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Schimmel: Anspruch auf Ursachenforschung durch qualifizierten Handwerker?

Hallo Herr Hundt,

beim Thema Feuchtigkeit interessiert mich speziell die Frage, inwieweit der Vermieter zur Ursachenforschung verpflichtet ist.

In meiner Wohnung ist kürzlich an zwei miteinander verbundenen, innen liegenden Wänden Feuchtigkeit in Form von großen Flecken aufgetreten, die sich jeweils von der Decke ca. 70 cm nach unten ziehen. Im Bad ist die fleckenüberzogene Fläche ca. 30 cm, im Flur ca. 20 cm breit.
Nachdem die Hausverwaltung einen Handwerker (angeblich Installateur) und die prinzipiell unfreundliche Hausmeisterin geschickt hat, um das Ganze zu begutachten, hieß es, ich solle mal eine Woche lang beobachten, ob es sich verschlimmert, wenn nicht, wird ein Maler beauftragt, der die Flecken überstreicht.

Aus meiner Sicht wäre es wichtig herauszufinden, wodurch die plötzlich aufgetretene Feuchtigkeit entstanden ist, damit der Schaden NACHHALTIG behoben werden kann. Die Hausverwaltung speist mich jedoch mit der Vorgehensweise ab, dass die Hausmeisterin, die keinerlei fachmännische Kenntnisse hat, nach einer weiteren Sichtung feststellte: Die Flecken haben sich nicht vergrößert, also könne es kein Wasserrrohrbruch sein, Schimmel könne sich auch nicht bilden und der modrige Geruch sei ja nicht gesundheitsschädlich.
In zwei Wochen könne sie sich das Ganze noch einmal angucken und dann könne man ja mal drüberstreichen lassen.

Da ich aber keine kosmetische Behandlung eines eventuell noch nachgreifenden (Schimmelentwicklung) Problems haben will, würde ich gerne sicher stellen, dass die Ursache der Feuchtigkeit und damit die beste Vorgehensweise zur Beseitigung festgestellt wird, und zwar FACHMÄNNISCH. Dies vor allem auch vor dem Hintergrund, dass ich seit Monaten auf die Beseitigung von Mängeln im Badezimmer dränge, u.a. von immer wiederkehrendem Schimmel, der schon bei meinem Einzug vorhanden war, also nicht durch falsches Lüften meinerseits verursacht ist. Hier wurde ein Maler (!) zur Beurteilung der Mängel geschickt. Die Hausverwaltung sagte per E-Mail eine Mängelbeseitigung zu. Der Maler erschien wieder, fing aber nicht mit den Arbeiten an, sondern machte nur Fotos, woraufhin ich nichts mehr hörte und es auf meine Nachfrage hieß, die Hausverwaltung sehe keine Notwendigkeit, irgend etwas machen zu lassen.

Kann ich als Mieterin selbst einen unabhängigen Fachmann mit der Ergründung des Feuchtigkeitsschadens (u. evtl. in diesem Zuge auch der Mängel im Bad) beauftragen, wenn ich selber für dessen Bezahlung in Vorlage trete? Wenn ja, gibt es einen speziellen Kreis von Handwerkern (mit Gutachter-Lizenz o.ä), aus dem man den Fachmann auszusuchen hat?
Oder kann man einen etwaigen Anspruch durchsetzen, dass der Vermieter Mängel in der Wohnung nicht durch irgend jemanden, sondern einen nachweislich kompetenten Spezialisten sichten und bewerten lässt?
Weder die Vermieterin noch der Ansprechpartner von der Hausverwaltung war jemals selbst hier, um sich ein eigenes Bild vom Zustand der Wohnung zu machen oder persönlich mit mir zu reden .

Eine Mietminderung habe ich bis jetzt nicht vorgenommen und auch noch nicht angedroht

Vielen Dank im Voraus für Ihre Einschätzung!


Hallo Julia,

ich denken grundsätzlich ist es dem Vermieter überlassen, wie er einen Mangel beseitigt. Natürlich sollte der Mangel dann aber auch nicht mehr auftreten.

Ich kann an dieser Stelle leider nicht weit ausholen, aber mit einem Link helfen: Mietminderung: Wer bezahlt bei Bedarf einen Gutachter?

Viele Grüße

Dennis Hundt

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2 Antworten auf "Schimmel: Anspruch auf Ursachenforschung durch qualifizierten Handwerker?"

  • Schilpp
    14. Juni 2016 - 22:43 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    aufgrund einer Überschwemmung hatte ich Wasser in unserer Wohnung. Gestern und heute wurden Trockenlüfter in Flur und Küche aufgestellt. Des Weiteren wurden Bohrungen im Estrich durchgeführt, da auch dieser feucht ist.

    Der Geruch ( modrig ) ist sehr unangenehm und die Lautstärke liegt bei 85 dB ( bei geschlossener Tür = 45 db ). Ich habe bereits letzte Woche den kommenden Mietmangel angezeigt und angekündigt, dass ich die Miete unter Vorbehalt weiterzahle. Eine Höhe der Mietminderung habe ich noch nicht genannt, da ich mir erst gestern und heute ein Bild machen wollte.

    Wie hoch kann ich die Miete mindern? Der Vermieter hat alles vorerst an die Gebäudeversicherung weitergeleitet, damit die die Kosten übernimmt. Ich habe das Gefühl, der Vermieter möchte auf zeit spielen.

    Wie muss ich mich jetzt weiter verhalten?

    Liebe Grüße

    Marco

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