolg und die Kraft es durchzustehen.
        MfG Doris Balting

  • Sarah
    26. Juni 2013 - 05:29 Antworten

    Hallo,

    gegenüber unserer Wohnung (ca. 6m LuftLinie) ist seit Wochen eine Baustelle. Dabei kommt viel Staub aus den geöffneten Fenstern. Laute Arbeitsgeräusche und Musik stören erheblich. Ich muss die Fenster geschlossen halten, sonst ist es sehr störend.

    Wieviel mietminderung wäre angemessen. 15% vielleicht?

    Leider reagiert der Bauunternehmer auch nicht auf fragen der Hausverwaltung.

    Danke für die Antwort.

  • Amohe
    2. Juli 2013 - 07:13 Antworten

    Das Haus des Nachbarn nebenan wird saniert. Gestern wurde mit dem Dach angefangen. Heute ging es weiter – und das schon seit einer halben Stunde. Es ist jetzt gerade mal 7:00 Uhr morgens, also haben sie um 6:30 Uhr angefangen. Die Arbeiter stehen auf dem Dach und werfen die Ziegel von oben in einen Container. Ich frage mich, wie viele Ziegel so ein verdammtes Dach haben kann und ob das wirklich um 6:30 Uhr morgens anfangen muss. Ich bin wie gerädert und meine Nachbarin hat ein kleines Kind. Wir sitzen alle quasi kerzengerade im Bett TROTZ geschlossener Fenster.

    HILFE !!!

    • Mietminderung.org
      2. Juli 2013 - 14:58 Antworten

      Hallo Amohe,

      danke für den Kommentar. Ich hoffe für Sie, dass das Dach mittlerweile abgedeckt ist und es keine Ziegel mehr zu werfen gibt.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Mieter
    9. Juli 2013 - 09:10 Antworten

    Hallo,

    auf dem Nachbargrundstück werden merhere Mehrfamilienhäuser mit Tiefgarage errichtet. Unser Hausverwalter hat einer Mietminderungsanfrage, für die Zeit des Bestehens der Baustelle, implizit durch das Auslassen einer Antwort zugestimmt und dies später noch einmal per E-Mail bestätigt.

    Jetzt droht er mit rechtlichen Schritten, da ich die Miete auch noch nach dem Abriss der vorher vorhandenen Häuser mindere. In einer Großstadt seien solche Projekte vom Mieter hinzunehmen. Es wäre eine normale temporäre Erscheinung. Die Dauer der Baustelle beträgt voraussichtlich 17 Monate.

    Ich frage mich jetzt inwieweit der Verwalter seine Zusage wieder kippen kann?

    Viele Grüße

    • Mietminderung.org
      9. Juli 2013 - 13:07 Antworten

      Hallo Mieter,

      ich würde versuchen, Ihre Entscheidung die Miete weiterhin zu mindern mit Gerichtsurteilen zu untermauern. Ebenso sollte der Verwalter seine Aussage entsprechend begründen können. Im Zweifel bitte einen Anwalt fragen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Mandy
    11. Juli 2013 - 13:56 Antworten

    Hallo,
    danke für den tollen Artikel.
    Mein Vermieter möchte ab dem 15.7.2013 bis vorrausichtlich Mitte Oktober die Tiefgarage am Haus instand setzten. Wir wohnen lediglich 2 ETagen drüber.
    Würde in diesem Fall eine Mietminderung in Frage kommen? Und wie gehe ich nun vor? Muss ich die Mietminderung vorher ankündigen oder reicht es wenn ich das im laufe der Bauarbeiten machen?

    LG
    Mandy

  • Robert
    12. Juli 2013 - 08:38 Antworten

    Hallo,

    ich wohne in einer Altbauwohnung in einem Mehrfamilienhaus (4 Stockwerke) in Hamburg.
    Zur Zeit ist hier ein Baugerüst, vorne und hinten sowie Hammer/Bohrgeräusche ab 7:30 morgens.
    Lüften ist gerade schwierig, da jede Menge dreck herein kommt.
    Zudem habe ich nun ein Anschreiben bekommen, es muss zusätzlich eine „Balkenkopfsanierung“ vorgenommen werden, da wohl Gammel an den Balkenenden entdeckt wurde.
    Dazu sollen verschiedene Deckenenbereiche in meiner Wohnung geöffnet werden (für den Statiker) und provisorisch verschlossen werden. Laut Vermieter sind die Maßnahmen auf ca. 3 Monate angesetzt.

    Welche Möglichkeiten der Mietminderung habe ich nun?
    Kann 15% oder 22% ansetzen?
    Ich habe gehört, dass sich ab 2013 gesetzlich etwas geändert hat, wenn z.B. auch neu gedämmt wird.
    Bin etwas verunsichert was nun meine Rechte sind bzw. ob ich etwas unternehmen kann.

    Beste Grüße,
    Robert

  • Daniel
    15. Juli 2013 - 08:30 Antworten

    Hallo,
    ich wohne in einem Mehrfamilienhaus in Berlin mit 9 Stockwerken. Seit 6 Wochen führt mein Vermieter eine Grundsanierung sämtlicher Wohnungen durch, die im Moment unvermietet sind. Da ich im Schichtdienst arbeite und leider auch nachts arbeiten muss, fühle ich mich in meiner Lebensqualität stark eingeschränkt. Die Bauarbeiten fangen um 7 Uhr morgens an und hören um 17 Uhr auf. Das geht von Montag bis Freitag so. Was kann ich tun ?

    Mit freundlichen Grüßen

    Daniel W.

    • Mietminderung.org
      15. Juli 2013 - 20:09 Antworten

      Hallo Daniel,

      wenn Sie die Miete mindern wollen, sollten Sie sich vorab informieren. Hier finden Sie einen guten Artikel zum Einstieg: Vorgehen bei einer Mietminderung.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Robert
    16. Juli 2013 - 08:58 Antworten

    Hallo nochmal, ich habe nun eine Liste welche Arbeiten durchgeführt werden.
    Der Vermieter hat sich entschlossen umfangreichreiche, zum Teil energetische Sanierungsmaßnahmen durchzuführen.

    Haus
    – Fassadensanierung Hof- und Straßenseite
    – Dachsanierung einschl. verbesserter Wärmedämmung
    – Balkonsanierung gartenseitig
    – Sanierung Treppenhaus

    Wohnung
    Balkenkopfsanierung mit Öffnung der Decken in den Zimmern (für Statiker) und provisorischem Verschluss

    Können Sie mir einen Rat geben, in wie weit das nun Wärmedämmungsmaßnahmen sind. Nach meinem Verständnis sind lediglich die Dacharbeiten Wärmedämmend. Daher müsste eine normale Mietminderung möglich sein oder? Die Maßnahmen wurden 1 Monat vor Start angekündigt. Nach Mietvertrag müssten es 3 Monate sein.

  • Sarah
    17. Juli 2013 - 07:30 Antworten

    Also die Mietminderung ist unabhängig von der Miethöhe?
    Es kommt nicht darauf an, dass meine Miete sowieso schon sehr gering ist, weil ich eine Sozialwohnung besitze?

    • Mietminderung.org
      17. Juli 2013 - 09:34 Antworten

      Hallo Sarah,

      genau aus diesem Grund wird eine Mietminderung in Prozent bemessen und berechnet und nicht in festen Euro-Beträgen. Für eine Rechtsberatung fragen Sie am besten einen Anwalt.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Caeelum
    24. Juli 2013 - 09:00 Antworten

    Ich wohne in einem Mehrfamilienhaus in Hanglage. Jetzt wird über mir das Haus abgerissen und ein neues mit Tiefgarage errichtet.(Das Haus stand ca. 2 Jahre leer) Informationen darüber kamen vom Vermieter am 4.7.2013, Dauer der Bauarbeiten ca. 1 Jahr. Der komplette Hang wird abgetragen, ca. 300m von meinem Wohnzimmerfenster entfernt. Ich werde also mindestens 1 Jahr nur Nachts Fenster öffnen können oder meine Terrasse betreten können.Fragen der Mieter nach Mitminderung verbietet sich der Vermieter (Geschäftsführer der Baugenossenschaft). Das käme überhaupt nicht in Frage. Dafür würden als Gegenleistung unsere 45 Jahre alten Terrassen saniert, d.h. wir bekommen neue Platten gelegt.
    Wie sind meine Rechte?
    Frdl.Grüsse

    • Mietminderung.org
      24. Juli 2013 - 09:24 Antworten

      Hallo Caeelum,

      der einvernehmlich Weg ist natürlich immer der beste. Wenn Ihr Vermieter aber nicht mitgeht, ändert das nichts am Rechts auf eine Mietminderung. Mehr dazu unter: Muss ich eine Mietminderung beantragen?

      Befragen Sie im Zweifel am besten einen Anwalt.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Caeelum
    24. Juli 2013 - 09:09 Antworten

    Update:
    Wie kann ich denn die Miete mindern oder unter Vorbehalt zahlen , da die Miete ja monatlich abgebucht wird?

    • Mietminderung.org
      24. Juli 2013 - 09:25 Antworten

      Hallo Caeelum,

      entweder können Sie einen Brief verfassen, dass die nächsten Zahlungen / Abbuchungen unter Vorbehalt geleistet werden oder die entziehen die Lastschrift und überweisen mit der Anmerkung „unter Vorbehalt der Mietminderung“.

      Mehr unter: Miete unter Vorbehalt zahlen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Johanna
    26. Juli 2013 - 22:46 Antworten

    Hallo!
    Wir wohnen in München an einem Platz, der nun komplett aufgebuddelt wird für eine 4stöckige Tiefgarage. Unsere Wohnung liegt direkt am Platz, keine 20 Meter entfernt werden nun die Bohrpfählarbeiten begonnen mit enormer Erschütterung! Die Baustelle soll 2 Jahre bestehen.
    Die Bauarbeiten beginnen derzeit gegen 6:30 Uhr und dauern bis 17/20 Uhr an.

    Als wir unsere Vermieterin auf eine geplante Mietminderung ansprachen, empfahl sie uns ca. 20 Mal vehement, wir sollten doch einfach ausziehen, wenn es uns nicht passt. –> einvernehmliche Minderung scheint ausgeschlossen.

    Wie gehen wir vor? Was ist rechtens? Wer berät uns, welcher Prozentsatz gültig sein dürfte? Hätten Sie eine Empfehlung? Könnten wir gekündigt werden?

    Vielen Dank für eine Antwort,
    Johanna

  • Paula
    2. August 2013 - 08:40 Antworten

    Hallo Dennis,

    seit ca. zwei Monaten wohnen wir in einer neuen Wohngemeinschaft (Neuanmietung einer Wohnung). Seit Einzug werden wir morgens (von Montag bis Samstag) zwischen 7 und 8 Uhr von einer Baustelle (Bau eines Mehrfamilienhauses) in ca. 15 m Entfernung geweckt. Vor Vertragsunterzeichnung wurden wir nicht auf die Baustelle hingewiesen. Die Baustelle ist sehr laut, da dort mit einer Steinsäge gearbeitet wird und permanent schwere Steine in Container geworfen werden.

    Ich habe folgende Fragen dazu:

    Ist die Baustelle ein Grund, die bezahlte Provision bzw. ein Teil dieser zurückfordern zu können?

    Wie kann man Mietmindern, wenn der Vermieter die Miete vom Konto abbucht?

    Kann man auch nachträglich mietmindern, also für die letzten zwei Monate ebenso oder erst ab dem Zeitpunkt an dem man die Belästigung durch den Baulärm anzeigt?

    Ich freue mich über deine Hilfe!

    Viele Grüße,
    Paula

    • Mietminderung.org
      2. August 2013 - 09:27 Antworten

      Hallo Paula,

      wenn Sie mit der Baustelle hätten rechnen müssen (z.B. weil ein beräumtes Baufeld vorlag), sieht es mit einer Mietminderung ohnehin schlecht aus. Siehe auch Voraussetzungen für eine Mietminderung.

      Ob Sie einen Anspruch auf Rückerstattung der Provision haben kann ich Ihnen nicht sagen. Das sollten Sie rechtlichen prüfen lassen. Ich kann es mir aber nicht vorstellen.

      Den Lastschrifteinzug sollten Sie am besten widerrufen und dann selbst überweisen. Hierzu erscheint in ein paar Tagen ein eigener Artikel.

      Ob eine Mietminderung rückwirkend möglich ist, lesen Sie hier.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Oliver
    3. August 2013 - 07:35 Antworten

    Hallo,

    wir wohnen seit November 2012 in einem Neubau Mehrfamilienhaus (18 Parteien) in Mainz. Wir wurden von der Wohnbau über den Abriss der alten Häuser und die Entstehung der gleichen Häuser in direkter Nachbarschaft (ca 10m gegenüber) informiert. Wir mussten bei Unterzeichung des Mietvertrages auch einen Zusatz unterschreiben, dass wir aufgrund der Baustelle keine Mietminderung machen dürfen. Allerdings war es nicht abzusehen dass es so schlimm werden würde, denn die Baustelle ist von Mo-Sa von morgens 6:00 Uhr bis abends manchmal 21:00 Uhr oder länger im Gange.

    Wir schlafen nun mit unserem 5 Monate alten Baby seit mehreren Wochen schon im Wohnzimmer, da dies auf der anderen Seite des Hauses liegt und den Lärm etwas erträglicher macht. Somit sind unser Schlafzimmer und das Kinderzimmer derzeit nicht nutzbar.

    Ist dieser von uns leider unterzeichnete Zusatz somit Rechtskräftig und es besteht keine Möglichkeit einer Mietminderung? In diesem Zusatz wurde nichts über den Umfang der entstehenden Lärmbelästigung geschrieben.

    Vielen Dank und beste Grüße aus Mainz
    Oliver Wörsdörfer

    • Mietminderung.org
      3. August 2013 - 10:12 Antworten

      Hallo Oliver,

      in meinen Augen kann man als Vermieter nicht mehr machen, als den Mieter vor Einzug auf die kommende Baustelle hinzuweisen und das auch noch schriftlich zu fixieren. Der Vermieter konnte das Ausmaß zu dieser Zeit vielleicht auch nicht absehen. Holen Sie sich im Zweifel rechtlichen Rat ein.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Andy
    3. August 2013 - 11:01 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    auf Grund von sehr umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten an und in unserem Hochaus, sind wir Mieter durch Baulärm, Baukräne und Einrüstung, Schutt und Staub (Fensterlüftung nicht möglich- und das bei diesen Temperaturen), Neuverlegung sanitärer Rohre in Küche und Bad bzw. Strangsanierungen, Ausfall des Fahrstuhl für mehrere Wochen und inklusive eines Wohnungseinbruchs im Hause schon arg gebeutelt.

    Bei meinem Vermieter (einer Berliner Wohngenossenschaft) habe ich ein sachgemäßes Schreiben zur Mietminderung in Höhe von 50% eingereicht. Im Antwortschreiben des Vermieters hieß es nun:“Da die Dauer der Baumaßnahmen nicht absehbar sind, bieten wir ihnen an, nach Abschluß aller Arbeiten über eine Neuberechnung der Grundmiete zu sprechen !“

    Ich empfinde diese Antwort nicht nur unbefriedigend, sondern schon auch als Frechheit, da eigentlich eine Frist mit Ende Oktober 2013 für die Baumaßnahmen angesetzt wurde (und so träge wie hier gearbeitet wird, wird man definitiv nicht schneller fertig sein und sich die Baumaßnahmen wahrscheinlich auch noch ins Jahr 2014 hinausziehen werden).
    Meine Wohnungsgenossenschaft ist nun leider nicht sonderlich bekannt dafür, das man freundlich und entgegenkommend kulant mit den Mietern umspringt und ich bereits aus voran gegangenen Erfahrungswerten, persönlich wie durch Dritte befürchten muß, das man mich schlicht und einfach über das Ohr hauen möchte.

    Die Antwort des Vermieters halte ich aus folgenden Gründen für eine Hinhaltetaktik und Farce:
    Ich könnte ja rein theoretisch nach Abschluß der Baumaßnahmen alsbald auch in eine neue Wohnung, bzw. Gesellschaft wechseln. Was hätte ich dann davon, wenn ich für einen insofern verbleibenden
    Zeitraum dann nur etwas an weniger Miete zahlen müßte und die gesamte Entschädigung zum akuten Zeitpunkt dadurch wahrscheinlich gar nicht mehr gänzlich abgegolten werden würde ?

    Des Weiteren wäre eine nachträgliche Einschätzung zur tatsächlich vorherrschenden Wohnbeeinträchtigung doch nur noch spekulativ und keineswegs transparent, womit ich befürchten muß, das man mich sozusagen für ein „Appel und `n Ei“ bezüglich nachträglicher Mietregulierung abspeisen möchte.

    Ich habe bereits auch schon über das Zurückbehaltungsrecht nachgedacht, um meinen Vermieter alleine schon dazu zu bewegen, sich überhaupt einmal über die aktuelle Wohnsituation in Kenntnis zu setzen und zu einer akzeptablen Übereinkunft zu kommen (was bisher seitens des Vermieters auch noch gar nicht geschehen ist).
    Was bringt mir aber das Zurückhaltungsrecht, wenn ich anteilig einbehaltene Miete dann doch gänzlich zurückerstatten muß ?
    Insofern würde ich ja dann letztlich doch die volle Miete zahlen und die umfangreichen Baumßanhmen erduldet haben. Ich bin es doch aber, der entschädigt werden möchte !

    Wie also kann ich weiter vorgehen um den Vermieter zu einer akzeptablen Lösungsfindung zu bewegen und was kann ich aus Eigenmächtigkeit tun, bzw. sollte ich besser unterlassen ?
    Ich erwäge, rückwirkend wie auch fortlaufend im Zeitfenster der Wohnbeeinträchtigung die Kaltmiete um 50% zu kürzen, bzw. einzubehalten und meinem Vermieter die Einzugsermächtigung über mein Konto zu entziehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Andy Lienen

      • Andy
        4. August 2013 - 23:58 Antworten

        Hallo Herr Hundt,

        vielen Dank für die wirklich sehr informativ hilfreichen Links und ihren Support.
        Einiges hatte ich noch gar nicht bedacht, bzw. waren mir gewisse Möglichkeiten und Rechte als Mieter so gar nicht geläufig… hinsichtlich auch dessen, das Vermieter eben nicht allmächtig sind (so gerne diese es auch sein mögen) !

        Auch möchte ich hiermit besonders ausdrücken, das man es kaum genug schätzen kann, das Sie sich so engagiert und dazu auch noch kostenlos zur Aufgabe gemacht haben, Rat suchenden Mietern mit Vorschlägen und Orientierung hilfreich zur Seite zu stehen… und dies sogar über das Wochenende :)
        (Vergessen Sie dabei aber nicht, ab und zu auch einmal den Sommer und ein Wochenende zu geniessen ;-)

        Ich werde ihre Seite und Service mit gutem Gewissen weiter empfehlen.

        Viele Grüße
        Andy Lienen

  • Carla
    9. August 2013 - 09:42 Antworten

    Hallo,

    seit ca. einer Woche hat eine Großbaustelle 950 Meter von meinem Wohnort begonnen. Die Bauarbeiten, bzw. der Baulärm beginnt um 7.30 und endet meist gegen 19Uhr. Momentan finden Abrissarbeiten statt, sodass ein Öffnen der Fenster mit einer permantenten Lärmbelästigung verbunden ist.
    Die Baustelle wird Schätzungsweise 1 Jahr lang bestehen bis der neue Schulkomplexy enstanden ist.
    Was kann ich als Mieter tun?

    Grüße

    • Mietminderung.org
      9. August 2013 - 13:12 Antworten

      Hallo Carla,

      fast 1 Kilometer ist natrülich eine große Entfernung. Sie sollten sich nach Urteilen aus der Rechtsprechung mit ähnliche großen Enfernungen umsehen. Das ist in meinem Augen die einzige Möglichkeit zu prüfen, ob eine Mietminderung überhaupt in Betracht kommt.

      Wie Sie bei einer Mietminderung grundsätzlich vorgehen lesen die hier (Checkliste mit 20 Punkten).

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      PS: Im Zweifel bitte einen Rat bei einem Rechtsanwalt einholen.

  • Carsten
    14. August 2013 - 10:42 Antworten

    Direkt neben meinem Schlafzimmer auf dem Nachbargrundstück baut mein Vermieter seit März ein weiteres Haus. Früher war dort ein Garagenhof. Der wurde im März 2013 abgerissen. Ich wohne schon seit 2011 in meiner Wohnung. Morgens um 7 Uhr hämmern, sägen und bohren die Bauarbeiter mich regelmäßig aus dem Schlaf (auch Samstags), es ist halt durch die unmittelbare Nähe (10m) krass laut. Nun habe ich angekündigt, die Miete zu mindern. Der Vermieter macht allerdings geltend, dass es sich bei dem Bauprojekt um eine „Lückenbebauung im innerstädtischen Bereich“ handelt, bei der durch die aktuelle Rechtsprechung grundsätzlich keine Mietminderungen beansprucht werden könne und kündigt selbstbewusst den Rechtsweg an. Kann das wirklich sein? Gibt es eine solche Rechtsprechung? Wie gesagt, als ich 2011 einzog, war auf dem Grundstück ein alter Garagenhof mit vermieteten Garagen. Die Lage ist ein mit Alt- und Neubauten dicht besiedelter Berliner Innenstadtbezirk.

    Danke für eine Antwort!

    • Mietminderung.org
      16. August 2013 - 20:49 Antworten

      Hallo Carsten,

      in der Tat gibt es Rechtsprechung, die in diese Richtung geht. Wenn Sie in ein Haus neben einen runtergekommenen Altbau ziehen, müssen Sie mit der Sanierung des Nachbarhauses rechnen. Ähnlich kann es sich mit einem unbebauten Grundstück verhalten. Im Zweifel sollten Sie sich rechtlich beraten lassen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Tina Schmidt
    20. August 2013 - 16:21 Antworten

    Hallo!
    In unserem 4-Parteien-Mietshaus besteht seit Juni in der Kellerwohnung ein Wasserschaden (Fäkalschaden), der auf den Gemeinschaftskeller übergegriffen hat.
    Da sich relativ lange nicht um eine rasche Behebung des Schadens gekümmert wurde – ca. 1 Monat, konnten wir den Keller nicht nutzen, da dieser anfing Schimmel entlang der Feuchtigkeitsgrenze zu bilden.
    Seitdem war ich -auch seitens der Handwerker, welche irgendwann auch mal erschienen- gezwungen, alle Gegenstände aus dem Keller meinerseits in der Wohnung zu lagern (Fahrräder, Autoreifen, Werkzeuge). Dementsprechend eng bemessen war für ca. 2 Monate meine kleine Wohnung, Verletzungen nicht ausgenommen.
    Die Handwerker, welche in nicht nachvollziehbaren, willkürlichen Abständen kamen, fingen (und fangen) meist vor 7 Uhr an. Zudem wurden Informationen (ein Mal wurde ein Zettel ausgehängt, ansonsten muss ja nicht mit den Mietern kommuniziert werden) dann noch nicht einmal aktualisiert, und man erst umständlich bei der zuständigen Firma nachfragen musste, ob man denn noch waschen könnte, da man bereits seit einigen Tagen auf die Handwerker ungeduldig wartet, welche den neuen Boden gießen wollten und dafür die Waschmaschinen eingelagert werden sollten. Statt den angekündigten 2 Tagen wurden dann 7, und aus der Einlagerung wurde ein „ins Treppenhaus stellen und mit Müll der Mitmieter vollstellen“.
    Nachdem nun Tapezierer im Treppenhaus waren, ist seit jetzt knapp 2 Wochen nichts mehr passiert, das Treppenhaus steht immer noch voll, die Wohnung ist augenscheinlich ebenfalls noch nicht fertig, da dass komplette „Bad“ noch im Garten liegt. Ich erwarte also gespannt die nächste freudige Überraschung, wenn ich aus dem Nachtdienst nach Hause komme. Bei Nachfragen bei den Handwerkern kommt nur ein: „Wir wurden hier her geschickt, mehr wissen wir auch nicht.“
    Zudem herrscht auf Grund völliger Umnachtung unserer Mitmieter seitdem dauerhafter Dreck im Treppenhaus, da putzen anscheinend völlig überbewertet wird.
    Unsere Vermieterin ist dahingehend informiert, scheint sich allerdings nicht sehr dafür zu interessieren, dass der Schaden immer noch nicht völlig behoben ist.
    Was könnte ich als Mieter tun?
    Mit freundlichem Gruß,
    Tina Schmidt

    • Mietminderung.org
      20. August 2013 - 17:53 Antworten

      Hallo Tina,

      nutzen Sie die Suche auf dieser Seite (oben rechts) dann finden Sie passende Artikel mit Urteilen, die Ihnen Anhaltspunkte zur Höhe der Mietminderung geben können.

      Zum Beispiel diesen hier: Mietminderung: Keller feucht oder nass

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Sebastian Reihsner
    22. August 2013 - 12:23 Antworten

    Hallo,

    ich lebe mit meiner Freundin zusammen in einer Mietwohnung in München. Am Montag haben auf dem benachbarten Grundstück (ca. 30 m Luftlinie von unserem Balkon) die Arbeiten für den Bau einer Tiefgarage begonnen. Zur Zeit werden Bohrpfähle gesetzt. Die Lärmbelästigung ist so stark, dass man sich bereits morgens beim Frühstück mit geöffneten Fenstern nicht mehr normal unterhalten kann. Am Wochenende wird sich dann noch zeigen, ob dort auch Samstags gearbeitet wird. Haben wir Anspruch auf Mietminderung und wenn ja, in welchem Maße? Ich würde mich über hilfreiche Antworten sehr freuen. Vielen Dank und einen schönen Tag noch.

    • Mietminderung.org
      23. August 2013 - 10:09 Antworten

      Hallo Sebastian,

      wenn ein Mangel vorliegt, dann sollten Sie grundsätzlich über eine Mietminderung nachdenken. Schwierig kann es nur werden, wenn Sie den Mangel hätte hervorsehen können, z.B. weil das Nachbargrundstück bei Ihrem Einzug ein freies Baufeld war.

      Wie immer gilt: im Zweifel bitte einen Anwalt fragen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Jasmin
    23. August 2013 - 10:00 Antworten

    Hallo,

    seit Ende Januar liegt direkt gegenüber von uns eine Baustelle. Erstmal wurden die Häuser abgerissen, dass hat auch ziemlich gerumpelt bei uns in der Wohnung.

    Als die Abrissarbeiten feritg waren, wurde angefangen zu bauen, das ist wirklich sehr laut und da ist auch immer so ein Piepsen, da bekomme ich Kopfschmerzen. Und das witzige daran ist, dass die Baustelle unserer Vermietergesellschaft gehört und dabei haben die sogar noch die Miete um 10% erhöht. Das ganze wird noch bis Frühjahr 2015 gehen. Was kann ich denn da machen?

    Es wird übrigens auch Samstag gearbeitet. Also von Montag-Samstag von 7.00-18.30/19.00

    Ich bedanke mich schonmal im Voraus!
    Mit freundlichen Grüßen

  • Carmen
    28. August 2013 - 10:03 Antworten

    Hallo,
    vor einiger Zeit wurden in unregelmäßigen Abständen auf dem Nachbargrundstück (15m hinter dem Balkon) Baumaßnahmen durchgeführt. Seit ein paar Tagen wird von 8/9 Uhr bis 17 Uhr (auch mal ohne Mittagspause) gebaut, so dass es nicht möglich ist, ein Fenster zu öffnen oder ungestört auf dem Balkon zu sitzen. Beim Einzug war das Grundstück ein Parkplatz. Unsere Hausverwaltung / unser Vermieter informierte uns nicht über diese Baumaßnahme und es ist auch kein Bauschild mit Informationen vorhanden. Kann ich eine Mietminderung verlangen? Wenn ja, wie hoch das diese sein? Oder muss ich den Lärm wochenlang ertragen?

    • Mietminderung.org
      28. August 2013 - 16:23 Antworten

      Hallo Carmen,

      grundsätzlich scheint eine Mietminderung nicht ausgeschlossen. Die oben genannten Urteile können Ihnen Anhaltspunkte für die Höhe einer Mietminderung geben.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Falk Zander
    29. August 2013 - 10:38 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    seit März diesen Jahres wird das Dachgeschoss meines Wohnhause ausgebaut. Seitdem habe ich direkt vor meinen Fenstern ein Gerüst stehen und einen Baumaterialbeförderer (kleiner Kran), der ununterbrochen genutzt wird und sehr laut ist. Das Gerüst ist nachts auch nicht verriegelt, sodass jeder hochklettern kann und sich leicht Zugang zu meiner Wohnung verschaffen kann. Einbrüche nehmen stetig zu und ich fühle mich sehr eingeschränkt, weil ich nicht unbeobachtet lüften kann und bei heißen Temperaturen nachts auch nicht lüfte aus Angst. Dieser Lärm besteht den ganzen Tag und auch an Wochenenden in Ruhephasen. Schmutz und Dreck belasten mich ebenso sehr.

    Wie kann ich meinem Vermieter gegenübertreten und was kann ich geltend machen? Ich bitte um Mithilfe von Ihnen.

    Vielen Dank und liebe Grüße,

    Falk Zander

  • Claudia
    30. August 2013 - 14:40 Antworten

    Hallo,

    ich wohne in einem Mehrfamilienhaus. Seit 1,5 Jahren und dies wird komplett saniert. Bei Bezug wusste ich das dort eine Baustelle ensteht, aber nicht das es über 1,5 Jahre geht und nicht in welchem Ausmaß.
    Kann ich trotz vorheriges Wissen jetzt die Miete mindern?

    Danke
    LG

  • Marcel Silbermann
    31. August 2013 - 09:43 Antworten

    Hallo. Wir wohnen seit 4 Jahren in unserer Wohnung. Wir kommen recht gut klar mit unserem Vermieter. Schon beim Einzug standen um das gesamte Haus Gerüste. Diese sind nun weg. Doch weckt uns der Vermieter nahezu jede Woche Samstag mit Bohr-oder Hammerarbeiten. Er wird einfach nicht fertig…bekommen wir im Streifall Recht auf eine Mietminderung?

    • Mietminderung.org
      1. September 2013 - 21:55 Antworten

      Hallo Marcel,

      das würde sich erst im Streitfall durch ein Gericht klären lassen. Eine Ansicht ist sicherlich, dass Sie möglicherweise damit hätten rechnen müssen, wenn Ihr Vermieter ein Eigenregie renoviert. Das heisst aber nicht, dass diese Ansicht richtig ist oder von einem Richter unterstützt werden muss.

      Im Zweifelsfall bitte einen Anwalt fragen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Jochen Bloss
    3. September 2013 - 08:56 Antworten

    Hallo!

    Ich wohne in der Innenstadt in einer kleinen Wohnung an einer viel befahrenden Strasse. Ich komme mit dem normalen Stress und Lautstärke klar. Ich arbeite von zu Hause in meiner Privatwohnung und bin Künstlerisch tätig.
    Seit nun einigen Wochen bzw. Monaten ist eine öffentliche Baustelle unten in der Strasse. Neubau der Strasse, Pflasterarbeiten, Zuschneiden der einzelnen Steine, Presslufthammer, Erschütterungen im ganzen Haus und das seit Wochen!

    Welche Möglichkeit würde Sie mir bitte empfehlen der Kürzung?

    Danke für Ihren Tipp.

  • Nicole Werner
    3. September 2013 - 14:20 Antworten

    Hallo ihr Lieben.

    Hinter meinem Haus fangen sie jetzt an „Luxuswohnungen“ zu bauen und reissen dafür den Kinderspielplatz und Park ab. Es ist unerträglich, Unterhaltungen auf dem Balkon sind unmöglich und auch bei offenen Fenster kann man den Fernseher nicht mehr hören.

    Jetzt wollte ich wissen, gibt es da eine Mietminderung? Und wenn ja , wie viel? LG

  • Sabine Gärtner
    9. September 2013 - 15:00 Antworten

    Lieber Herr Hundt,
    vorab vielen Dank für die Fülle an Informationen auf dieser Seite.

    Meine Situation ist etwas spezieller und so erhoffe ich mir auf diesem Weg einen individuellen Rat Ihrerseits. Mein Mann und ich wohnen in einem Mehrfamilienhaus in einer Kölner Genossenschaftswohnung. Nach hinten raus befindet sich ein Hof, in welchem u. a. eine kleine SB-Tankstelle ist und in welchem Garagen vermietet werden.
    Seit einigen Wochen hat eine Bausanierungsfirma dort mehrere Garagen angemietet. U. a. auch eine, in welcher ein großer Container steht. Dort werden morgens – teilweise schon ab 05:30 Uhr – täglich mit einem unglaublichen Lärm Glas, Baureste, Schutt, Gitter etc. rein geworfen. Der daraus entstehende Hall ist kaum zu ertragen und sorgt für eine erhebliche Beeinträchtigung der Mietqualität. Mein Mann und ich haben mittlerweile auch angefangen, diesen frühmorgendlichen Lärm zu dokumentieren.
    Nun meine Frage an Sie: Können wir dafür eine Mietminderung fordern? Wie würden Sie vorgehen? Sollen wir das Ordnungsamt einschalten? Es ist leider nicht absehbar, ob der Lärm zeitnah ein Ende findet. Zum Innenhof hin liegen mehrere Wohnungen der Genossenschaft sowie weitere Mehrfamilienhäuser. Wäre es daher ggf. sinnvoll, dass sich die Genossenschaft als Vermieter an das Unternehmen oder dessen Vermieter wendet? Darüber hinaus wird die SB-Tankstelle seit Neustem morgens gg. 5 Uhr mit Sprit beliefert, was ebenfalls einen erheblichen Lärm verursacht!

    Wir fühlen uns wirklich sehr in unserer Nachtruhe gestört und ich würde mich sehr über Ihren Rat freuen.

    Bis dahin sende ich Ihnen die besten Grüße,
    Sabine Gärtner

    • Mietminderung.org
      9. September 2013 - 20:18 Antworten

      Hallo Sabine,

      danke für Ihr Feedback und Ihren Kommentar.

      Eine bei einer Tankstelle müssen Sie wohl grundsätzlich damit rechnen, dass diese auch recht zeitig beliefert wird. Das sehe ich eher als „hinzunehmen“. Der Lärm durch den Container sollte sicherlich nicht in einem Wohngebiet verursacht werden.

      Hier erstmal drei Artikel für Sie:

      Richtiges Vorgehen bei einer Mietminderung: 20-Punkte-Leitfaden

      Mietminderung: Miete unter Vorbehalt zahlen – So geht’s richtig!

      Mietminderung bei einer Genossenschaft

      Ansonsten würde ich in diesem Fall erstmal versuchen, das Ihr Vermieter sich mit dem Nachbarn auseinandersetzt. Das ist nicht Ihre Sache. Bevor man dem Vorschlaghammer „Mietminderung“ rausholt, ist es immer ratsam, das Gespräch zu suchen. Vielleicht kann Ihr Vermieter ja eine gute Lösung mit dem Nachbarn finden.

      Wenn Sie auf eigene Fauste nicht weiterkommen, würde ich eine Rechtsberatung empfehlen.
      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Nicole
    17. September 2013 - 16:58 Antworten

    Hallo,
    ich wohne seit Oktober 2010 in einem Neubaugebiet, in einem 10 Parteien Haus im 5. OG von einer Wohnungsbaugesellschaft.
    Nun wird gegenüber seit April 2012 gebaut. Ein altes Kaufhaus wurde abgerissen, dann wurde eine Weile nichts gemacht und seit Juli in etwa wird wieder gebaut. Es kommt ein Bürgerhaus hier hin. Daneben steht ein Gebäude was jetzt abgerissen wird und wo dann auch neu gebaut wird. Morgens um 7 Uhr wird angefangen und durchweg gearbeitet bis Abends 17/18 Uhr. Fenster und Tür öffnen ist nicht möglich denn dann verstehtman kein Wort mehr, der Fernseher ist schon sehr laut gestellt und es ist einfach nur unerträglich. Die Baustelle wird noch eine ganze Weile bleiben.
    Nun meine Frage, wie sieht es bei dem Fall aus wegen einer Mietminderung?
    Würde mich über eine Antwort freuen.
    Grüße Nicole

  • Frank
    24. September 2013 - 13:50 Antworten

    Guten Tag, ich habe vor kurzem eine neue Wohnung bezogen. Dass eine Baustelle auf der angrenzenden Straße ist, wusste ich, nicht jedoch vom Ausmaß selbiger und der zu erwartenen Bauzeit (Juli 2014). Den ganzen Tag habe ich massiven Baulärm, der ein Fenster öffnen unmöglich macht.

    Wie spreche ich meinen Vermieter darauf an?

    • Mietminderung.org
      25. September 2013 - 22:09 Antworten

      Hallo Frank,

      sprechen Sie Ihren Vermieter gerne darauf an. Er wird Ihnen aber wahrscheinlich sagen, dass Ihnen die Baustelle bereits beim Einzug bekannt war und Sie jetzt nicht die Miete mindern können. Über das Ausmaß hätten Sie sich wahrscheinlich informieren sollen. Aber auf einen Gesprächsversuch kann man es durchaus ankommen lassen. Und im Zweifelsfall sollten Sie einen Anwalt fragen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Andy
    30. September 2013 - 09:13 Antworten

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    die Wohnung die wir am 01.11.2013 beziehen werden (165 m²) muss mit ca. 70 m² saniert werden.
    Dabei ist 1 von 2 Bädern, 1 Arbeitszimmer, die Küche sowie das Esszimmer.
    Wie lange sich die Sanierung ziehen wird ist noch nicht abzusehen.

    Haben wir Anspruch auf 100 % Mietminderung ? Oder ist es Ratsam solange in eine möblierte Wohnung zu ziehen da der Vermieter sowieso alle anfallenden Kosten (Mietpreis der möblierten Wohnung, Einlagerungskosten der eigenen Möbel, Fahrtkostenm etc.) tragen muss ?

    Liebe Grüße

    • Mietminderung.org
      1. Oktober 2013 - 22:41 Antworten

      Hallo Andy,

      wenn die Wohnung noch zu bewohnen ist, kann es durchaus sein, das nur eine anteilige Mietminderung möglich ist. Aus der Entfernung kann das niemand beurteilen, ich würde eine rechtliche Beratung empfehlen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Maksim Melichar
    7. Oktober 2013 - 13:02 Antworten

    Hallo,

    Seit rund zwei Monaten ist ca. 20 Meter LuftLinie von meinem Fenster entfernt eine Baustelle. Entstehen Soll dort ein Haus, Bürogebäude soweit ich weiß. Der Lärm ist durch die geringe Entfernung äußerst unangenehm. Wenn ich das Fenster öffne, kann man sich kaum noch unterhalten. Die Baustelle ist tagsüber, nicht nachts. Nun wollte ich fragen, ob ich mich auf die 25 Prozent Mietminderung berufen kann oder auf mehr? Auch frage ich mich, ob man für die bereits gezahlten Mieten ( 2 Monatsmieten inklusive Nebenkosten), falls die Mietminderung bewilligt wird, auch Geld zurückerhält???

    Liebe Grüße, Maksim Melichar

    • Mietminderung.org
      9. Oktober 2013 - 08:33 Antworten

      Hallo Maksim,

      Sie können sich nur an Urteilen orientieren. Aber beachten Sie: Gerichtsentscheide sind immer Einzelfallabhängig. Vielleicht helfen Ihnen die Urteile zum Bailärm in dieser Mietminderungtabelle weiter.

      Hier noch ein Artikel für Sie: Mietminderung rückwirkend möglich?

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Helena
    17. Oktober 2013 - 10:25 Antworten

    Guten Tag,
    ich hoffe Sie können mir weiterhelfen. Direkt vor unserer Tür wird ab heute der ganze Platz umgestaltet. Der bereits vorhandene Netto Markt wird abgerissen und ein neuer soll gebaut werden. Davor soll auch ein Parkplatz entstehen, die Bäume hierfür wurden schon vor Monaten entfernt. Nun fangen die Bauarbeiten an.Vom Vermieter haben wir nur ein Schreiben über mögliche Behinderungen, Lärm- und Staubbelästigung erhalten. Nirgends steht jedoch wie lange die Bauarbeiten gehen sollen. Können wir hier auch einen Mietnachlass bekommen?
    Mit freundlichen Grüßen

    • Mietminderung.org
      21. Oktober 2013 - 08:03 Antworten

      Hallo Helena,

      wenn Ihren Wohnung durch den Baulärm nicht mehr Mangelfrei ist, sollten Sie tatsähclih recherchieren in welcher Höhe eine Mietminderung wegen dem Baulärm möglich ist. Einen Ansatz können Ihnen die Urteile im Artikel liefern aber auch unsere Mietminderungstabelle.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Hase
    2. November 2013 - 14:57 Antworten

    Die Wohnung unter mir wurde im Sommer ziemlich geräuschvoll saniert.
    Das ist hinzunehmen.

    Anfang September zog ein neuer Mieter ein. Da wurde natürlich gebohrt und gehämmert. Und das manchmal stundenlang.
    Muss man hinnehmen. Ist mir klar.

    Aber muss ich auch hinnehmen, dass der neue Mieter immer noch, nach 2 Monaten, fast täglich bohrt und hämmert? Das ganze auch gerne mal während der Ruhezeiten (Mittagszeit, abends, Sonntag).

    Besonders störend empfinde ich, dass der Lärm nicht kontinuierlich da ist. Es hört sich an als würde ein Loch gebohrt, dann folgt eine Pause welche zwischen 10 Minuten und 2 Stunden dauert, möglicherweise wird auch in der Bohrpause ein wenig gehämmert und geklopft. Gelegentlich wird auch einfch nur ein Loch gebohrt, was dann auch mal um 21 Uhr stattfinden kann.

    Das kann doch nicht sein. Vor allem frage ich mich, wo da noch Löcher zu bohren gehen.
    Die Nachbarin war unten um sich zu beschweren und um Rücksicht zu bitten und erzählte mir von einem „riesigen Loch“ in der Wand. Es sähe aus, als da ein großer Safe eingebaut werden sollte. Sollte das der Fal sein, kann das doch nicht erlaubt sein, oder? Ich denke da an Statik kene mich da aber auch nicht aus.

    Wenn ich am Sonntag die Polizei rufe und der da unten gerade mal still ist, ziehen Beamten unverrichteter Dinge wieder ab, weil „es ist ja gerade nichts zu hören“.

    Mittlerweile liegen meine Nerven blank. Ich bin chronisch krank, vollzeit berüfstätig, was mir sehr schwer fällt, und brauce meine Erholung abends und am Wochenende. Eine Regelmässigkeit ist in den Aktivitäten des neuen Mieters nicht zu erkennen. Der Lärm kommt immer ganz überraschend.

    Das Gespräch mit der Hausverwaltung scheu ich, wie viele der anderen Mieter hier, da das Verhältnis da allgemein sehr gespannt ist (sachlich und rechnerisch falsche Nebenkostenabrebrechnungen seit Jahren und einiges anderes, was ausufern würde zu schildern).

    Einen Termin beim Mieterverein habe ich erst in 10 Tagen.

    Was kann ich tun?

    • Mietminderung.org
      9. November 2013 - 13:04 Antworten

      Hallo Frau Hase,

      danke für Ihren Kommentar. Leider ist der Kontakt zum Hausverwalter bzw. zum Eigentümer immer der erste Schritt. Wenn Sie hier kein Gespräch suchen wollen, sehe ich kaum Möglichkeiten wie das Mangel abgestellt werden sollte.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Hannes Brandt
    4. November 2013 - 10:30 Antworten

    Guten Morgen,

    unser Wohnhaus ist mittlerweile 9 Monate mit einem Gerüst umbaut. Lt. Schreiben des Vermieters sollte dies nur 3 Monate dauern. Es sind nicht wirklich Fortschritte zu erkennen und gearbeitert wird nur in unregelmäßigen Abständen. Es kommt immer wieder zu Bohrarbeiten die bevorzugt morgens um Sieben ausgeführt werden. Die Arbeiter stehen vor den Fenstern, rauchen und unterhalten sich lautstark.
    Heute Morgen habe ich mal mit meinem Handy eine Dezibelmessung durchgeführt und die spitze lag bei 95. Meine Frage ist kann ich aufgrund der überschrittenen Länge der arbeiten und der unregelmäßigen Lärmbelästigung eine Mietminderung durchführen?
    Wir können die Fenster nicht auflassen wenn wir aus dem Haus gehen wegen einbruchsgefahr und auch nicht mehr ungestört in der Wohnung rumlaufen da ständig arbeiter vor den Fenstern stehne und rein glotzen besonders wenn meine Freundin herumläuft. =)

    Viele Grüße

    Hannes Brandt

    • Mietminderung.org
      9. November 2013 - 13:02 Antworten

      Hallo Hannes,

      solange es sich nicht um eine energetische Sanierung handelt, spielt der Zeitraum der Einschränkung in meinen Augen eine untergeordnete Rolle. Mit ist zumindest nicht ganz klar, warum Sie in den ersten drei Monaten eine Mietminderung ausschließen.

      Lassen Sie sich zu Ihrem Einzelfall bitte rechtlich beraten.

      Viele grüße

      Dennis Hundt

  • Alexander Schweppe
    9. November 2013 - 15:41 Antworten

    Guten Tag,
    bei uns wird ab Montag für 2 Wochen nachts die Trambahnstrecke umgebaut, geteert, was auch immer. Die Bauarbeiten finden immer nachts zwischen 22h und 6h statt, Lräm und Flutlicht mit inbegriffen. Wir haben in der Wohnung noch alte Fenster, die nicht wirklich gut isolieren geschweige denn den Lärm abhalten. Was darf ich ich mir hier erhoffen?

    Besten Gruß,
    Alex

  • Katharina Jaensch
    10. November 2013 - 16:50 Antworten

    Hallo,

    ich reihe mich hier mal in die Liste der Fragensteller mit ein.
    Ich wohne in einem Haus mit drei Mietwohnungen, von denen eine im EG nicht belegt ist. Seit gut 1 1/2 Jahren wird die Wohnung im EG Kernsaniert. Dadurch kam es etwa 1 bis 2 mal wöchentlich zu enormem Lärm. Seit etwa 3 bis 4 Monaten wird auch im 1. Stock das Badezimmer und die Küche von Grund auf neu gebaut (inkl. Abriss und Neubau eines Anbaus). Hierbei entstand fast täglich großer Lärm. Meistens ab ca. 7.30 Uhr über die Mittagsstunden hinweg bis ca 17 Uhr.

    Mein Lebensgefährte und ich arbeiten beide in Schichten und müssen deshalb oft tagsüber schlafen. Dies ist seit diesem Jahr nur noch teilweise und in den letzten Wochen sogar kaum noch möglich. Den Lärm, wenn Wände abgrissen oder Fenster direkt unter dem Schlafzimmer eingesetzt werden, kann man sich vorstellen.

    Das Wasser wurde bereits mehrfach kurzzeitig abgestellt – ohne Ankündigung oder mit Ankündigung unmittelbar vorher. Das Gas wurde diese Woche ebenfalls einen Tag lang abgestellt. Eine Information erfolgte einen Tag vorher schriftlich.

    Angekündigte Arbeiten in unserer Wohnung – für die ich extra Urlaub genommen habe – wurden erst am Tag des Termins abgesagt. Ein neuer Termin kam durch unsere Schichtpläne nicht zu Stande. Im Verlauf dieser Unterhaltung teilte uns der Vermieter auch mit, dass er ab jetzt keine Rücksicht mehr auf unsere Schichtdienste nehmen würde und so war es dann auch. In den folgenden Tagen war es fast unerträglich laut.

    Nun stellt sich für mich die Frage, für wie lange ich rückwirkend die Miete kürzen kann. Kann ich für ein ganzes Jahr rückwirkend die Miete kürzen, auch wenn die Lärmbelästigung am Anfang des Jahres „nur“ ca. ein mal die Woche auftrat? Die „Mängelanzeige“ haben wir bereits am Anfang der Bauarbeiten erledigt. Da teilten wir unserem Vermieter bereits mit, dass wir tagsüber schlafen müssten und baten darum, die lauten Arbeiten vom Vormittag auf den Nachmittag zu verschieben. Dies wurde anfangs noch berücksichtigt, aber seit einem guten halben Jahr ist davon nichts mehr übrig.

    Ich bedanke mich schon jetzt fürs Lesen und wünsche noch einen schönen Sonntag.

  • Benjamin
    12. November 2013 - 15:06 Antworten

    Guten Tag.
    Ich wohne im Dachgeschoß eines Mehrfamilienhauses. Seit ca. 4 Wochen wird die Dachterrasse meines Nachbarn neben mir umgebaut. Ebenfalls seit ca. 4 Wochen werden arbeiten an der Fassade gemacht. Meine Bad- und Küchenfenster sind zu dieser Seite ausgerichtet, so dass ich genau auf das Baugerüst gucken muss. Ferner können die Bauarbeiter durch diese Fenster in meine Wohnung gucken. Der Baulärm selbst geht fast täglich von 7-15 Uhr.
    Auch wenn meine Wohnung selbst nicht direkt von den Bauarbeiten betroffen ist; hätte der Vermieter die Maßnahmen nicht ankündigen müssen?
    Wie ist die beste vorgehensweise bei dieser Problematik?

  • kathinka
    25. November 2013 - 16:40 Antworten

    Lieber Herr Hundt,

    auch ich hätte eine Frage: Bei uns im Haus wurden letztes Jahr von Oktober bis Mitte Januar 2 Wohnungen grundsaniert. Bei der einen Wohnung gab es tagsüber 2 Wochen durchgehend Baulärm, bei der zweiten Wohnung 4 Wochen lang. In der restlichen Zeit war es nicht so massiv, da gab es nur hin und wieder Lärm. In diesen 6 Wochen war es jedoch extrem laut, zumal die zweite Wohnung direkt an mein Wohnzimmer angrenzt. Teilweise musste ich richtig aus der Wohnung flüchten, weil der Dauerlärm unerträglich war.

    Leider wußte ich bisher nicht, dass ich hier die Miete hätte mindern können – ich dachte, dass ich das im Haus hinnehmen müsste. Habe ich im Nachhinein noch Anspruch auf eine Mietminderung oder hätte ich das sofort melden müssen?

    Herzliche Grüße
    Kathinka

  • Carina
    18. Dezember 2013 - 07:57 Antworten

    Hallo,

    ca. 20 m gegenüber von meinem Schlafzimmerfenster wird gerade ein Autohaus gebaut. Ich werde jeden morgen (außer sonntags) pünktlich um 6:30 Uhr geweckt. Das geht dann bis 20 Uhr.
    Soll ich mich an unsere Mietgesellschaft wenden?

    Mfg, Carina

    • Mietminderung.org
      18. Dezember 2013 - 11:36 Antworten

      Hallo Carina,

      wenn der Baulärm für Sie einen Mangel darstellt und Sie die Miete mindern möchten, dann müssen Sie den Mangel natürlich anzeigen. Wenn Sie alleine mit einer Mietminderung nicht weiterkommen, lassen Sie sich am besten von einem Anwalt beraten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Berger Maik
    11. Januar 2014 - 15:35 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    wir sind Mieter einer Wohnung in Oberbayern, Landkreis TS.( Leider muss das dazu schreiben da die Bayern ja Ihre eigenen Gesetze hat.) Wir hatten Baubedingten Schimmel in der Wohnung, ein Gutachter hatte festgestellt das eine Abdichtung im Kellergeschoss fehlt und der Schimmel daraus resultierte. Auch die Nachbarwohnung war von diesem Problem betroffen. Nach einem halben Jahr machte sich der Sohn des Vermieters an die Arbeiten. So kam er nicht drum herum den Eingangsbereich neu zu machen. Dies war jedoch nicht in unserem Interesse. Da Abbrucharbeiten stattfinden mussten wurde der Abbruch einfach in den Garten neben an aber direkt vor unserer Eingangstür gelagert. Dort liegt er mitweile seit Mai 2013. Die Nachbarwohnung ist inzwischen leer und wird jetzt „Kernsaniert“. Die Sanierung wurde uns nicht mitgeteilt, weder schriftlich noch mündlich, man sprach nur von einer Renovierung. Die Arbeiten werden auch am Samstag durchgehend von 8Uhr Morgens bis 20uhr Abends durchgeführt. Also auch über die Mittagsruhe durch, wie jetzt am 11.01.2014 um 14.25 Uhr. Es wird geflext, gestemmt und gehämmert. Der Müll (Abruch) wird wieder in den Nachbarsgarten direkt auf den bestehenden Schutthaufen geschmissen. Die ganzen Arbeiten, also im Aussenbereich und jetzt in der Wohnung, dauern schon seit Mai 2013. Und der Vermieter sagte das der Schutt auch so schnell nicht Entsorgt wird.

    Meine Fragen: müßen wir uns diesen Schutthaufen über diesen Zeitraum gefallen lassen?
    – darf die Ruhestörung missachtet werden?
    – darf die Sanierung ohne Ankündigung stattfinden?
    – dürfen wir die Miete aufgrund der Vorkommnisse mindern, wenn Ja wieviel Prozent?

    Vielen Dank im vorraus.
    Mit freundlichen Grüßen
    Maik Berger

    • Mietminderung.org
      19. Januar 2014 - 13:17 Antworten

      Hallo Maik,

      ich kann und darf Ihre Fragen hier nicht mit Ja oder Nein beantworten, möchte Ihnen aber mit einem Artikel helfen: Mietminderung: Renovierungsarbeiten in Nachbarwohnung

      Im Zweifel würde ich mich immer rechtlich beraten lassen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Marie
    22. Januar 2014 - 10:27 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    ich wohne an einer Hauptstraße die über die nächsten zwei Jahre komplett saniert werden soll. Der Baulärm tatgsüber macht mir nichts aus nur ist es leider so dass in den letzten Tagen jede nacht gegen 0:00 Uhr ein Baufahrzeug kommt und Arbeiten an den Straßenbahnleitungen durchführt was ein pünktlichen einschlafen für mich nicht möglich macht. Hab ich in diesen Fall das Recht auf Mietminderung?

  • Julia
    30. Januar 2014 - 11:20 Antworten

    Hallo,

    unser Vermieter lässt in unserem Innenhof Bäume fällen und wird womöglich ein neues Wohnhaus an unseres heranbauen. Wir wurden bis jetzt noch nicht informiert und der Lärm fängt gegen ca. 7.00 Uhr an und hört ca. 17.00 Uhr auf. Wir sind auch gerade alle in der Prüfungszeit und fühlen uns durch den Lärm sehr gestört.

  • Max
    15. Februar 2014 - 15:28 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    Ich wohne jetzt seit September in einem Altbau im 2 Stock.
    Da es im Sommer Überschwemmungen gab wurde damit das EG unbewohnbar, welche 3 Wohnungen beinhalten.
    Seit Dezember nun werden die Wohnungen total auseinander genommen (wurde nicht von dem Vermieter schriftlich mitgeteilt). Mit Persslufthämmern und ständigen Bohren und dem Schmutz im ganzen Treppenhaus vor allem Eingangsbereich macht es die Lebenssituation unerträglich.
    Der Lärms fängt immer um sieben an und da die Wände sehr dünn sind hört man alles.
    Tagsüber ist es kaum möglich eine Unterhaltung in der Wohnung zu führen geschweige denn für die Prüfungen zu lernen.
    Somit ist die Wohnung für mich bis frühestens 16:00 Uhr ungebrauchbar.
    Zusätzlich hat der Vermieter nun begonnen im ersten Stock eine Wohnung zu renovieren, was noch mehr Lärms mit sich trägt.
    Oftmals wird auch unangekündigt das Wasser abgeschaltet und fehlt für mehrere Stunden.
    Im November hat dann im Nachbarhaus im Erdgeschoss auch angefangen die Wohnräume völlig auseinander zu nehmen.
    Ich fühle mich nun ls ob ich auf einer Baustelle wohnen würde.
    Vor einer Woche kammen dann auch zementmischer an um den Boden aufzufüllen was einen höllischen larm machte und bis 17 Uhr dauerte.
    Komischer weise wurde jetzt auch eine Wand eingerissen wodurch wenn man in den Eingangsbereich tritt nicht mehr auf eine wand mit Tür schaut sondern völlig in den Wohnraum der Baustelle.

    Ich hoffe dass sie mir bei meiner Angelegenheit weiter helfen können und mir sagen können ob ich Recht auf eine Mietminderung habe und vor allem in welcher Höhe.
    Ich wohne in Passau, wobei ich glaube dass dies beim recht kein unterschied macht.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Maximilian

  • Alex
    22. Februar 2014 - 10:11 Antworten

    Guten Morgen, in unserer Nachbarschaft wird gerade ein Haus abgerissen und als Mehrfamilienhaus wieder aufgebaut. Wir rechnen mit Baulärm für ca. 1 Jahr. Heute Morgen (Samstag 8 Uhr) musste ich wie die letzten Tage das Fenster zum Schlafzimmer schließen, damit es halberträglich wurde. Kann ich hier auf Mietminderung plädieren?

  • Kirstin
    17. März 2014 - 14:28 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    wir sind im Juli 2013 in die Innestadt (NRW-Ruhrgebiet) gezogen, in eine wunderschöne 3 Zimmer Altbauwohnung in der ersten Etage. Nach vorne raus befindet sich ein Bahnhof mit Güterverkehr und eine Hauptverkehrsstraße. Nach hinten raus haben wir einen Balkon, der absolut ruhig ist (kleiner Parkplatz mit Bäumen, übern Innenhof einer Metzgerei).

    Zwei Häuser weiter steht ein alter Kriegs-Luftschutzbunker, der nun einem „Kaufpark“ weichen soll. Zusätzlich sind weitere 3 Häuser neben diesem Bunker betroffen, die bereits entkernt werden. Unser und unser Nachbarhaus sind die einzigen Häuser die auf dieser Straße stehen bleiben. Der Bunker soll diese Woche gesprengt und nach uns nach abgetragen werden. Der Kaufpark soll Anfang 2015 eröffnen.

    Der Balkon wird vom Bunker von der Straße und dem Bahnhof lärmtechnisch abgeschirmt. Der Kaufpark soll 4m niedriger werden als der Bunker.

    Das das alles so passiert ist seit 2012 bekannt. Weder unsere Marklerin (die sehr viel Geld bekommen hat) noch unser Vermieter hat irgendwas in dieser Richtung vor oder während der Mietvertragsunterzeichnung erwähnt. Der ruhige Balkon nach hinten raus, war für uns der ausschlaggebene Grund diese Wohnung zu nehmen. Ich habe das alles vor kurzem aus dem Internet erfahren. Zusätzlich kommen wir nicht aus dieser Ecke, sonder sind aus über 35km dazu gezogen?

    Wir haben uns damit abgefunden das man Tagsüber (bis 20 Uhr) zur Straße raus kein Fenster aufmachen kann – man versteht sein eigenes Wort nicht mehr – konnten aber die Fenster nach hinten raus immer öffnen. Das wird die nächsten ca. 1,5 – 2 Jahre nicht möglich sein, weil dort Baustellenlärm die Wohnung durchflutet. Zusätzlich können wir den Balkon nur noch eingeschränkt nutzen, Wäsche aufhängen, Gemüse anpflanzen geschweige denn einfach draußen sitzen ist aus Schmutz- und Lärmgründen nicht mehr möglich.

    Zusätzlich arbeitet mein Lebensgefährt ausschließlich abends und nachts und schläft dementsprechend tagsüber. Auch sein Schlaf wird durch den Lärm beeinträchtig. Zusätzlich fallen Parkplätze für Anwohner weg und werden zu Parkplätzen für den „Kaufpark“.

    Entschuldigen Sie bitte das ich so weit ausgeholt habe, mich macht die ganze Angelegenheit nur sauer. Wir haben viel Geld in die Renovierung der Wohnung investiert und hätten wir die Umstände vor unserem Einzug gewusste, hätten wir diese Wohnung wahrscheinlich nicht genomme.

    Haben wir wenigstens ein Recht auf Mietminderung während der Bauszeit? Umziehen möchten wir auf keinen Fall noch einmal in so kurzer Zeit. Wie können wir am besten vorgehen um unseren unmut zu äußern. Man hätte uns ja wenigstens was sagen können beim Einzug…

    Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns Tipps und weitere Vorgehensweisen nennen könnten und sind gespannt auf Ihr Feedback. Vielen Dank im Voraus.

    Beste Grüße
    Kirstin

    • Mietminderung.org
      21. März 2014 - 12:03 Antworten

      Hallo Kirstin,

      die entscheidende Frage ist, ob auf den Medien oder einfach anhand des äußeren Erscheinungsbildes des Umfelds zu erkennen war, dass es Neubau- und/oder Sanierungsarbeiten geben wird. Stickwort: Mangelkenntnis bei Mietvertragsabschluss
      Im Zweifel würde ich auch hier empfehlen, den Rat eines Anwalts einzuholen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Kathleen Saupe
    8. April 2014 - 10:32 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    ich wohne & arbeite seit gut einem Jahr neben einer Baustelle, auf der ein Neubau (Sechsgeschosser) hochgezogen wird. Irgendwie nehmen diese Bauarbeiten kein Ende.

    Ich bin Eigentümer meiner Wohnung mit angeschlossenem Büro und sitze quasi nur rund 5 Meter neben dieser Dauerbaustelle. Stehen mir als Eigentümer, der ja ebenfalls durch Lärm & Dreck belästigt wird, eigentlich auch irgendwelche Forderungen an den Hauseigentümer des Nachbargrundstücks/Bauträger zu?

    Ich freue mich auf Ihre Reaktion!

    • Mietminderung.org
      9. April 2014 - 09:01 Antworten

      Hallo Kathleen,

      ich kann Ihnen leider nur raten einen Rechtsanwalt zu möglichen Schadenersatzansprüchen zu befragen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Fried Neumann
    16. April 2014 - 16:42 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    seit Januar 2013 bis März 2014 hatte ich im Haus und im Nachbarhaus (ein Komplex) von 7,00 – 18,00 Uhr unerträglichen Baulärm.

    Meinen Vermieter (Wohnungsgesellschaft) hatte ich in mehreren Briefen auf mein Recht der Mietminderung hingewiesen. Dieser ignoriert meine Schreiben. Was soll ich tun?

    Für Ihre Antwort besten Dank im voraus!

    • Mietminderung.org
      19. April 2014 - 17:51 Antworten

      Hallo Fried,

      für eine Mietminderung brauchen Sie nicht die Zustimmung Ihres Vermieters – dieser muss Ihnen die Mietminderung nicht „erlauben“. Wenn Sie sich alleine nicht weiter trauen, sollten Sie rechtlichen Rat einholen.

      Hier noch ein Artikel für Sie: Mietminderung rückwirkend möglich?

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Fried Neumann
        23. April 2014 - 08:52 Antworten

        Hallo Herr Hundt,

        vielen Dank für Ihre Antwort. Nur Ihre Antwort nützt mir nichts.Wieso „erlauben“.

        Ich dachte mir steht für Baulärm und der ständige Ausfall in der Bauphase an Heizung, Strom,Wasser (Warmwasser) eine Minderung zu.

        Mit freundlichen Grüßen

        Fried Neumann

        • Mietminderung.org
          23. April 2014 - 10:07 Antworten

          Hallo Fried,

          ich wollte nur sagen, dass Sie Ihren Vermieter nicht fragen müssen, ob Sie die Miete mindern dürfen. Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie die Miete mindern können, dann müssen Sie die Miete angemessen mindern. Wenn Sie sich unsicher sind, würde ich einen rechtliche Beratung empfehlen.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

          • Fried Neumann
            26. April 2014 - 09:25 Antworten

            Hallo Herr Hundt,

            OK, danke.

            Mit freundlichen Grüßen

            F.Neumann

  • Frank Lipper
    3. Juni 2014 - 11:16 Antworten

    In einem Baugebiet direkt neben meiner Wohnung wird seit 3 Jahren ununterbrochen gebaut, auch am Wochenende, Samstag, Sonn- und Feiertags.
    Zoll und Ordnungsamt fühlen sich nicht zuständig.
    Das Baugebiet gehört den Vermietern.
    Kann ich die Miete auch nachträglich mindern ?
    Gruß
    Frank

  • Frank Lipper
    3. Juni 2014 - 11:45 Antworten

    Danke – kommt hier ja in Frage da ich nicht gewusst habe dass Baulärm ein Mietminderungsgrund ist.
    Bin ja jetzt im Mieterbund, ein Anwalt hatte da bisher wohl nicht so das Interesse oder die Ahnung.
    Und die sind seit ziemlich genau 3 Jahren am Werk (Neubausiedlung mit 27 Häusern in einer von Häusern seit Jahrzehnten umbauten großen Wiese)

  • Matthias Riemer
    26. Juni 2014 - 14:03 Antworten

    Hallo

    Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen. Seit einigen Monaten wird in unserer Strasse die Kanalisation erneuert was natürlich Beeinträchtigungen mit sich bringt. So weit so gut.
    Inzwischen sind die Bauarbeiten bis zu unserem Haus vorgedrungen, und es ist weder möglich die Fenster zu öffnen ohne extreme Lärmbelastung, noch ist es für mich als Schichtarbeiter möglich tagsüber in ruhe zu schlafen.
    Hinzu kommt nun auch noch das bei den Baggerarbeiten Erschütterungen im ganzen Haus zu spüren sind was das ganze mittlerweile unerträglich macht.
    Ist es in einem solchen Fall sinnvoll über eine Mietminderung nachzudenken? Wenn ja an wen richte ich mich? Vermieter, Bauträger, Rechtsanwalt?
    Ich wäre für einen Tip dankbar.

    Mit herzlichen Grüßen
    M. Riemer

  • Harald-René Flasch
    1. Juli 2014 - 07:34 Antworten

    Inwieweit kann das auf österreichisches Mietrecht angewendet werden?

    Konkret interessiert mich „Der Vermieter saniert oder baut um“.

    Folgendes trifft zu.
    Dachgeschoßausbau, Baulärm, Schmutz, Baugerüst: 22 % (LG Berlin MM 1994, 396).

    Danke und freundliche Grüße aus AT,
    Harald-René Flasch

    • Mietminderung.org
      3. Juli 2014 - 15:37 Antworten

      Hallo Herr Flasch,

      Sie sollten dieser Frage an einen Anwalt richten, der sich mit dem Österreichischen Mietrecht auskennt, hier können wir Ihnen leider nicht weiterhelfen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Harald-René Flasch
        4. Juli 2014 - 08:29 Antworten

        Danke für Ihre Antwort, aber warum immer gleich Anwalt?

        Anwalt = teuer

        Besser in diesem Fall: Österreichische Mietervereinigung (MVÖ). Von denen habe ich folgende Antworten erhalten:

        laut österreichischer Judikatur sind 25 % in der Regel die Obergrenze bei Lärmbeeinträchtigung, wobei immer die konkreten Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen sind.

        Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung!

        das hängt wohl auch von einer allfälligen Vereinbarung (z.B. Hausordnung) ab. Bis 6:00 Uhr sollte jedoch jedenfalls Ruhe herrschen.

        Viele Grüße,
        Harald-René Flasch

        • Mietminderung.org
          9. Juli 2014 - 19:38 Antworten

          Hallo Herr Flasch,

          bei einem Mieterverein wird man in der Regel für Jahre Mietglied, das muss nicht unbedingt günstiger sein als eine Beratung vom Anwalt. Aber wunderbar, wenn Sie mit der Info der Mietvereinigung weitergekommen sind.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

  • Sammy
    10. Juli 2014 - 20:26 Antworten

    Hallo,
    ich habe folgendes Problem:
    Es wurden seit Anfang Juni Sanierungsarbeiten in der Wohnung über und unter mir gemacht die nicht angekündigt waren.Erst nach Tagen als hier schon gewerkelt wurde hing ein Aushang im Flur wo man sich VORAB schon mal für Baulärm entschuldigt.
    Das sowas nicht lautlos von statten geht ist mir auch klar :-)
    ABER,das die Arbeiter die Mieter ab morgens um 6:45 Uhr aus den Betten klingeln weil Sie keine Schlüssel für die Haustüre und Kellerraum haben finde ich geht etwas zu weit!
    Ich habe mich darauf Beschwerd und erfahren das der Hausmeister keinen Schlüssel der Haustüre an die Arbeiter geben möchte,man sollte im Haus klingeln! Ich habe darauf wiederrum die Wohnungsbaugesellschaft gebeten das der Hausmeister dann auch den Arbeitern morgens die Türe aufschließen soll.Man schrieb mir zurück das man die Arbeiter bitten würde nicht mehr bei mir zu klingeln ?!…aber dafür bei den anderen Nachbarn?! …und man wies den Vorwurf zurück das der Hausmeister so etwas gesagt hätte …
    Natürlich hörte das geklingel bis vorgestern auch nicht auf!
    Angesehen davon hätte ab ca 7:15 eh keiner weiter schlafen können weil man dann schon anfing mit presslufthammer und co zu arbeiten.
    Der Strom für die Geräte wurde mit Verlängerungskabel aus dem Keller(durch den ganzen Hausflur) mit allgemeinstrom betrieben.
    Nun meine Hauptfrage: mit wieviel % ist da eine Mietminderung möglich? Ich habe leider keinen vergleichbaren Beitrag im Netz gefunden.
    Und : Hätten die Sanierungsrabeiten in den im Mietvertrag festgehaltenen Ruhezeiten eingehalten werden müssen?

    Vielen Dank

    • Mietminderung.org
      15. Juli 2014 - 12:40 Antworten

      Hallo Sammy,

      danke für Ihren Beitrag. Leider kann ich Ihnen einen Prozentsatz X für eine Mietminderung nennen. Ich würde mich an Rechtsprechung orientieren.

      Stellen Sie am besten Ihre Klingel ab, einfach als Tipp am Rande.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Maximilian Voelker
    15. Juli 2014 - 12:20 Antworten

    Hallo,

    meine Nachbarn und ich haben derzeit folgendes Problem:

    In der Nachbarschaft (1 Querstraße weiter) wird derzeit ein ehemaliges 2te Weltkriegsgebäude mit Asbesteindeckung abgerissen. Die Abrissarbeiten gehen seit ca. 1 Monat und sollen sich auf 24 Monate erstrecken. Im Anschluss soll dann gleich eine Neubausiedlung hingebaut werden, wodurch sich ein Ende des Baustellenlärms nicht herauskristallisiert hat.
    Auf dem Dach des Gebäudes sind Bagger plaziert, die das Gebäude mit Schlaghammeraufsätzen (wenn das so heißt) Stück für Stück abreißen sollen. Diese Bagger arbeiten ohne Unterbrechnung von ca. 7 Uhr morgens bis 18 bzw. 19 Uhr abends. Durch diese Lärmbelästigung ist es daher nicht möglich die Fenster bzw Terassentür (wir haben eine kleinen Garten) zu öffnen.
    Es laufen in der Nachbarschaft schon Unterschriftenaktionen gegen diesen Abriss (sollte durch Demonstrationen im Vorfeld schon verhindert werden) und daher ist meine Frage, ob hier eine Mietminderung möglich bzw. gerechtfertigt wäre.
    Vielen Dank schon mal für die Hilfe.

    Viele Grüße,

    Maximilian Voelker

  • Dieter Schumacher
    21. Juli 2014 - 13:08 Antworten

    Hallo,

    Seit ca. 4 Wochen befindet sich direkt neben unserer Mietwohnung eine Großbaustelle, auf der Geschäfts- und Miethäuser errichtet werden sollen. Seit nun mehr 4 Tagen, also auch komplett über das Wochenende läuft 4 Meter neben unserem Haus ununterbrochen eine Wasserpumpe, laut Bauarbeiter eine sogenannte Vakuumpumpe. Ich würde gerne wissen ob der Betrieb dieser Pumpe nach 22 Uhr und am WE überhaupt zulässig ist. Durch die Sommerhitze haben wir nachts unsere Fenster auf Kippe und durch den Lärm der Pumpe ist an einen geregelten Schlaf nicht zu denken :(

    Liebe Grüße Dieter

  • Lisa Uhlich
    29. Juli 2014 - 16:22 Antworten

    Hallo

    Wir sind im Mai in unsere neue Wohnung gezogen. Der Lärm den die Kinder überall im Haus machen, daran haben wir uns gewöhnt aber die Baustelle die seit unserem Umzug immer größer wird können wir kaum noch ertragen. Sie besteht seit 2 Wochen in der großen Form mit Vollsperrung und Baggern und Bohren usw. Tagsüber ist es unmöglich die Fenster zu öffnen.
    Nachts bauen sie ebenfalls und nur wenn alle Türen geschlossen sind und auch die Fenster ist Ruhe im Schlafzimmer (hinten raus).
    Sie haben die komplette Straße aufgerissen und bauen die Straßenbahnschienen neu.
    Ich werde langsam aggressiv weil es so warm ist und wir nicht lüften können und nachts auch bei geschlossenem Fenster schlafen müssen.
    Welche Mietminderung wäre hier angebracht?

    Danke schon einmal

  • Gast
    4. Dezember 2014 - 18:43 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    bei mir im Haus ist seit 4 Wochen eine Baustelle. Es werden 5 Wohnungen saniert (Bäder, Wände raus gerissen), die Außenfassade gestrichen (es wurde ein Gerüst gestellt) und die Fenster wurden so schlecht überpinselt von außen, dass diese nicht mehr richtig auf gehen.
    Weil uns niemand mitgeteilt hatte was gemacht wird, habe ich erst einmal abgewartet,ob es auszuhalten ist. Aber nun geht das zu lang, ständig ist Lärm und Schmutz und das Gerüst usw…
    Kann ich im Nachhinein noch die Miete mindern und wie muss ich vorgehen?
    Danke.

  • Katharina N
    28. Januar 2015 - 09:52 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    Vielen Dank für den aufschlussreichen Artikel, allerdings bin ich in meiner Sache unsicher, deswegen wollte ich um Ihren Rat bitten.
    Rahmenbedigungen: Wir sind am 1.9.2013 in unsere neue Wohnung gezogen (Hamburg). Nebenan befand sich da schon die Baustelle. (Beginnt genau an unserer Außenwand) Der Makler erklärte uns, dass dort ein Bunker von Grund auf zu Luxusappartments umgebaut wird, redete allerdings den Lärm klein. Anfänglich waren es Sprengarbeiten, danach Baggerlärm, um den massiven Schutt wegzuräumen, danach war es relativ „ruhig“ beim Hochziehen der Fundamente. Und dann fing im Januar das Bohren an. Laut eigenes Messung 85db, was die ganze Wohnung zum vibrieren bringt und nicht durch Ohropax zu reduzieren war.
    Bauzeiten waren immer Mo-Sa, 7 (manchmal auch vor 7) bis 21. Schlafen war seltens möglich (traurig, seitdem ich Nachtschichten arbeite). Das sind eindeutige Mietminderungsgründe, nun kommt das ABER: im Mietvertrag haben wir unterschreiben müssen, wegen des Lärm keine Mietminderung in Anspruch zu nehmen. Ist diese Klausel rechtswirksam? Kann man da nochwas machen?
    Wir sind verzweifelt, aber seitdem in Hamburg Wohnraum knapp ist, arrangieren wir uns seit 1.5 Jahren damit.

  • Badia Freywald
    5. Februar 2015 - 21:11 Antworten

    Guten Tag,
    Ihre Seite hat mir in den letzten Monaten schon um Einiges geholfen. Dazu erstmal vielen Dank! Nun habe ich aber noch eine konkrete Frage: Seit vielen Monaten sind Bauarbeiten im Mietshaus, wo ich wohne. Hauptsächlich der Abriss der obersten Etage, um 2 neue Stockwerke aufzubauen. Ich habe wegen unerträglichen Lärms die Miete gemindert. Des Weiteren soll auch noch eine Hauswand gedämmt werden, ein Fahrstuhl von Außen angebaut, bei einigen Nachbarn werden Fenster erneuert, Balkone usw. und bei Allen (meine Whg eingeschlossen) wurden neue Türen eingesetzt. Ich überblicke überhaupt nicht, welche Bauarbeiten in letzter Zeit dran waren aber nun schreibt meine Vermieterin: „Da Sie 2 Monate Sanierung dulden müssen, steht uns noch die Differenz zur vollen Miete für 2 Monate zu.“ Was soll ich nun davon halten? Ich habe zum Ende des Monats gekündigt und bange natürlich eh schon um die Kaution und nun das. Da ich selber nicht überblicken kann, ob in den letzten 2 Monaten Instandsetzungsmaßnahmen dran waren oder nicht, bin ich ratlos. Überhaupt frage ich mich, ob nicht schon die extrem lange Dauer der Lärmbelästigung die Mietminderung rechtfertigt?
    MfG Freywald

    • Mietminderung.org
      9. Februar 2015 - 19:22 Antworten

      Hallo Badia,

      beim einem Mangel (Lärm, Dreck) unterscheidet man nicht zwischen Modernisierung und Instandhaltung. Ich kann also nicht nachvollziehen, dass Ihre Vermieterin überhaupt mit den zwei Monaten aussagen will.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Berntd
    8. April 2015 - 09:45 Antworten

    Hallo,
    ich habe folgende Frage:
    Wir wohnen seit Sommer 2010 in unserer jetzigen Wohnung. Nach relativ langem hin und her wird nun seit November 2014 direkt gegenüber (keine 10m entfernt) ein Einkaufszentrum erweitert.
    Die Baustelle dürfte gut 3000qm groß sein. Fertigstellung laut Plan im Frühjahr 2016.

    Neben dem jetzt schon verbauten Ausblick, bringt so ein Neubau natürlich Lärm mit sich. Unser einziger Balkon geht in Richtung Baustelle, und es ist zu befürchten, das eine entspannende Nutzung in diesem Sommer nicht stattfinden kann. Auch Wohn- und Esszimmer weisen genau in Richtung Baustelle.

    Macht es hier Sinn, den Vermieter bezüglich einer Minderung zu kontakten?

  • Berntd
    13. April 2015 - 12:44 Antworten

    Hallo Dennis,

    vielen Dank für die Antwort.

    Zum Zeitpunkt unseres Einzuges war nicht absehbar, ob es einen Neubau geben wird, die Idee schwirrte wohl schon Jahrzehnte durch diverse Köpfe, aber es gab keinen Hinweis, weder vom Makler noch durch Schilder oder beginnende Baumassnahmen, die ersten Anzeichen gibt’s erst seit einem Jahr.

  • Berntd
    21. April 2015 - 14:09 Antworten

    nochmals anders formuliert:
    Als wird im Sommer 2010 in die Wohnung gezogen sind, war die jetzige Baustelle noch eine Grünfläche mit Bäumen und gepflastertem Weg (sowie Sitzgelegenheiten) ins bisherige Einkaufszentrum und zwei vermietete mehrfach Parkplätze mit Schranken. Es lag dort noch nie eine Bebauung vor.
    Muss ich also, wenn ich in einer Stadt an eine Grünfläche ziehe, immer damit rechnen, das diese irgendwann mal bebaut wird, auch wenn sie zuvor Jahrzehnte „brach“ lag?
    (Auf der Rückseite des Hauses ist ein ausgewiesener Park…)

    • Mietminderung.org
      21. April 2015 - 14:12 Antworten

      Hallo Berntd,

      man muss sicher nicht damit rechnen, dass jeder Park irgendwann bebaut wird. Jeder Fall ist einzigartig, daher kann ich Ihnen nicht verlässlich sagen, ob Sie mit der Baustelle hätten rechnen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Biggi
    21. Mai 2015 - 15:14 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    ich hab ein großes Anliegen und zwar:

    Das Haus in dem ich wohne wurde an einen neuen Eigentümer verkauft, der nun mein neuen Vermieter ist. Er hat mich schon mal vorgewarnt, dass das Haus einmal renoviert wird und die Miete steigen wird!
    Kann er das so einfach machen?? ist dies rechtens von dem neuen Vermieter aus. Denn das Haus ist bewohnt meine Kinder und ich wohnen hier und er will einfach renovieren! Muss er nicht den Mietvertag mit übernehmen den er bekommen hat???

    Bitte helfen Sie mir…

    Freundlichen Gruß
    Biggi

    • Mietminderung.org
      24. Mai 2015 - 10:30 Antworten

      Hallo Biggi,

      der Mietvertrag wird vom neuen Eigentümer übernommen, richtig. Eine Mieterhöhung in Kombination mit einer Renovierung ist in erster Linie bei Modernisierungsmaßnahmen möglich.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Bianka
    6. Juli 2015 - 08:17 Antworten

    Guten Tag,
    seit März diesen Jahres wird gegenüber von meinem Haus ein neues errichtet. Als wir vor knapp 2 Jahren eingezogen sind stand dort noch ein kleiner Wald. Kurz danach wurde der abgeholzt, stand lange einfach so rum und dann fingen sie nun an. Mittlerweile sind die arbeiten jeden Tag so laut, dass man nicht mehr die Fenster öffnen geschweige denn auf der Terasse oder im Garten sitzen möchte. Und das im Hochsommer.
    Natürlich wollen wir keinen langen Rechtsstreit und möchten auch nicht riskieren, diesen zu finanzieren. Lohnt es sich das Risiko einzugehen?
    MfG Bianka

    • Mietminderung.org
      9. Juli 2015 - 20:59 Antworten

      Hallo Bianka,

      ob es sich lohnt, können nur Sie beurteilen. Ich würde offen auf den Vermieter zugehen und mich ggf. auf eine einvernehmliche Mietminderung einigen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Maria
    18. August 2015 - 12:23 Antworten

    Guten Tag Herr Hundt!

    Ich hätte eine kurze Frage.
    Gegenüber unseres Wohnhauses gibt es eine Baustelle bei der der Asphaltboden aufgerissen wurde und neu gemacht wird, es gab einige Stemmarbeiten an den Mauern und dadurch entstand extrem viel Staub und Lärm. Bin nun so vorgegangen wie von Ihnen angegeben, habe einen Brief an die HV geschickt, mit der Info über den „Mangel“. Habe 2 Tage später die Antwort erhalten, dass mir laut Mietrecht 5% Mietminderung zustehen und ich diesen Betrag nach Beendigung der Arbeit erhalte.
    Was mache ich jetzt? Gehe ich darauf ein oder sind 5 % eindeutig zu wenig, da es eigentlich so ähnlich ist, wie bei dem oben angeführten Beispiel:
    Fenster öffnen und normale Unterhaltung ausgeschlossen, Erschütterungen in der Wohnung. 25 % (LG Darmstadt 39 C 1706/81).

    Vielen Dank für Ihre geschätzte Antwort!
    MfG
    Maria

    • Mietminderung.org
      19. August 2015 - 15:58 Antworten

      Hallo Maria,

      fragen Sie die Hausverwaltung wie sie auf die 5% kommt und untermauern Sie Ihre Vorstellung mit Urteilen die von mehr Prozenten ausgehen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Anna Völkl
    25. August 2015 - 13:55 Antworten

    Hallo,
    ich bin letztes Jahr zum 31.8.14 in meine Wohnung gezogen.
    Seit einem Monat hat nun mein Vermieter der mit im Haus wohnt ein Gebäude gegenüber abgerissen. Er baut dort selbst zwei Wohnblöcke.
    Als ich eingezogen bin wurde mir dies nicht mitgeteilt.
    Nun habe ich seit einem Monat extreme Lärmbelästigung. Ich kann teilweise nicht mal die Fenster aufmachen ohne das ich Kopfweh bekomme und gelinde gesagt der Lärm einfach nervt und die Stimmung trübt. Außerdem treten durch diverse Arbeiten Rüttelungen in der gesamten Wohnung auf.
    Da ich Schicht arbeite und wenn abends arbeiten muss bekomme ich das volle Ausmaß der Baustelle zu spüren.
    Laut dem Artikel oben habe ich glaube ich das Recht eine Mietminderung zu verlangen.
    Aber meine Frage nun, wie gehe ich dabei vor?
    Vielen Dank für eine Antwort,
    liebe Grüße,
    Anna Völkl

  • Stefan
    12. Oktober 2015 - 09:21 Antworten

    Hallo zusammen

    seit über einem Jahr befindet sich nun direkt neben meinem Gebäude bzw. meiner Wohnung eine große Baustelle am und im Gebäude nebenan. Zunächst war dies noch erträglich, nun aber ist es zu großen Belästigung geworden.
    Nicht nur aufgrund der Tatsache dass die Zufahrt in die Straße zu meiner Wohnung von einer Seite blockiert ist, sondern auch deshalb, da nun ein striktes Halteverbot vor meiner Wohnung gilt, und vor allem aufgrund der nun nicht mehr erträglichen Lärmbelästigung. Seit einiger Zeit schon wurde ich bereits durch Hämmern und Klopfen bereits gegen 06:30 Uhr immer wieder aus dem Schlaf geholt. Nun begannen vor ca. einer Woche die Tiefbauarbeiten. D.h. dass die Straße vor dem Nebengebäude komplett aufgerissen ist und die verwendeten Bagger, LKWs, Presslufthämmern usw. die Lärmbelästigung nochmals gesteigert haben.
    Mein Schlafzimmer befindet sich im Dachgeschoß direkt auf der Seite des Gebäudes Karlstraße 61. Das Dach bzw. die Dachgiebel unter dem sich meine Wohnung und v.a. mein Schlafzimmer befindet ist Trockenbau (also vermutlich weniger Lärmisolierend?).

    Nun meine Frage: Ist es aufgrund der oben geschilderten Tatsachen möglich eine Senkung des Mietpreises zu fordern? Und wäre es sogar möglich – auch wenn die vorherigen Mieten bis auf einmal nie unter vorbehalten bezahlt wurden – für die zum Zeitraum der Bauarbeiten bereits gezhalten Mieten eine Rückerstattung in entsprechender Höhe zu fordern?

    Vielen Dank und beste Grüße

    Stefan

  • joules
    20. November 2015 - 13:31 Antworten

    Hallo,
    seit nunmehr fast 4 Monaten habe ich in nichtmal 50m Entfernung eine Großbaustelle.
    Es wurden Garagen abgerissen und jetzt werden Neubauten errichtet. Die Arbeiten starten um 7:00 jedoch rücken die Arbeiter schon um 6:15 mit ihren LKW’s an–>Kind wird wach–> muss erst um 7:00 raus da Schule. Zur Zeit bin ich zu Hause und leider halten die Herrschaften auch nicht die Ruhezeit ein 13-15:00 Uhr (sie starten um 13:20 wieder mit den Grabungen).
    Samstags arbeiten sie von 7:00-14:00 Uhr. Ich finde das unmöglich. Unsere Fenster sind nicht ausreichend Lärmgeschützt und es gibt am Samstag keine Chance auszuschlafen(Mein Mann geht unter der Woche von 5:00-17:00 arbeiten–>er brauch seinen Schlaf). Wie gehe ich am besten bei einer Mietminderung vor und wieviel ist in diesem Fall zulässig.
    Es gab von der Hausverwaltung lediglich einen Aushang das Bauarbeiten stattfinden und diese gehen noch bis nächstes Jahr!!! und Sie bitten um unser Verständnis–>Verständnis habe ich, aber keine Nerven aus Stahl!!
    Bitte helft mir
    LG Joules

  • Patricia
    7. März 2016 - 07:48 Antworten

    Hallo ich brauche auch mal einen Rat. Seit Monaten baut die Schule bei uns gegenüber an.Erst haben sie den ganzen Platz abgerissen und jetzt entsteht da ein neues Gebäude der Lärm geht um halb 7 los. Wir brauchen uns schon kein Wecker mehr stellen da wir von dem Lärm, dem Krahn oder der Erschütterungen wach werden. Können wir dagegen Mietminderung beantragen? Vielen Dank

    • Mietminderung.org
      7. März 2016 - 21:42 Antworten

      Hallo Patricia,

      grundsätzlich muss der Vermieter die Beeinträchtigung nicht zu vertreten haben. Daher ist eine Mietminderung denkbar. Lassen Sie sich bei Bedarf bitte rechtlich beraten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Darko
    12. April 2016 - 05:54 Antworten

    Hallo,
    habe neuen Vermieter zum 01.09.2011 bekommen. Er hatte 2 mon. Saniert, gebohrt, Wände ausgerissen u.s.w. Den Schimmel in Meiner Wohnung hatte er gesehen, aber wurde nie was unternommen. Ausserdem sind die Wände so dünn das ich alle Geräusche, Schritte, Stimmen höre.

    Kann ich da nachträglich etwas machen was die Mietminderung angeht und ab welchem Zeitpunkt ?

    Grüsse
    Darko

  • Nicole
    25. April 2016 - 10:53 Antworten

    Hallo,
    wir sind letztes Jahr im August in unsere neue Wohnung gezogen. Kurz danach wurde nebenan die Baustelle für ein neues Wohn- und Geschäftshaus eröffnet. Ich bin krebskrank und leide sehr unter dem Baulärm. Zum Teil ist es so schlimm, dass mir die Bilder von den Wänden fallen usw. Wir haben extra eine Katzenklappe einbauen lassen damit unsere Katzen zum kleinen Balkon (Baustellenseite) raus kommen. Auch diese kann jetzt nur noch eingeschränkt von unseren Katzen genutzt werden. Entweder gehen sie schon ganz früh oder erst zum Feierabend hinaus.
    Die Nachbarn haben von dieser Baustelle gewusst. Wir wurden vor Unterzeichnung des Mietvertrages davon nicht in Kenntnis gesetzt!!
    Des Weiteren haben wir einen Parkplatz zugewiesen bekommen (für den für monatlich 50€ bezahlen) der nur bedingt nutzbar ist. Da unter unserer Wohnung eine Eisdiele ist, ist es an warmen Tagen nicht möglich aus der Parklücke zu kommen. Wenn der Parkplatz vermietet wird, muss dann nicht gewährleistet sein, jederzeit rein und rausfahren zu können?

    Wieviel Mietminderung können wir veranschlagen?

  • Sandra K.
    25. April 2016 - 15:23 Antworten

    Bei uns vor der Tür wird aktuell für die Daueer von voraussichtlich einem Monat (laut Aushang) der Gehweg erneuert (Platten werden hoch genommen, Untergrund neu aufgeschüttet, verdichtet, Rüttelplatte etc.)

    Mein Mann ist aktuell mit Burn-out krank geschrieben, soll Ruhe halten. Dies ist kaum möglich und schadet seiner Genesung.

    Der Vermieter hat uns lediglich vor ein paar Tagen durch einen Aushang der Firma XYZ im Haus über die Baumaßnahme im Hausflur unterrichtet.

    Ist eine Mietminderung berechtigt?

  • Lara
    11. Mai 2016 - 07:17 Antworten

    Hallo,
    ich wohne seit Februar 2016 in meiner Wohnung. Seit dem 1.5.2016 hat der Vermieter das Haus gegenüber abgerissen und baut nun ein neues. Die Bauarbeiten gehen täglich von 7.00-16.00 Uhr. Da meine Fenster direkt zur Baustelle gerichtet sind, schlafe ich nie länger als 7.00 Uhr. Der Lärm ist mittlerweile unerträglich, auch der Zugang zu meiner Wohnung ist oft durch Baustellenfahrzeuge versperrt.
    Ist hier eine Mietminderung möglich?

    LG und danke im
    Voraus.

    Lara

  • Jörg
    26. Mai 2016 - 17:34 Antworten

    Hallo Dennis!

    Großartige Seite, danke für Ihre angebotene Hilfe. Ich habe folgende Situation.

    Ich habe unsere Miete seit Februar dieses Jahres um 10% gemindert, da sich seit diesem Zeitpunkt eine laute Baustelle direkt gegenüber unsers sonnigen Balkons befindet. Die Einbehaltung der Miete geschah nach Mailaustausch mit unserem Vermieter rückwirkend mit der Mietzahlung am ersten April für die Monate Februar und März.

    Unser Vermieter hat die Berechtigung zur Mietminderung nicht direkt angezweifelt, aber gesagt, dass er seinerseits erst mit dem Bauträger Umfang und Dauer der Baumaßnahmen klären müsse, um die Berechnung der Mietminderung durchzuführen. Grundsätzlich würde er – schrieb er zum damaligen Zeitpunkt – die Mietminderung aber nicht anerkennen.

    Ich habe jetzt eine Mahnung unseres Vermieters erhalten mit Bitte um Ausgleich des ausstehenden Mietzins.

    Meine Fragen: Muss ich mit einer außerordentlichen oder ordentlichen Kündigung rechnen und hätte diese Aussicht auf Erfolg bei gerichtlicher Überprüfung?

    Herzlichen Dank!

    Viele Grüße

    Jörg

  • Jenny
    15. Juli 2016 - 10:09 Antworten

    Hallo,
    Ich wohne in Berlin und muss seit einiger Zeit mit schwerer Migräne rechnen und das Tag täglich, da im Untergeschoss gebohrt wird wie ein Irrer. Wir haben Stahlbeton und mein Mann wird langsam überflüssig, da hier sowieso alles vibriert. Es klingt als wäre es Nebenan, dabei wohnen wir im 3. Stock. Sie haben aus unerfindlichen Gründen da unten auch Außenwände und sowas eingeschlagen und bauen das ganze wieder auf. Der Lärm beginnt Montags bis Freitags von 7.30 bis ca. 16.30-17.00 .
    Kann ich nun die Miete um 15 % mindern oder wäre das nicht möglich? Da ich einem Lastschriftverfahren zugestimmt habe, müsste das sowieso mein Mieter machen. Ich habe mal per E-Mail nachgefragt und warte noch auf eine Antwort.

  • Frage
    8. August 2016 - 16:33 Antworten

    Angrenzend an die Wand zu meiner Wohnung wird ein Studentenwohnheim gebaut. Der Lärm macht häufig das öffnen eines Fensters definitiv unmöglich und Morgens klappern schon die Gläser im Regal wenn das Haus wackelt. Die Bauarbeiten begannen erst ca. drei Monate nach Abschluss des Mietvertrags.

    Habe ich Anrecht auf eine Mietminderung?

    Vielen Dank und beste Grüße

    • Mietminderung.org
      10. August 2016 - 11:07 Antworten

      Hallo,

      sie Frage ist, ob Sie bei Einzug mit dem Neubauarbeiten hätten rechnen müssen oder nicht (z.B. Baulücke, Bauschild oder ähnliches).

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Shireen Klitzing
    16. August 2016 - 14:25 Antworten

    Hallo,

    mein Partner und ich sind vor einem Jahr in unsere neue Wohnung gezogen.
    Zum Zeitpunkt des Einzugs war uns eine Lärmbelästigung durch den Neunau des Nachbarhauses bewusst. Unsere Wohnung liegt im Hinterhaus und wir haben einen Garten vom Wohnzimmer begehbar mit dran. Nun wurde allerdings vor ca. 3 Wochen eine neue Baustelle eröffnet (die zum Einzug noch nicht bekannt war) und zwar schräg gegenüber von unserem Garten. Es wird also das HH der nächsten Querstraße saniert. Zur Zeit wohnen wir demnach genau zwischen zwei Baustellen.
    Wegen der einen Baustelle kann ich tagsüber nicht schlafen bzw ausschlafen und da ich immer von Mo – Mi frei habe, kann ich im Grunde weder meinen Garten noch mein Wohnzimmer nutzen wegen der neuen Baustelle. Ergo Erholung und Ruhe sind zum momentanen Zeitpunkt nicht gegeben, was sich nun auch schon an meinem Gesundheitszustand widerspiegelt.

    In wie weit haben mein Partner und ich ein Anrecht auf eine Mietminderung und wenn, in welcher Höhe könnte man diese Ansetzten?

    Vielen Dank und mit besten Grüßen

  • Mieter
    31. August 2016 - 09:48 Antworten

    Hallo,

    Ich bin seit zwei Monaten in einer Wohnung eingezogen. Die Facade wird von beide Seiten renoviert und das Dach auch. Es steht von beiden Seiten ein Baugerüst an dem Gebäude. Der Lärm ist ab 7 Uhr morgens extrem Laut. Es wird in den Wände gebohrt und es stehen die ganze Zeit Männer auf meinem Balkon. Ich habe leider was unterzeichnet beim Mietvertrag unterschreiben das ich keine Mietminderung fragen darf. Das habe ich gemacht weil ich sonst nicht die Wohnung bekommen würde. Ist so was legal? Kann man das irgendwie noch ändern? Rückgängig machen?

    Danke schön,
    mit freundlichen Grüssen

  • Melanie
    5. September 2016 - 09:49 Antworten

    Hallo,
    Ich wohne seit 2007 in einer eigentlich ruhigen Ecke in Berlin. Vor mind. 5 Jahren wurde die Straße aufgerissen und neugemacht das hat mind. 3 Jahre gedauert. Im letzten Jahr der Straßensanierung wurde auch noch ein Fabrikgelände zwei Häuser weiter abgerissen mit riesen Meißelmaschienen um das metertiefe Fundament rauszureißen, dass die Wohnung wackelte und sich ein Riss in meiner Wand gebildet hatte. Zu diesem Zeitpunkt kam der Lärm von beiden Seiten. Vorne Straßenbau hinten Fabrikabriss. Ich hoffte das wird dann aufhören aber dann hat die BVG ihr Gelände vor meiner Tür saniert und die Straße wurde auch mehrfach aufgerissen wegen zb. Glasfaserkabel oder Rohrbruch. Dann wurde das andere Fabrikgelände hinter dem Fabrikabriss auch noch abgerissen und da wird gerade ein Haus gebaut. Das erste Fabrikgelände wurde zum Spielplatz. Und jetzt fängt die BVG an ihren Zaun einzureißen und jetzt erst kann ich den ganzen Lärm nicht mehr ertragen denn im Hinterhof wird auch grad in meinem Haus eine Wohnung entkernt. Ich hab zum Forderhaus Fenster und zum Hinterhaus . Der Vermieter hatte vor einem Jahr auch noch die Miete erhöht. Ich bin sehr krank und noch jung aber schon befristet in Rente und dass ich so schleppend gesund werde liegt mitunter auch an dem ständigen Lärm. Ich würde mir wünschen die Miete dauerhaft um 20 % zu mindern. Da diese Sache mit dem Baulärm nicht aufhört, sondern seit 5 Jahren konstant ist. Man hofft ja immer…Ich habe leider durch das Fortschreiten einer Krankheit bisher keine Kraft gehabt dagegen beim Vermieter anzugehen. Möchte es aber jetzt tun und es rückwirkend geltend machen. Zeugen gibt es zu genüge in der Nachbarschaft. Ist es sinnvoll sich da einen Anwalt zu nehmen oder muss ich das jetzt so hinnehmen? Vielen Dank

  • Michael
    27. September 2016 - 15:25 Antworten

    Hallo,

    Der Eigentümer (Wohnungsbaugesellschaft) hat vor ein paar Monaten angefangen einen Anbau nieder zu reißen und fängt nun langsam an in diese Lücke zu schließen indem er ein neues Haus dort hin setzt. Es kommt seit Monaten zu Erschütterungen, täglicher Lärm von 7 bis 17 Uhr, welcher durch geschlossene Fenster zu hören sind. Noch schlimmer, ich höre die Presslufthämmer „durch“ unser Haus weil alles aus Stahlbeton gebaut ist, da bringen auch die geschlossene Fenster nichts.
    Zeitgleich haben wir gegenüber der Straße eine andere Baustelle, anderer Eigentümer, dort beginnt der Baulärm bereits morgens um 6.10 Uhr. Ich lebe seit Monaten mit Lärm, mit Dreck und es wird noch schlimmer kommen, wenn nächstes Jahr die Bauarbeiten für eine Straßenbahn beginnen.
    Nun ist nach der Sanierung unsere Miete noch immer unter dem Mietspiegel, sodass ein Umzug für uns noch nicht in Frage kommt.
    Ich tu mich schwer herauszufinden um wieviel % ich die Miete kürzen kann.

    LG
    Michael

    • Mietminderung.org
      28. September 2016 - 16:59 Antworten

      Hallo Michael,

      danke für Ihre Schilderungen. Leider wird es tatsächlich immer komplexer einen angemessen Minderungswert herauszufinden, wenn sie sich Mängel summieren.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Sebastian Dzick
    1. Oktober 2016 - 11:07 Antworten

    Hallo,

    seit beginn des Sommers (Juni) finden in und an dem Haus in dem ich lebe Bauarbeiten statt. Ich hatte einen Zettel im Briefkasten, dass Teile des Gebäudes für ca. 6-8 Wochen eingerüstet werden würde, ohne Angabe von Gründen für die Bauarbeiten. 6 Wochen später gab es einen weiteren Zettel, dass weitere Teile eingerüstet werden würden, was dann nach etwa 8 Wochen nach Baubeginn erfolgte. Die Bauarbeiten fanden zwischen 7:00 und 16:00 Uhr statt, was im Rahmen war. Nun, Mitte/Ende September wurden Teile des Gerüstes wieder entfernt, die genannten arbeiten finden weiter statt und dazu kommen nun aber noch arbeiten in Wohnungen unter mir, welche von Montag bis Samstag zwischen 09:00 und 18:00 statt finden. Sämtliche Bauarbeiten erzeugen eine enorme Geräuschkulissen, da die Baugeräusche über die Wände getragen werden, so dass die Bauarbeiten selbst mit Kopfhörern und extrem lauter Musik (was sicherlich schon schädlich fürs Gehör ist) weiter zu vernehmen sind. Das ist umso schlimmer, da ich sehr viel im Home-Office erledigen muss. Anfangs hatte ich Verständnis dafür, dass Bauarbeiten aus welchen Gründen auch immer, sicherlich manchmal erforderlich sind, aber mittlerweile geht das wirklich an die Substanz und ich wüsste gerne ob man da irgendwas machen könnte?

    Beste Grüße,
    Sebastian

  • Edwige
    7. Juni 2017 - 13:11 Antworten

    Guten Tag,

    der Vermieter saniert eine Wohnung in dem gegenüberliegende Wohnung, so dass ich wegen Lärm (Schleifen, Hammer…) meine Fenster nicht öffnen kann, und ein Balkon nicht benutzen kann.
    Kann ich meine Miete kürzen? Wenn ja, wie viel Prozent?

    Vielen Dank

  • Marie B.
    12. Juni 2017 - 12:31 Antworten

    Liebes Team von mietminderung.org,

    ich bin am 20.4. in eine Erdgeschosswohnung mit Terrasse und kleinem Gartenteil gezogen. Die Terrasse ist nutzbar, am Grashügel drum herum müssen noch Arbeiten vorgenommen werden, da dort eine Plane und Bauschutt einfach überschüttet wurden und der Hügel daher abrutscht, muss alles umgegraben werden, der ganze Müll muss raus und dann soll neue Erde aufgeschüttet werden. Anfang/Mitte März war ich in der Wohnung, um die Küche zu vermessen, dort habe ich auch einen Mitarbeiter der Hausverwaltung getroffen, mit dem ich über die Dinge geredet habe, die noch gemacht werden müssen. Unter anderem standen wir auf der Terrasse und ich habe ihm gesagt, dass das fertig werden der Terrasse für mich Priorität hätte, da es sich anbieten würde mit dem kommenden Frühjahr, den Garten direkt zu bepflanzen. Das hat er so zur Kenntnis genommen, gemeint, dass er das gar nicht als so wichtig angesehen hätte, aber wenn mir daran gelegen wäre, würde er das auf seiner Prioritätenliste nun anheben. Nun ist in der ganzen Zeit bisher zwei Mal jemand hier gewesen, um am Hügel zu arbeiten, einmal wurde die Vorderseite und einmal die linke Seite des Hügels umgegraben, das ganze sieht nun aus wie ein Schlachtfeld und es geht nur schleppend weiter. Kurz vor Christi Himmelfahrt, war der Verwaltungsmitarbeiter nochmal hier (ich glaube, mit der Firma, die den Hügel macht), da habe ich auch nochmal mit ihm gesprochen, es hieß, es sei nur eine kleine Firma, deshalb kämen die immer nur so selten, es würde auf jeden Fall noch gemacht werden, jetzt sei bei der Firma aber erstmal langes Wochenende, vor Dienstag (30.5.) würde es nicht weiter gehen. Na gut, das ist morgen auch wieder zwei Wochen her, es passiert nichts, ich habe ein wenig das Gefühl, dass er mich hin hält und bin langsam frustriert, weil ich ein sehr verständnisvoller Mensch bin, aber andererseits denke ich mir, dass es nicht mein Problem ist, wenn er zu viel zu tun hat und im September brauch ich nicht mehr anfangen, den Hügel zu bepflanzen.
    Ich würde gerne wissen, ob ich in der Situation die Miete mindern dürfte, aufgrund von unverhältnismäßig langer Arbeits- bzw. Nicht-Arbeitszeit? In knapp drei Monaten war die Firma nur zwei Mal hier, um wirklich aktiv etwas am Hügel zu machen. Ist das noch normal?
    Ich habe auch aus dem Haus schon gehört, dass es wohl einigen Firmen gibt, die nicht mehr mit der Hausverwaltung arbeiten wollen, weil sich der Mitarbeiter wohl immer so intensiv einmischt, dass niemand zum Arbeiten kommt. Er glaubt alles besser zu wissen und verlangsamt damit letztlich alles. Bringt mir das Wissen darum irgendwas?

    Vielen Dank und freundliche Grüße,

    Marie B.

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