Go to Top

Mietminderung: Mobbing durch Nachbarn oder Vermieter

Es gehört zum vertragsgemäßen Gebrauch, dass der Mieter seine Wohnung in Ruhe und friedfertig nutzen kann, ohne dass er darin durch das Verhalten von Nachbarn oder des Vermieters gestört wird. Mobbing beeinträchtigt zweifellos die ungestörte Nutzung.

Voraussetzung ist, dass sich Mobbing durch Nachbarn oder den Vermieter so intensiv auswirken, dass es dem Mieter nicht zuzumuten ist, die Situation hinzunehmen. Wo und wann die Grenze überschritten wird, lässt sich nur anhand der Umstände des Einzelfalles bestimmen. Pauschale Vorgaben gibt es nicht.

Wir möchten in diesem Artikel das Thema Mobbing im Mietrecht durch Nachbarn oder Vermieter beleuchten.

Die Thematik ist im Mietrecht schwierig zu handhaben. Theorie und Praxis klaffen auseinander. Dieser Beitrag kann daher die Situation nur erörtern und Perspektiven aufzeigen.

Grundsätze des Arbeitsrechts als Vorbild

Mobbing kennt man vorwiegend aus dem Arbeitsrecht. Die dort von der Rechtsprechung erarbeiteten Grundsätze lassen sich teils auch auf das Mietrecht übertragen. Oft wird das Problem darin bestehen, dass der Mieter beweisen muss, dass er tatsächlich gemobbt wird und die Situation so unerträglich ist, dass es ihm nicht mehr zuzumuten ist, die volle Miete bezahlen zu müssen.

Im Arbeitsrecht ist Ausgangspunkt § 75 BetrVG. Danach muss der Arbeitgeber alle im Betrieb tätigen Personen nach den Grundsätzen von Recht und Billigkeit behandeln. Er muss also  durch eine entsprechende Organisation der Betriebs- und Arbeitsstrukturen sicherstellen, dass es nicht zum Mobbing kommt. So darf er selbst nicht aktiv mobben, ebenso wenig darf er nicht, auch nicht passiv duldend, mobben lassen. Vielmehr ist er verpflichtet, Abhilfe zu schaffen und den mobbenden Mitarbeiter abzumahnen oder zu kündigen.

Übertragung auf das Mietrecht

Überträgt man diese Vorschrift auf das Mietrecht, muss der Vermieter alles ihm Mögliche tun, Nachbarn oder Mitmieter anzuhalten, den betreffenden Mieter in Ruhe zu lassen. Insbesondere kann er eigene Mieter auffordern, sich an die Ordnung zu halten. Inwieweit er Nachbarn, die selbst nicht Mieter sind, auf Unterlassung in Anspruch nehmen kann, ist schwierig. Wollte der Vermieter den Unterlassungsanspruch gerichtlich durchsetzen, riskiert er einen hohen Zeit- und Kostenaufwand. Unternimmt er nichts, riskiert er, dass sein eigener Mieter irgendwann kündigt.

F  In jedem Fall dürfte nachhaltiges Mobbing einen Minderungsgrund rechtfertigen. Schließlich macht es keinen Unterschied, ob der Nachbar ständig lärmt, nachts rauschende Feste feiert oder den Mieter sonstwie ärgert. Kein Mieter muss sich Mobbing gefallen lassen. Das Problem ist eher praktischer Natur und besteht darin, wann Mobbing unzumutbar wird und wie dies nachzuweisen ist.

Mobbing geht oft mit Stalking einher

Hilfreich ist § 238 StGB (Stalking). Die Vorschrift stellt das beharrliche Verfolgen und Belästigen einer anderen Person, zum Beispiel indem man sie ständig anruft, sie beleidigt, für sie Waren im Internet bestellt oder gar bedroht, unter Strafe. Oft treffen Mobbing und Stalking zusammen. Auch § 241 StGB (Bedrohung) kann relevant sein, wenn der mobbende Nachbar oder Vermieter den Mieter bedroht.

Das Problem liegt oft in der Beweislage

Will der Mieter die Miete mindern, ist er beweispflichtig. Will er eine psychische Beeinträchtigung durch fremde Verhaltensweisen behaupten, muss er zwei Dinge beweisen: Zum einen die schädigende Handlung selbst. Dabei hilft ihm ein „Mobbing-Tagebuch“ zur Dokumentation aller  Verletzungen. Zum anderen muss er die zurechenbaren psychischen Folgen belegen, die in der Regel von einem sachverständigen Arzt oder Psychiater aufgenommen und dem Gericht vorgetragen werden.

Praktische Überlegungen

In der Praxis wird es ein Mieter schwer haben, allein wegen Mobbing eine Mietminderung zu realisieren. Regelmäßig wird es für ihn zweckmäßiger sein, das Mietverhältnis ordentlich und in schwerwiegenden Fällen auch fristlos zu kündigen. Soweit er allein die Miete mindert, kann er das Problem als solches kaum beseitigen!

Mobbt der Vermieter, lässt er sich vielleicht durch die Mietminderung und ein zusätzliches Zurückbehaltungsrecht des Mieters beeindrucken und ändert sein Verhalten. Mobbt ein anderer Mieter oder ein Nachbar, kann der Mieter zwar mindern, kann mit der Minderung aber den Mobber kaum beeinflussen und ist darauf angewiesen, dass der Vermieter versucht, Einfluss zu nehmen. Bleibt auch der Vermieter erfolglos, ändert sich die Situation nicht. Im Gegenteil muss der Mieter sogar befürchten, dass er den Mobber zusätzlich provoziert und dieser sein Mobverhalten auch noch steigert.

Ein Mieter ist vielleicht besser beraten, Strafanzeige zu erstatten, aber auch nur dann, wenn er die Situation glaubhaft nachhaltig beweisen kann.

Wichtig ist zu wissen, dass Mobber oft psychisch krank sind und sich durch Sachargumente nicht beeinflussen lassen. In diesen Fällen hilft regelmäßig nur die radikale Lösung. Diese besteht darin, dass die betroffene Person umzieht und sich aus dem Einflussbereich des Mobbers löst.

Gerichtsurteile bzgl. Mobbing sind kaum bekannt

Gerichtsurteile sind bislang in der mietrechtlichen Praxis eher selten. In einem Fall des Oberlandesgerichts Köln (OLG Köln, Beschluss v. 02.06.2006 – 16 Wx 197/05) wurde ein Wohnungseigentümer für sein gezieltes Mobbing und Hinausekeln des Mieters eines anderen Wohnungseigentümers verantwortlich gemacht und musste den entstandenen Mietausfallschaden ersetzen. Er hatte sich fortlaufend gegenüber dem Mieter beleidigend, bedrohend und derart aggressiv verhalten, dass dieser zunächst die Miete minderte und sodann fristlos kündigte.

In der gerichtlichen Praxis geht es meist darum, dass Vermieter oder Mieter jeweils ein fristloses Kündigungsrecht ausüben, weil sie eine unannehmbare Situation beanstandeten. Beispiele: Verbalattacke „Ich schlage dich tot“: OLG Düsseldorf NZM 2006, 295; unberechtigte Erstattung von Strafanzeigen: BVerfG NZM 2002, 61; unberechtigtes Betreten der Wohnung eines Mitmieters oder durch den Vermieter: KG NZM 2005, 254).

69 Antworten auf "Mietminderung: Mobbing durch Nachbarn oder Vermieter"

  • Martina Krause
    30. September 2013 - 14:06 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,
    auch ich werde gemobbt. Mein Vermieter kann nach Gesetz und Mietvertrag die Miete und NK nicht erhöhen. Mängel beseitigt er nur, wenn ich Mietminderung ankündige. Die Rache ist jedesmal vorprogrammiert.
    Mein Vermieter
    – stellt den Hauptwasserhhahn ab
    – behauptet, dass ich Sicherungen rausdrehe (Sicherungskasten vom ganzen Haus in meinem Flur)
    – zieht den Stecker für Weg- und Terrassenbeleuchtung aus Steckdose
    – zeigt mich wegen Hausfriedensbruch an (mein Router ist auf seinem Flur an der Telefonanschlusssdose installiert, ich muss ab und zu an den Rourter nur bei Störungen Telefon, Internet, unsere Wohnungen sind nicht durch eine nicht abschließbare Tür getrennt
    – lässt die Luft aus den Fahrradreifen
    – kommt bedrohlich auf mich zu (ruft dann die Polizei, obwohl ich um Hilfe gerufen habe und behauptet, ich will sein Ruf mit dem Geschrei ruinieren), verleumdet mich vor den Polizistinnen (kein Protokoll aufgenommen)
    – schreibt ständig unberechtigte Abmahnungen
    – kündigt (Kündigungsgründe gelogen) und droht mit Räumungsklage
    – zertritt Blumen.
    Es nimmt kein Ende, ich finde so schnell keine Wohnung. Ich habe Angst vor diesem Mann.
    Kann ich die Miete mindern?
    Mfg – Martina Krause

    • Mietminderung.org
      1. Oktober 2013 - 22:46 Antworten

      Hallo Martina,

      ich kann Ihnen hier leider nur den Tipp geben, dass Sie sich dringend rechtlich beraten lassen sollte.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Fred Werges
        6. August 2022 - 13:48 Antworten

        Sehr geehrter Herr Hundt!
        Immer wieder verweisen Sie auf anwaltliche Beratung. Aus Ihrer Sicht einfach. Haben Sie sich gefragt, was dies einen malträtierten Mieter kostet? Bei einem möglicherweise gerichtlichen Verfahren, das ja erst nach einem gescheiterten Güteverfahren in Betracht kommt, ist keineswegs sicher, ob der Kläger auf diesen Kosten sitzen bleibt.Ja, helfen kann erst einmal eine richterliche Verfügung durch das Amtsgericht. Meine Rente ist nicht niedrig genug, um diese Hilfe zu bekommen.
        Sie verweisen immer wieder auf einen Auszug. Wissen Sie eigentlich was das kostet?
        Dies ist die Empfehlung eines finanziell saturierten Mittelständlers! Aber das alleine empört mich nicht nur.
        Weder das Einschreiten der Polizei, sprich Ansprache an den Schädiger, (in diesem Fall Androhung von Gewalt in Verbindung mit Nötigung. Der angesprochene bleibt dabei uneinsichtig), noch das Fehlen eines öffenlichen Interesses
        (hier die staatsanwaltliche Emittlungen mit Weiterleitung an ein Gericht) führen den Geschädigten zum Erfolg. Nämlich: dass die Nachstellungen unterbeiben und ich in Frieden leben kann!
        Vielmehr scheint mir eine rechtlicher Mißstand zu bestehen.
        Der Schutzsuchende bekommt keinen Schutz und der Schädiger einen Freifahrtschein für sein kriminelles Handeln.
        Auf wessen Seite stehen Sie eigentlich, Herr Hundt?
        Sie machen mit Ihren Kommentaren Akquise für den Anwaltsstand, ohne wirklich befriedigende Antworten zu geben.

        • Mietminderung.org
          6. August 2022 - 19:53 Antworten

          Hallo Fred,

          danke für Ihren Beitrag. Wenn Sie bessere Ideen für ein geeignetes Vorgehen haben, geben Sie gerne Bescheid. Sie schreiben: “Vielmehr scheint mir eine rechtlicher Mißstand zu bestehen.” Den rechtlichen Mißstand XYZ abschaffen ist vielleicht auch keine zufriedenstellende Antwort.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

  • Martin
    28. Oktober 2013 - 21:49 Antworten

    Hallo,
    ich kann Ihre Tipps zu der Mietminderung nur belächeln.
    Ich (plus Frau und Kind) habe bereits seit über 5 Jahren Stress mit den Nachbarn. Der Vermieter macht nichts und die Polizei macht nichts (da nicht im öffentl. Interesse).
    Bedrohungen, Beleidigungen, Verleumdungen, Sachbeschädigungen, Nachstellungen, Postdiebstahl, Kinder mit Messern und und und….Das alles fast täglich.
    Man kommt sich in diesem Land verloren vor!!!

    • Mietminderung.org
      3. November 2013 - 11:04 Antworten

      Hallo Martin,

      vielleicht bleibt in einem selchen Extremfall nur ein Umzug. Ich weiss das es nicht immer einfach ist eine neue Wohnung zu finden, aber so verbringen Sie Jahre in einer Situation, die auch sehr unschön ist.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • martina
    19. Dezember 2013 - 02:20 Antworten

    Hallo, Herr Hundt.

    Ich werde seit ca. 5 Jahren auf das übelste gemobbt und geschubst. Ich habe oft nur Meldungen gemacht, weil es anscheinend nicht ersichtlich war ob eine Anzeige Erfolg verspricht.

    Es geht um Hausmeisterdienste (Wir haben keinen Hausmeister), die für jeden Mieter gültig sind und ich hätte für den Nachbarn komplette Kehrwoche übernehmen sollen und das habe ich nicht gemacht. Es ist kein Familienmitglied und die Verwandten machen nichts. Die Situation ist schlimm. Ich wurde leider ohne Zeugen fast die Treppe herunter geworfen.

    Ist das Stalking? Was ist genau Stalking?

    Martina

    • Mietminderung.org
      19. Dezember 2013 - 10:21 Antworten

      Hallo Martina,

      lassen Sie sich zu Ihren Problemen am besten rechtlich beraten. Gerade wenn es um Ihre Gesundheit geht.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Janine
    31. Mai 2014 - 14:16 Antworten

    Hallo, wie führe ich denn so ein Mobbingtagebuch? Ich habe mit einigen Mitmietern das problem, dass ich überwacht und provoziert werde. Einer von denen schmeißt mir regelmäßig anschwärzende Zettel in den Briefkasten oder markiert den Flur, wenn wir mit Hausordnung dran sind.

    • Mietminderung.org
      2. Juni 2014 - 19:30 Antworten

      Hallo Janine,

      in ein solches Mobbingtagebuch gehört: Wer – hat wann – was gemacht? Gibt es Zeugen?

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Fricke
    30. Juli 2014 - 17:27 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    im letzten Jahr konnte ich aus Krankheitsgründen den Hund unserer Vermieter, die im gleichen Haus wohnen, nicht nehmen. Ich musste kurzfristig ins Krankenhaus. Seit unsere Vermieter aus dem Urlaub sind häufen sich die Zettelchen und Schreiben. Es begann mit einem Schreiben das wir zu Hause sein zu haben, da sie mit einem Makler in die Wohnung will und wenn wir nicht da sind sie sich das recht rausnimmt den Ersatzschlüssel zu nutzen. Was wir ihr untersagt haben und mein Mann war den Tag zu Hause.

    Dann wurde ich im Treppenhaus angeschrien, das ich gefälligs jeden Monat meine Fenster zu putzen habe und das Dach von den Kippen zu reinigen habe (Anmerkung: mein Mann und ich rauchen seit über 3 Jahren nicht mehr).
    Nun kam ein einfaches Blatt Papier per Einschreiben in dem Stand Zusatz zum Mietvertrag, wir müssen jeden Monat Fenster putzen und unsere Wäsche darf nur noch draußen an der Leine hängen, trocknen in der Wohnung wird uns untersagt.
    Sollten wir diese Regelungen nicht einhalten wird ein Fensterputzer auf unsere Kosten von unserem Vermieter bestellt.
    Und da wir viel Arbeiten und das im Schichtdienst hängen wir die Wäsche auf der Leine im ausgebauten Dachboden auf, mit immer genügen Lüftung um Schimmelbildung vorzubeugen.

    Als ich heute von der Arbeit gekommen bin, wurde mir ein Ultimatum gestezt bis wann ich meine Fenster zu reinigen habe, was für mich nicht durchführbar ist da ich am Strand in Saisonarbeit 7 Tage die Woche arbeite.

    Was kann ich dagegen tun???
    Danke für die Hilfe

    • Mietminderung.org
      4. August 2014 - 17:57 Antworten

      Hallo Frau Fricke,

      in meinen Augen überschreitet Ihr Vermieter seine Kompetenz. Ich würde mich an Ihrer Stelle rechtlich beraten lassen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Fricke
        4. August 2014 - 21:06 Antworten

        Vielen Dank Herr Hundt, das werden wir auch machen.

    • Sibille V.
      21. Mai 2020 - 05:21 Antworten

      Hallo Herr Hundt,

      Wegziehen – ganz gut und schön.
      Aber was ist, wenn ich es mit einem mobbenden Vermieter UND einer stalkenden Nachbarin GLEICHZEITIG zu tun habe, die beiden sich durch Informationsaustausch ergänzen
      -> und die Gefahr besteht, dass die stalkende Nachbarin nach meinem Auszug auch an meiner neuen Adresse lästern auftaucht, nachdem sie von meinem rausmobbenden Vermieter meine Anschrift erfahren hat???

      Mit diesem Albtraum habe ich wirklich zu tun!!

      Eine Strafanzeige wegen Nachstellung in Tateinheit mit Übler Nachrede, Beleidigungen und Falsche Verdächtigungen habe ich bereits erstattet, mit dem Ergebnis, dass das Ermittlungsverfahren gegen meine Nachbarin nach § 374 StPO mangels öffentliche Interesse auf den Privatklageweg verschoben wurde :-(
      ,..
      Nun macht die Nachbarin sowie auch mein Vermieter belustigend weiter :-((

      Ich verdiene nur 1.195 Euro netto im Monat, bin jetzt 53 Jahre und chronisch krank.
      Zudem bin ich meine Nachbarin leider nicht rechtsschutzversichert.
      Meine Sparkasse hat schon mitgeteilt, dass ich eine Chance auf einem Umzugskredit habe und Sozialleistungen kann ich auch nicht erhalten, weil ich knapp über der Einkommensgrenze verdiene.
      Und… Bei der Wohnungssuche werde ich mit dem niedrigen Einkommen ständig abgelehnt.

      => Herr Hundt, was können Sie mir empfehlen in dieser Situation???

      Netten Dank im Voraus für Ihre Bemühungen!

      Mit freundlichen Grüßen
      Sybille

      • Mietminderung.org
        25. Mai 2020 - 08:48 Antworten

        Hallo Sibille,

        mir bleibt leider nur das Rat, dass Sie sich weiterhin um eine neue Wohnung bemühen und als Anschrift ein Postfach angeben sollten. Hier geht es ja primär um die Abrechnung der Nebenkosten und die Auszahlung der Kaution.

        Viele Grüße

        Dennis Hundt

        • Klaus Scherbarth
          5. September 2020 - 10:30 Antworten

          Ich habe das gleiche Problem und werde vom Vermieter zweiter Ordnung ständig gemobbt und angepöbelt. Der Hauptvermieter im Mietvertrag ist die Immobilienmaklerin die im Auftrag einer Erbengemeinschaft den Mietvertrag mit mir unterzeichnet hat. Der Mobber gehört zu dieser Erbengemeinschaft, wohnt im gleichen Haus und hat meinen Gruss noch nie erwiedert. Zweitens macht er aus Banalitäten ein Problem: z.B. hat er dass in Schlossfallen der Kellereisentür, welches automatisch durch die Rückholfeder geschieht, als zu laut empfunden und mich im Hausflur angepflaumt. Mit den startenden Flugzeugen des nahegelegenen Flughafens hat er kein Problem. Zuletzt hat er mich wegen eines Parkplatzproblems (wie immer überzogen) als “Drecksack” bezeichnet. Ich empfinde es inzwischen als Mobbing und habe bereits seelische Probleme. Ich halte allerdings das Kündigen und umziehen für ein falsches Zeichen und als Schuldeingeständnis an den Vermieter. Das heisst ja nur der Vermieter hat sein Ziel erreicht. Ich würde dagegen vorschlagen, dem gemobbten Vermieter eine Mietminderung anzukündigen, wenn er das Mobbing nicht einstellt. Zweitens würde ich alle juristischen Möglichkeiten in Betracht ziehen, einen Anwalt einzuschalten und ein Mobbingprotokoll mit Nachweisen zu führen um eine juristische Grundlage zu haben. Wie gesagt kündigen und Umziehen ist doch nur die eigene Bankkrotterklärung – diesen Tipp kann ich beim besten Willen nicht nachvollziehen.

  • Ela
    25. September 2014 - 18:44 Antworten

    Unfassbar, die Opfer/Gemobbten müssen also umziehen. Dort wegziehen, wo sie vorher Jahre friedlich leben konnten. Nur weil neue Nachbarn/Vermieter sie mobben. Ein Umzug ist mit hohem Aufwand und Kosten verbunden. Erstmal muss man was gleichwertiges finden, das gestaltet sich nicht leicht, wenn es mindestens 40 Mitbewerber für eine Wohnung gibt.
    Die “Täter” haben mit ihrem Verhalten also Erfolg.

    • May
      26. Oktober 2014 - 17:39 Antworten

      Ja, es ist wirklich unfassbar, das die Geschädigten auch noch wegziehen sollen. Wenn man sich nicht den Beistand in einem Mieterschutzverein suchen kann, kann man wenigstens versuchen sich mit anderen Nachbarn die neutral in der Sache sind, zu verbünden.

      Um sich nicht zu sehr gestresst zu fühlen bei der ganzen Mobberei, hilft es auch einfach die mobbenden Nachbarn zu ignorieren, solange bis sie ihr mieses Verhalten geändert haben. Ist zwar ziemlich schwer zu lernen drüber zu stehen über den fiesen Attacken, aber es stärkt einen mental ungeheuer den Mobbern nicht das gegeben zu haben was sie eigentlich wollten – nämlich einen aus dem seelischen Gleichgewicht zu bringen.

    • Diana
      13. Dezember 2016 - 13:42 Antworten

      Hallo,
      ich finde es auch nicht schön, dass die Opfer weg ziehen müssen. Aber ich habe mir jetzt nach 5 Jahren in einer Wohnung, die ich sehr gemocht habe eine neue Bleibe gesucht nachdem im Mai ein neuer Mieter unter mir eingezogen ist, der sich mindestens einmal wöchentlich über Lärm bei mir und der Hausverwaltung beschwert. Of tauch an Tagen an denen ich nachweislich gar nicht zu hause war. Ich habe mein Leben lang in Mietwohnungen gelebt und es hat sich vorher noch nie jemand beschwert. Ich habe allerdings erfahren, dass er bereits in seinem alten Haus Probleme mit allen Mietparteien hatte. Die Hausgesellschaft hat mich mal gar nicht unterstützt und drohte mir auch mit Anwalt, obwohl ich schon gekündigt hatte. Die neuen Mieter der Wohnung sind Bekannte des Mieters unter mir und der Hausverwaltung… hinterlässt alles ein komisches Gefühl. Eigentlich wollte ich aber nur sagen, dass es klar teuer ist und ich nun zwei Monatsmieten doppelt zahlen muss, was mir finanziell arg weh tut. Aber es fühlt sich so GUT an, dass ich den Menschen hinter mir lassen kann! Also kann ich echt nur allen raten umzuziehen anstatt sich den Monate oder gar Jahre langen Stress anzutun.

      • Mietminderung.org
        13. Dezember 2016 - 16:53 Antworten

        Hallo Diana,

        danke für das Teilen Ihrer Erfahrungen. Man könnte auch sagen: Der Klügere gibt nach.

        Viele Grüße

        Dennis Hundt

        • ana
          4. August 2017 - 10:33 Antworten

          Man könnte auch sagen, der Gemobbte/ Geschädigte gibt nach. Das hier angewandte Sprichwort hat etwas sehr sarkastisches.

          • Mietminderung.org
            8. August 2017 - 10:44 Antworten

            Hallo ana,

            was sind Ihrer Meinung nach die Alternativen? Ein Leben in Angst und Problemen?

            Viele Grüße

            Dennis Hundt

            • Hurz
              13. Januar 2020 - 15:47 Antworten

              So einfach ist es nicht. Die Anwendung des Sprichworts hat in diesem Zusammen tatsaechlich zuerst einmal etwas sarkastisches PUNKT.

              Warum? Das Problem ist doch, dass es die aktuelle Rechtslage nicht erlaubt, hier gegen aktives Mobbing und Schickane vorzugehen. Das ist das eigentliche Problem. Das hat dann nichts mit klug oder nicht klug zu tun. Man hat ob der Rechtslage in den beschriebenen Faellen einfach keine Handhabe.

              Der rechtsfreie Raum, der dadurch entsteht, wird dann ausgenutzt. Dieser endet erst, wenn es zu strafbaren Handlungen wie z.B. Koerperverletzung kommt. Selbst da ist es erst einmal schwer diese nachzuweisen, insofern man in den eigenen vier Waenden und nicht in der Oeffentlichkeit unter Beisein von Zeugen taetlich angegangen wird. Selbst wenn in den eigenen vier Waenden unter Beisein von Verwandten oder Bekannten Dinge geschehen, sind diese als Zeuge oft nur bedingt heranzuziehen.

              Selbst ein bewilligter Gewaltschutzantrag hilft in solchen Faellen nur bedingt. Bei Taetlichkeiten, die innerhalb eines Hauses passieren, ermittelt die Staatsanwaltschaft noch nicht einmal. Wenn einem die Waschmaschine mit Urin befuellt wird, wird dies als Bagatelle abgetan, da es sich angeblich um keine Sachbeschaedigung handelt. Dass Gummidichtung durch Saeure jeglicher Art sproede werden, ist der Staatsanwaltschaft dabei voellig unbekannt. So etwas nennt sich dann auch weltfremde Realitaetswahrnehmung bei beginnendem Realitaetsverlust.

              In solchen Faellen wird durch die Staatsanwaltschaft regelmaessig nichts unternommen und stattdessen auf den Privatklageweg verwiesen. Es fehlt eben ein oeffentliches Interesse.

              Wenn man in aller Oeffentlichkeit an das Rad eines Polizeiautos pinkelt, wird dies jedoch in aller Regel sofort verfolgt und auch entsprechend geandet. Dies obwohl auch hier kein Schaden entsteht aber nun einmal zumindest eine Ordnungswidrigkeit vorliegt.

              Sprich bei einer solchen Gemengelage ist es klar, dass Mobbing und Stalking Tuer und Tor geoeffnet ist.

              Natuerlich bleibt einem dann irgendwann, aus reinem Selbstschutz und Ueberlebenstrieb, nichts anderes uebrig, als die Fahnen zu streichen. Das hat dann aber nichts mit Klugheit zu tun.

  • May Boz
    26. Oktober 2014 - 17:29 Antworten

    Auch ich werde seit mehreren Jahren bitterbös von meinen Nachbarn gemobbt. Die Nachbarn und der Vermieter sind ein Asch und ein Kopp. Jahrelang hatte ich im haus meine Ruhe. Jetzt will der Vermieter angeblich das Haus an eine Großfamilie die vom Balkan kommt verkaufen, Ich soll dann halt verschwinden.

    Gemobbt wird mit Überwachung, Einschüchterungsversuchen, Lächerlich machen und mit richtig diesem Lärm. Z.B. Nachts, wenn die Nachbarn hören, das ich schnarche ( das Haus ist sehr hellhörig), werd ich mit subtilen Geräuschen zum aufwachen gebracht.). Bin ich erst mal wach, weil ich ja nicht mehr schnarche, hören die Geräusche augenblicklich auf.

    Auch ich habe dem Vermieter kürzlich schriftlich die Minderung der Miete mitgeteilt, sollte die Lärmbelästigung durch die Nachbarn weiterhin erfolgen. Dies geht sogar soweit, das die Nachbarin aus dem Hinterhaus ihre drei Kinder offenbar dazu bringt, richtig viel Lärm in der Mittagszeit mit Beistand der Freunde der Kinder zu tätigen.

  • Janine
    19. November 2014 - 14:16 Antworten

    Hallo,

    Vor anderthalb Jahren habe ich mich von meinem Ex Freund getrennt, bin mit meinem Sohn in meine jetzige Wohnung eingezogen und bin gerade erst richtig zur Ruhe gekommen.
    Vorher waren Telefonterror, Stalking, Drohungen, Strafanzeigen, öffentliche Demütigungen etc an der Tagesordnung.
    Er wurde vom Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt und seit dem hält er sich mehr oder weniger im Hintergrund, vor ein paar Tagen jedoch der Schock…
    Sein bester Freund aus Kindertagen der ebenfalls kriminell und psychisch gestört ist, zieht in “mein” Haus ein, direkt unter mir!
    Ich habe Angst das der ganze Terror von vorne los geht.
    Er kann nun ungehindert, jederzeit in´s Haus um “seinen Freund zu besuchen”, meine Post zu durchwühlen, mich auszuspionieren, wann ich zur Arbeit gehe, wiederkomme, was ich mache etc..
    Ich weis nicht was ich machen kann, rechtlich habe ich gegen seinen Freund nichts in der Hand..

    Vielleicht hat jemand einen Tipp für mich, vielen Dank im Vorraus

    • May
      12. Juli 2016 - 15:44 Antworten

      Hi Janine,

      sieh zu, das du dich mit möglichst vielen anderen Nachbarn in deinem nachsten Umfels anfreundest und eine Vertrauensbasis aufbaust. So hast du eventuell Zeugen sollten irgendwelche Vorfälle sein.

      Leg dir darüber hinaus eine Videokamera für deine Wohnung zu. Mit Sicherheit kann ein gutes soziales Umfeld schon eine Menge gutes für dich bewirken. Lass dich nicht einschüchtern und zeig egal wer dich versucht einzuschüchtern, daß derjenige auch im Visier von deinen Freunden und Bekannten ist.

      Alles Gute und bedenke den Spruch “ALLEN GEWALTEN ZUM TROTZ SICH ERHALTEN !!!!”

  • Michaela Düe
    1. Juli 2015 - 06:04 Antworten

    Hallo!
    Ich wohne in einem 3 Familien Haus, indem auch der Sohn des Vermieters wohnt und schwerst Drogenabhängig ist. Er kann auch ganz nett sein, es kommt allerdings immer darauf an was er gerade zu sich nimmt und dann wird er unberechenbar. Vor einem halben Jahr musste ich die Polizei holen, da er draußen randerliert, mich mit dem Baseballschläger bedrohte und sich mit Gewallt eintritt in meine Wohnung verschaffen wollte. Die Eltern die zugleich die Vermieter sind, haben nichts unternommen. Gestern hat er mir geschrieben” ich solle ausziehen da ich sonnst nicht mehr froh werde, und du kennst mich ja”. Als ich die Eltern darauf ansprach sagten sie mir das sei keine Bedrohung und ich solle nicht zur Polizei gehen sondern abwarten und die Nacht in einer Pension schlafen. Die Mutter sagte mir dass er ihnen noch viel schlimmer geschrieben hätte und sie die Nacht mit einem Revolver geschlafen hätte, aber ich soll die Beine still halten. Ich würde auch liebend gerne ausziehen, aber ich habe einen Hund und da sieht es auf den Wohnungsmarkt schlecht für mich aus. Ich habe panische Angst und fühle mich auch in meiner Wohnung nicht mehr sicher. Ich habe jeden Tag Angst da ich nicht weiß, was er sich gerade einwirft und wie er dann reagiert.

    Ich weiß die Sache liegt klar auf der Hand, ich müsste nur zur Polizei gehen. Ist aber leichter gesagt, als getan, wenn die Eltern die Vermieter sind.

  • Maik Gold
    2. Februar 2016 - 20:31 Antworten

    Werter Herr Hundt,

    Der § 238 StGB ist korrekt. Nicht der § 283 StGB . Sicherlich ein Zahlendreher. Der § 238 lautet auch auf “Nachstellung” . Stalking ist nur die Umgangssprache.

    • Mietminderung.org
      5. Februar 2016 - 05:09 Antworten

      Hallo Herr Gold,

      danke für den Hinweis, ist geändert.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Uschi
    2. März 2016 - 21:53 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    ich lebe in einem Dreiparteienhaus zur Miete und als im August 2014 die Mieterin im EG auszog und der Winterdienst abgab, gab es kein Organigramm wer wann dran ist – die obere Mietpartei hatte noch nie geholfen. Bereits im Sommer noch hatte ich den Vermieter angesprochen wie es im Winter laufe. Er sagte, kein Thema, er komme. Als der heftige Winter da war kam wer nicht? Ja, der Vermieter – weder nach mehrfachen Anrufen und persönlicher Kontakte als er die EG Wohnung renovierte. Eines netten Tages am 29.12.14 war der Vermieter telefonisch nicht erreichbar und der Schnee über 1.50 Meter und Postbote verweigerte die Zustellung. Ich erbarmte mich und verunfallte derart, dass ich bis heute eine kaputte rechte Hand habe und arbeitsunfähig bin und eine weitere Operation über mich ergehen lassen muss am 11.3.16.
    Vom Krankenhaus aus noch habe ich ihn informiert und er sagte zu zu kommen und Schnee zu räumen – angesprochen auf die Meldung bei seiner Haftpflichtversicherung bekam ich zur Antwort dass ihn das nichts angehe. Das wollte ich nicht hinnehmen und ging zum Mieterverein. Es dauerte 6 Monate bis beim Katasteramt klar war wer die Raumpflicht hat und die Versicherung weigert sich zu zahlen da ich nicht eingeteilt gewesen wäre und selbst schuld. Ich habe enorme finanzielle Einbußen, von der gesundheitlichen Situation ganz abgesehen. Desweiteren werde ich auf das Übelste gemobbt – ich muss Schnee schieben, andere sind proforma eingeteilt und machen nix, ich soll alles wegen Brandschutz aus dem Flur entfernen, die anderen haben einiges herumstehen, ich soll Fahrräder aus dem Gemeinschaftsraum tun – von anderen ist Müll etc. drin. Von Bedrohung ganz abgesehen.
    Umziehen ist wegen engem Wohnungsmarkt nicht sofort möglich – sonst wäre ich weg.
    Wie sehen Sie diese Sache?

    • Mietminderung.org
      3. März 2016 - 00:33 Antworten

      Hallo Uschi,

      danke, dass Sie Ihre Erfahrungen hier teilen. Ich kann die Situation leider nicht einschätzen. An Ihrer Stelle hätte ich mich zur Beratung an einen Anwalt gewendet – dieser kann Ihnen in meinen Augen in Ihre Lage besser helfen, als der Mieterverein.

      Alles Gute für Sie.

      Beste Grüße

      Dennis Hundt

      • Uschi
        3. März 2016 - 11:15 Antworten

        Hallo Herr Hundt,
        der Vermieter macht trotz eingeschaltetem Anwalt einfach weiter.
        Glücklicherweise ist der Vermieter so super intelligent droht schriftlich auch dem Mieterverein.

  • Matthias Reichardt
    27. März 2016 - 16:28 Antworten

    Hallo,

    seit acht Jahren wohne ich in einem 3-Familienhaus zur Miete. Bisher war es erlaubt auf dem Grundstück zu parken. Auf dem Grundstück wurde im Feb 2015 eine Physiotherapiepraxis durch meine Vermieterin eröffnet. Seither ist für mich, nur für mich und meine Familienangehörigen, das Parken auf dem Grundstück untersagt. Angeblich wegen der benötigten Patientenparkplätze. Alle anderen Besucher und Anwohner dürfen uneingeschränkt im Hof parken. Ich gehe davon aus, daß ich wegen einer von mir veranlaßten Mietminderung, auf Grund eines durch die Vermieterin in meiner Wohnung verursachten Wasserschadens, bestraft wurde. Schadensbeseitigung erfolgte erst, nachdem ich eine Anwältin eingeschaltet hatte, (nach 4,5 Jahren). Außerdem hatte ich einer ungerechtfertigten Nebenkostennachzahlung widersprochen.
    Da ich Schwerstgehbehindert bin, (Rollstuhl/Unterarmstützen nach Beinamputationen) hat mich das sehr getroffen, da ich mein Auto nun nur unter größten Anstrengungen oder bei widrigen Wetterverhältnissen nicht aus eigener Kraft erreichen kann. Mit dem Rollstuhl ist der Parkplatz für mein Auto an einer vielbefahrerenen Straße für mich selbst nicht erreichbar. Die Grundstücksausfahrt ist steil (16 % Gefälle/Steigung).
    Ich sehe das als Schikane bzw. als Diskriminierung an.

    Wie sehen sie das?

    • Mietminderung.org
      29. März 2016 - 05:43 Antworten

      Hallo Matthias,

      ich würde mich dazu auf jeden Fall rechtlich beraten lassen. Eine Schikane liegt wirklich Nahe. Aus welchen Grund sollen ausgerechnet Sie vom Parken ausgeschlossen werden? Erst macht aus objektiver Sicht keinen Sinn.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Klaus Scherbarth
        5. September 2020 - 10:55 Antworten

        Man bekommt allmählich den Eindruck, dass ihnen die Sicht des mobbenden Vermieters lieber ist. Warum soll die Frau aus ihrer “objektiven” Sicht nicht vom Parken ausgeschlossen werden? Mobben hat nie was mit Objektivität zu tun sondern ist zutiefst subjektiv, deshalb braucht man die Frage nach der Objektivität gar nicht stellen und inwieweit können Sie die Situation der geschädigten Mieterin überhaupt verstehen? Dazu müssten sie im gleichen Haus wohnen und die Mobbingaktion miterleben. Genau dies ist ja das Problem warum so wenig die Mobber juristisch herangezogen werden: die fehlende Bereitschaft aufgrund einer schwierigen Nachweisbarkeit und das Abtun einer Handlung als Kavaliersdelikt obwohl viele Mobbingopfer aufgrund dieses Defizits Selbstmord begehen. Ich kann Sie beim besten Willen nicht verstehen.

        • Mietminderung.org
          7. September 2020 - 10:05 Antworten

          Hallo Klaus,

          danke für Ihren Beitrag. Ich kann im Einzelfall immer eine rechtliche Beratung empfehlen, gerade wenn Mobbingopfer alleine nicht mehr weiterkommen.

          Viele Grüße

          Dennis Hundt

  • Anonym
    29. März 2016 - 19:26 Antworten

    Die Geschichten sind unglaublich, die ich hier lese. So viele Opfer und keine Handhabe sich zu schützen.
    Wir sind selber Mietmobbing Opfer.
    Unberechtigte Abmahnschreiben (jeden 2ten Monat), Hausfriedensbruch durch Vermieter, wöchentlich Zettelchen im Briefkasten, Kündigung (natürlich ungerechtfertigt wie vor Gericht festgestellt), Anwalt ist eingeschaltet, das Mobbing geht weiter. Verwaltung will nichts unternehmen (sie müsse das machen, was der Eigentümer will, auch wenn es nicht rechtens ist (O-ton Verwaltung)). Gesundheitlich sind wir nun angeschlagen: Hörsturz mit Tinnitus (gibt’s hier Chance auf den Tatbestand vorsätzlicher Körperverletzung?). Bereits uns 3 Vormieter sind nach höchstens 2 Jahren aus dem gleiche Grund (Mobbing) ausgezogen, teilweise vor Gericht gezogen, da die Mietkaution nicht zurückbezahlt wurde.

    Auch wir suchen nun wohl oder übel eine neue Wohnung. Umzug (nach 1.5 Jahren) – ist natürlich mit Kosten verbunden. WIE kann es sein, dass die Opfer nicht geschützt werden bzw. die Täter hart bestraft. Anwälte, Mietverband, Polizei, Verwaltung beschwichtigen. Ist man in der heutigen Zeit fast gezwungen als friedfertiger Bürger selber Täter zu werden, damit man (wenigstens kurzfristig) zu seinem inneren Frieden kommt und nicht in der Klapse landet?

  • Ann-Kathrin
    9. Mai 2016 - 14:04 Antworten

    Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber Mietmobbingopfer gibt es leider viel zu viele. Auch ich gehöre dazu. Und fing schon 1 Jahr nach Einzug an eine neue Wohnung zu suchen. Was 4 Jahre dauerte, da ich Tiere habe.

    Mittlerweile lebe ich seit 1 1/2 Jahren in meiner neuen Wohnung und bin einfach nur glücklich.

    Ich kann das Haus verlassen ohne Angst, angeschnauzt zu werden.
    Es liegt kein Müll mehr vor meiner Wohnungstüre.
    Endlich kann ich auch wieder eine Fußmatte verwenden, denn in der alten Wohnung wurde sie gestohlen. Nach dem 3. Diebstahl hatte ich die Nase gestrichen voll und die Schuhe halt vor der Tür ausgezogen und reingetragen.
    Niemand meckert mich mehr an, wenn ein anderer die Dienste nicht gemacht hat.
    Der Schlaf ist zu allen Tages- und Nachtzeiten möglich (da ich krank bin benötige ich selbigen nunmal ohne tagsüber ständig per Sturmklingeln von der Vermieterin -die nur motzen wollte- rausgerissen zu werden und ohne Nacht vom partylustigen Nachbarn am Schlaf gehindert zu werden).
    Mein Keller ist trocken – und wird nicht regelmäßig aufgeschraubt “weil man mal eben was gucken wollte” (was bitte hat mein Vermieter in meinem gemieteten und durch die Tür einsehbaren klatschnassen Keller verloren?).
    Niemand meckert wegen meiner Tiere, sie sind nicht nur einfach geduldet sondern willkommen. Es handelt sich hier um 2 Kaninchen die frei in der Wohnung leben (wie Katzen – und wie Katzen auch stubenrein sind).
    Meinen Müll kann ich entsorgen ohne vorher gucken zu müssen, ob ich evtl. ein Schreiben noch mehr zerkleinern muss – oder besser gleich in mehreren Etappen wegwerfe.
    Es gab auch eine -leider nicht nachweisbare- regelmäßige Verleumdung. Ich sei ein Messi, würde saufen und Drogen nehmen. Außerdem sei mir die Reinigung einer Wohnung unbekannt und es wäre in der Wohnung genauso dreckig wie ich dreckig bin. Keiner von denen, die mich darauf ansprachen, waren bereit vor der Polizei auszusagen. Alle kuschten vor einer über 70jährigen Vermieterin.
    Zum Schluss wurde mir sogar ihr Herzinfarkt angelastet! Der nach meinem Auszug geschah….

    Meine jetzige Wohnung ist weit weg von der alten Wohnung. Da ich wegen meiner Erkrankung nicht arbeitsfähig bin -und keine Verwandten in der Nähe habe- war ich nicht ortsgebunden. Ich wäre gerne dort geblieben, aber meine Vermieterin hat mich bei allen im Ort schlecht gemacht. Im Gegensatz zu mir war sie in der Dorfgemeinschaft eingebunden. Ich war nur “die zugezogene”, nicht in der Kirche, nicht in den Vereinen. Da glaubt man lieber ihr – obwohl man ihren wahren Charakter kennt.

    Ich bin heilfroh, dass mein jetziger Vermieter von einer Auskunft meiner damaligen Vermieterin abgesehen hat. Das ihm die Kontoauszüge, meine Versicherungsunterlagen und meine Schufa-Auskunft reichten als Nachweis, dass ich meine Miete bezahle, für Schäden aufkommen kann und keine negativen Einträge habe.

    Nach wie vor bin ich krank und habe auch -bei einer chronischen Erkrankung- keine Chance an diesem Zustand etwas zu ändern. Aber meiner Psyche geht es besser, auch wenn ich wegen des Umzuges Schulden machen musste, die ich in lächerlich kleinen Raten abstotter (danke ans Cousinchen, auch wenn sie es nie lesen wird). Ich schlafe besser und ruhiger, nehme endlich wieder ab da ich nicht, um ruhig zu werden, Süßkram in mich reinstopfe. Und mich zudem mehr aus dem Haus traue. Etwas, was ich in der alten Wohnung mich kaum noch getraut habe. Selbst vorher aus dem Fenster zu sehen brachte wenig, in den 2 Minuten konnte sich vieles verändern :( .

    Es ist jetzt ein ganz neues Lebensgefühl – und es ist traurig, das alle vor so einer alten Frau kuschen und keiner -nicht die Verwandten, nicht die Kinder (die auch schon um die 40-50 sind), nicht die Enkelkinder und auch nicht die Nachbarn, die sie alle als Furie kennen und beschreiben- ihr mal Gegenwind bringt.

    Außer mir – und damit fing dann alles an. Nur weil ich nicht brav kuschte und “Ja Vermieterin” “Aber sicher doch Vermieterin” “Du hast ja so Recht Vermieterin” “Aber natürlich wasche ich meine Wäsche unten und hänge sie bei jedem Wetter draußen auf Vermieterin” “Aber natürlich mache ich den Dienst für die anderen Nachbarn Vermieterin ist ja kein Problem” und noch mehr von mir gab, nicht kuschte sondern Wiederworte gab, stand ich auf ihrer Abschussliste.

    Es ist traurig.

    Auf der einen Seite heißt es, dass Mieter in Deutschland besser geschützt sind wie Vermieter. Bei manchen Sachen, z.B. Mietnomaden, mag das auch stimmen.
    Aber in Sachen Mobbing und Terror vom Vermieter hat man keinerlei Schutz. Da bleibt nur der Wegzug, denn auf Dauer bringt auch das dickste Fell nichts mehr.

    Mittlerweile ist die Sache ganz abgeschlossen, bis vor 4 Wochen hätte ich mich nicht getraut was zu schreiben. Aber das Gerichtsverfahren ist rum, sie musste zahlen (Kaution und Miete, da sie meine Nachmieter mit fadenscheinigen Argumenten ablehnte). Ich konnte einen kleinen Teil meiner Schulden beim Cousinchen begleichen. Dennoch ist da immer noch ein großer Batzen :( . 400 km Umzug sind nicht billig…….

  • Anne Brechtel
    10. Juli 2016 - 13:06 Antworten

    Hallo auch wir werden von unserem Vermieter gestalkt.
    Unser Vermieter möchte in unsere Wohnung um diese wegen angeblichen Geruchs durch Katzen zu besichtigen.Er hat uns Termine vorgeschlagen die bei uns leider aufgrund von Ausbildung und Schule nicht realisierbar sind. Auf Vorschläge unsererseits reagiert er mit Ablehnung und unterstellt meinem Lebensgefährten er würde keine Ausbildung machen und wäre den ganzen Tag daheim. Wir verlassen jeden Morgen die Wohnung und haben nun festgestellt das der Vermieter meinem Freund mit dem Auto nachfährt. Auch sitzt er den ganzen Tag im Auto oder im garten und schaut in unsere Wohnung. Wenn ich alleine daheim bin traue ich mich nicht aus der Wohnung. Mein Freund kommt zum Teil erst spät nachhause und unser Vermieter (der nicht hier wohnt) sitzt im Auto und beobachtet ihn.
    Kann man hier irgendwas unternehmen ?

  • Oli Berger
    31. Juli 2016 - 11:31 Antworten

    Wir wohnen seit 5 Jahren in dieser Wohnung eines 5 Parteien Hauses. Jedes Jahr wechseln die Mieter im Haus, wir sind so zu sagen seit 5 Jahren die Urgesteine hier. Alle Parteien sind unter anwaltlichem Beistand ausgezogen!!
    Es dauerte kein Jahr da fing das Theater mit den Vermietern an.

    Bei einer Feier ging die Stufe einer Betontreppe kaputt, worauf ich auf eigene Kosten, einen ganzen Samstag die Komplette Treppe abgerissen und neu aufgebaut habe. Freude auf Seiten des Vermieters.

    Irgendwann fing mein Auto an zu Ölen und es entstanden Flecken auf dem Flaster vor der von uns angemiteten Garage. Nachdem das Auto repariert war erneuerte ich großflächig das Flaster, auf eigene Kosten. Wieder freude auf seiten des Vermieter da das Flaster schon total verottet ist.

    Alles in allem gute Kompromisse, wobei letzteres durchgeführt wurde während ich einen akuten Bandscheibenvorfall mit Lähmungserscheinungen hatte, nur um Ruhe im Haus zu bewahren.

    Dann wurde seitens der Vermieter das Gartentor entfernt, da unser Hund im Garten frei rum lief, was aber niemenden störte denn die anderen Parteien kennen unseren Hund und wissen das sie wirklich lieb ist. Zwei weitere Parteien hatten ebenfalls Hunde und es war eine Gute Hausgemeinschaft. Feiern wurden zusammen gefeiert etc.!

    Dann ging es los das dass Hundespielzeug durch den Vermieter wortlos entsorgt wurde, es folgten Spielzeuge der Kinder, Sachbeschädigungen an Fahrrädern, die Plane unseres Pavillons wurde entsorgt nachdem sie auf Unserer Wäschespinne zum trocknen hing, wieder verschwanden Spielzeuge, etc.! Die Mieter unter uns riefen uns sogar auf der Arbeit an und berichteten das der Vermieter sich wieder an unseren Sachen verging. Die Mieter über uns machten Bilder und Videos wie er Teile des Klettergüst unserer Kinder in den Müll warf. Nun wurde das Treppenhaus durch die Vermieterin geputzt da der Herr der dafür beauftragt wurde es nicht macht. Sie hat eine Tasche mit Sandspielzeug aus unserem Kinderwagen genommen und im Müll entsorgt. Auch das haben wir fotografiert, wie die Sachen dann auch noch mit Müll in der Tonne überschüttet wurden.

    Bei einem Gespräch, bei dem es um den Einbau einer neuen Kellertür ging, zückte der Herr Vermieter einige Ausdrucke meiner Facebook Seite und erklärte mir ich solle mich bedeckt halten, alle wissen das ich ein militanter Rechtsradikaler sei!!? Ich betreibe Modellbau und darum geht es auf meiner FB-Seite. Habe allerdings mit dem 3. Reich nichts zu tun und somit finden sich keine Kommentare etc auf meiner Seite.

    Zu meiner Frau sage er, sie solle sich doch mal professionelle Hilfe suchen!!?

    Als ein neues Garagentor eingebaut werden sollte wurde uns ein Termin genannt, den habe ich bestätigt weil ich sehr viele und teure Maschienen und werkzeuge da drin habe und diese gerne für die Zeit im Keller sichern wollte. als ich 2 Tage später von der Arbeit nach hause kam war das Tor raus, kein neues drin und es lag alles offen einsehbar rum!! Nachdem ich ihn anfrief und sagte das geht so nicht kam er und machte ein Plane davor!! Ich wies ihn darauf hin das wenn etwas fehlen sollte ich das von der Miete abziehen würde, er wurde recht klein.

    Es gibt immer wieder neue Sticheleien, diebstähle, Sachbeschädigungn und der Typ vom Mieterbund dem muss man sagen was er schreiben soll!! Ich habe langsam keinen Rat mehr und es haben sich mittlerweile ca 1500,-€ an Schäden und verluste angehäuft in den 5 Jahren.

    Ich bin jetzt soweit das ich die Miete Kürze oder sogar gänzlich einbehalte bis die Schäden und Verluste ausgeglichen sind. Wir haben jetzt eine andere Bleibe gefunden aber unsere Kinder müssen sich komplett neu orientieren!! Das trägt nicht grade zu einer sozial positiven Entwicklung bei, mein Arbeitsweg verlängert sich täglich um eine Stunde (was bei mir bedeutet das nun ca. 14 Stunden weg bin). Wir sind dadurch auf ein zweites Auto angewiesen, denn eine 6 köpfige Familie mit Hund muss erstmal was finden, was zu dem noch dem Einkommen einer Arbeiterfamilie entspricht.

    Kann ich die Miete Kürzen oder einbehalten bis besagtes ausgeglichen ist? Gibt es Urteile auf die man sich stützen kann oder soll ich mir rechtlichen Beistand suchen? Letzteres muss auch wieder bezahlt werden!!?

    • Mietminderung.org
      1. August 2016 - 08:16 Antworten

      Hallo Oli,

      danke für Ihren Kommentar und für das Teilen Ihrer Erfahrungen. Ich kann an dieser Stelle keine Rechtsberatung ersetzen. Wenn Sie mit dem Mieterbund nicht weiterkommen, sollten Sie sich anwaltlich vertreten lassen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Annonym
    9. September 2016 - 14:02 Antworten

    Guten Tag Herr Hundt

    Wir leben seit 2014 in einem Altbau-Gebäude (ca.50jährig) in der Schweiz.
    In unsere Familie sind 4 Personen, mein Mann und ich plus zwei Kinder ( 1 und 3).

    Unser Vermieter wohnt seit etwa 4 Wochen unter uns, und hat sich schon nach der ersten Nacht bei uns beschwert. Der Grund ist; er höre unsere Schritte von oben.

    Nach 12tägigem Urlaub kamen wir zurück, und da stand er wieder vor der Türe. Drohte sogar mit Kündigung.
    Unserer Meinung nach verhalten wir uns wie normale Menschen. Laufen normal und unterhalten uns im normalen Pegel.

    Wir sind sehr gestresst durch diese Vorfälle und dies wirkt sogar auf meine Kinder und unserm Schlaf aus.
    Die Kinder dürfen nicht mehr spielen weil wir Angst haben er kommt wieder hoch.
    Mein Mann und ich fühlen uns gemobbt.

    • Dietz Elisabeth
      30. Dezember 2016 - 17:33 Antworten

      Hallo Annonym,

      wenn es sein Haus ist und er eure Schritte hört, dann soll er sich mal um eine Dämmung des
      Fußbodens kümmern, ihr könnt ja nicht durch die Wohnung fliegen.
      Es liegt 100%tig an der Bodendämmung, das haben die Bauten um 1950 so an sich, habe ich
      hier gelernt!
      Ich höre auch ganze Gespräche von oben und von nebenan, auch das liegt an der Dämmung!

      Liebe Grüße und viel Erfolg
      Elisabeth

  • Dietz Elisabeth
    30. Dezember 2016 - 17:21 Antworten

    Ich bin im Mai 2015 zwangsumgezogen, weil die alte Wohnung nach dem Auszug meiner Tochter für mich laut Grundsicherungsamt zu groß war. Bin krank und leide unter Depressionen und hatte echte Angst vor dem Umzug. Kaum in der neuen Wohnung angekommen, wurde ich am Abend mit lauter Musik und getrampel empfangen, was sich bis heute fortführt, manchmal 3 bis 4 Nächte am Stück, bis in die Morgenstunden 7 bis 10.00 Uhr. Mein Vergehen war, dass ich ein Mieter bin der seine Rechte kennt!
    Mein Kaltwasser am Waschbecken im Bad war nur ein kleines Rinnsal und ich bat die Hausverwaltung um Reparatur. Darauf bekam ich die telefonische Antwort, es würde deshalb keiner die Wände aufschlagen. Meine Antwort folgte über einen Rechtsanwalt, bis wann die Reparatur zu erfolgen hätte und die Lärmbelästigungen eingestellt werden sollten! Seit dem macht man mir das Leben zur Hölle. Die unmittelbaren Nachbarn wurden auch schon angestiftet, Lärm zu erzeugen und der Rest traut sich nicht den Mund aufzumachen. Wahrscheinlich weil Sie die Reaktion der Hausverwaltung, wir freuen uns auf ihre Kündigung schon alle kennen. Auf meine Kündigung freut man sich schon seit Februar 2015 und gibt sich wirklich sehr viel Mühe, dieses Ziel zu erreichen!!!

  • Dirk Römer
    13. September 2017 - 11:49 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    wir werden ständig bei dem Vermieter von anderen Mietern angeschwärzt. Es handelt sich dabei nicht mal um unsere unmittelbaren Nachbarn sondern um 1 bin 2 Mieter aus dem Nachbar Haus unseres 3 Seitenhofes. Der Vermieter darf mir die Namen leider nicht nennen. Ist eine Unterlassungsklage gegen die Mieter hier möglich?

  • Silvie Birkner
    1. Mai 2018 - 13:42 Antworten

    Hallo, auch ich werde seit ca 1 Jahr in einem Mietshaus gemobbt. Ich habe schon 2 mal die Polizei gerufen, weil mir auch Schläge angedroht wurden, Beleidigungen unter der Gürtellinie sind hier an der Tagesordnung. Als ich mich gegen diese Leute, die immerhin 20 Jahre jünger sind, gewehrt habe,bekam ich vom Vermieter eine Abmahnung. Der lässt sich auf kein Gespräch ein. Wenn ich ihn anschreibe und auf seine Pflichten hinweise, reagiert der nicht.
    Mietminderung würde das evtl. verschärfen, der kann mich ja sogar ganz einfach wegen Eigenbedarf raussetzen. Am liebsten würde ich gar keine Miete mehr zahlen, ich zahle für eine Wohnung, in der ich Angst habe und krank werde jeden Monat 400€ Miete. Der Gesetzgeber schaut zu.Ich suche weiter, es gibt nur einen Weg, so schnell wie möglich raus, auch wenns teuer ist. Ich habe noch keine andere Wohnung gefunden, lebe allein, Geld ist knapp. Auch ist es schwer, etwas schönes zu finden.
    Gibt es noch faire Vermieter? Das Gesetz schützt die Vermieter. Schade. Ich glaube in diesen Fällen an keine faire Rechtssprechung. Freundliche Grüsse, S.Birkner

    • Mietminderung.org
      4. Mai 2018 - 06:54 Antworten

      Hallo Silvie,

      danke für das Teilen Ihrer Erfahrungen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • christina rausch-laube
    28. Juni 2018 - 19:13 Antworten

    Ich wohne in einem Hochhaus mit 22 Mietparteien das schon seit 15 Jahren. Seit letzten Jahr haben wir einen neuen Hausverwalter bekommen. Nachdem ich einen zweiten Parkplatz gemietete habe, ging es los. Am Anfang habe ich mir noch nichts dabei gedacht. Erst brach während einer Autofahrt mein Scheibenwischer ab, dann lagen Zigaretten Kippen auf meinem Auto.
    Karfreitag wurde mir über den Facebook Messenger Dienst unterstellt das ich Zeugen kaufen würde. Diese Nachricht kam von einer Mieterin. Weiter ging es dann, das ein riesengroßer Ast auf meinem Parkplatz lag, angeblich von einem Sturm dahin gefallen, aber weder die Autos links noch rechts haben Schäden abbekommen. Mein Briefkasten wurde zwei mal aufgebrochen,einmal lag der Inhalt auch auf dem Boden. Der Höhepunkt war dann aber die Antwort auf einen Brief den ich ihm geschrieben habe und um Mietminderung gebeten habe.
    Darin unterstellt er mir, das aus einer Mülltüte Urin lief die ich zu dem Mülltonnen brachte. Ich muss dazu sagen, das ich einen behinderten Sohn habe, was Rückschlüsse zieht das aus einer Windel Urin läuft.
    Ich würde gerne die Hilfe und den Rat eines Anwalts für Mietrecht nehme, allerdings weiß ich nicht ob diese Gründe alle reichen um einen Mietminderung zu bekommen.

    • Mietminderung.org
      1. Juli 2018 - 19:03 Antworten

      Hallo Christina,

      danke für Ihren Beitrag. Ich kann Ihnen über den Artikel oben hinaus leider nicht wirklich helfen. Für eine individuelle Beratung sollten Sie sich tatsächlich an einen Anwalt wenden.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • christina rausch-laube
    11. Juli 2018 - 17:59 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    das habe ich schon irgendwo habe ich den Hinweis gelesen das Carla Fuchs gegen eine Gebühr Anliegen prüft. War sehr hilfreich.

    Gruß
    Rausch-Laube

  • Jenny Barda
    3. September 2018 - 19:06 Antworten

    Hallo,

    ich wohne seit 4 Jahren in einer Wohnung mit 10 Mietparteien und meine Untermieter versuchen uns schon von Anfang an rauszuekeln.Es kommen regelmäßig anrufe der Wohnungsbaugesellschaft.Egal wie oft ich mich bei dieser Beschwere es passiert nichts.Es fing damit an dass meine Kinder zu laut waren.Deswegen bedrohte er mich vor der Haustür.Leider war auch meine kleine Tochter dabei.Er flösste uns Angst ein weil wir ihn damals noch nicht kannten.Im laufe der Zeit gab er zu jeden aus der Wohnung rausekeln zu können.Dies tat er schon bei 2 Mietparteien die vorher in meiner Wohnung wohnten.Er gab es vor mir und meinem Partner zu.Wir haben öfters mit denen geredet.Haben im Kinderzimmer extra teure Trittschalldämmung gekauft und Teppich gelegt.Trotzdem kommen ständig Beschwerden.Die Wohnungsbaugesellschaft war schon einmal bei ihm unten um zu beurteilen ob wir wirklich laut sind,und das waren wir nicht.Diese Leute bespitzeln jeden im Block und Beschweren sich auch über neue Mieter die ins Haus ziehen.Das ist doch nichtmehr normal.Wie kann es sein das solche Leute nicht einfach gekündigt werden?Die sind es die den Frieden im Haus stören nicht die anderen.Das sehen sie aber nicht so

  • Luise
    7. November 2018 - 17:43 Antworten

    Aus den Briefkästen unseres Mietshauses wurden sehr persönliche Briefe entwendet und dann neu adressiert in andere Briefkästen geworfen. Eine Person scheint es hier auf einen der Nachbarn abgesehen zu haben, da an ihn adressierte Lohnscheine kopiert wurden und zudem Drohbriefe in seinem Namen verfasst wurden. Könnte man hier Anzeige gegen unbekannt stellen und den Fall strafrechtlich verfolgen?

  • Karin Gaa
    26. Juni 2019 - 15:54 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    bei mir ist es etwas anders. Ich soll aus meiner Eigentumswohnung gemobbt werden.
    Mit Klingeln an der Haustür und niemand war da, fing es an. Dann stehen fremde Leute an der Auffaht zur Tiefgarage und wenn ich hochkam war niemand mehr da. Urlaubspapiere aus meinem Briefkasten einfach verschwunden. Jemand muss nachts auf meinen Balkon im EG geklettert sein und hat ein Band um das Geländer gewickelt. Heute kurzes Gespräch mit der Nachbarin am Briefkasten, bis im oberen Stock eine Tür aufging und sie schnell in ihre Wohnung flüchtete. Oft lautes Vogelgezwitscher (wahrscheinlich eine CD) von morgens bis abends ca. 22Uhr. Fuhr meine Markiese aus, promt wird aus dem oberen Stock eine Ladung Wasser gekippt. Was kann man machen, Eigentumswohnung gerade abgezahlt, möchte eigentlich drin wohnen bleiben.

    • Mietminderung.org
      27. Juni 2019 - 08:57 Antworten

      Hallo Karin,

      hier geht es primär um die Miete / Mietminderung. Das betrifft Sie als Eigentümerin nicht. Finden Sie heraus, wer Sie mobbt und lassen Sie sich bitte rechtlich zum weiteren Vorgehen beraten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Pilingou Eleni
    30. Dezember 2019 - 16:22 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt, was ist mit digitalem Verbrechen? Ich werde durch das Internet von meinen Nachbarn ausspioniert- was kann ich dagegen tun? Sehr wahrscheinlich wollen sie kontrollieren, oder die Macht haben, oder sind neidisch aus welchen Gründen auch immer, ich finde es sehr anstrengend, zumal doch jeder eigentlich sein eigenes Leben hat. Warum beschäftigt sich man dann mit dem Leben anderer. Zudem pflege ich zu meinen Nachbarn über mir eher keinen Kontakt (aus diesem Grunde), wir sehen uns nicht und sprechen uns nicht. Aber wenn ich zuhause bin (das kommt weniger vor als erwartet, die meiste Zeit verbringe ich auf der Arbeit), dann machen sie zum Beispiel Geräusche mit ihren Stühlen, das klingt wie Stockschläge. So kann ich zum Beispiel nicht in Ruhe Ferngucken oder entspannen. An den Wochenenden, möchte ich gern ausschlafen, aber selbst das ist mir nicht vergönnt, denn um 6:00 Uhr geht das Radio der Nachbarn los und das über eine Stunde und es ist richtig laut noch obendrein. Dadurch, dass sie mich übers Internet beobachten, wissen die was ich mache, in welchem Raum ich bin, mit wem ich mich unterhalte, so viel Kontrolle, habe ich noch nicht mal von meinen Eltern erfahren. Habe ganz viel versucht, damit sie aufhören mich zu schickanieren, habe das Gespräch gesucht- da verleugnen sie alles, habe den Sozialarbeiter des Spar- und Bauvereins kontaktiert- habe leider nicht so viel Unterstützung erfahren, habe ihnen schon einen Brief geschrieben, sie auch schon mal beschimpft nie persönlich, es findet nur bei mir in den vier Wänden statt. In meinen eigenen vier Wänden kann ich doch wohl schimpfen aber meine Nachbarn hören das, weil sie mein Internet geknackt haben und reagieren darauf, durch Beleidigung oder Geschimpfe (was ich zum Beispiel nicht höre-denn ich habe ihr Internet nicht geknackt. Was macht man in solchen Situationen?

    • Mietminderung.org
      14. Januar 2020 - 15:20 Antworten

      Hallo Pilingou,

      ich weiss leider nicht, wie die Nachbarn Sie ausspionieren – aber ich werde hier ansetzen und Ihren Internetzugang sichern.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Pilingou
    3. Februar 2020 - 21:30 Antworten

    Sehr geehrte Herr Hundt, vielen Dank für Ihre Antwort. Mein Internet ist nun gesichert, es ist sogar unsichtbar und ich benutze es tatsächlich nicht so oft. Meine Nachbarn finden trotzdem Mittel und Wege. Neuerdings schauen sie sich meine Post an und schreiben irgendwas unverständliches darauf. Ich finde das geht bei den immer einen tacken zu weit.
    Ich bin auch so langsam mit meinem Latein am Ende und habe keine Lust auf solche Leute, die sind mir wirklich zu anstrengend.

    Mit freundlichen Grüßen
    Eleni Pilingou

  • Martin
    25. Februar 2020 - 23:44 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    in unserer Wohnung liegt folgende Situation vor:
    Abends ab etwa 18:00 ist es uns nicht mehr möglich die Räumlichkeiten zu lüften. Bei unserem unterliegenden Nachbarn herrscht reger Andrang! Dann wird geraucht was das Zeug hergibt, – dem Geruch nach sind hier wahrscheinlich nicht nur legale Substanzen in Spiel! Um diesen übelriechenden Mief wegzubekommen, bedient er sich dann bis weit in die Nacht hinein sämtlicher Techniken, allen voran lüftet er nicht an der Balkonseite, sondern an der Rückseite direkt unter Kinder- und Schlafzimmer. Auch läuft in seinem WC und im Bad der Ventilator ständig, umso den Mief in den Keller abzusaugen. Letztes Jahr im Juni war es bei gefühlten 28°C in der Nacht schlimm, wir konnten die Fenster nicht mehr öffnen.
    Ich stehe hier vor einem Problemen, denn die die Hausverwaltung tut nicht mehr als sie glaubt tun zu müssen, -soll heißen, Kontrollgänge nur tagsüber zw. 08:00 und 16:00 und dann nur im Vorhaus! => Somit sei für sie der Gegenbeweis erbracht!

    Welche Möglichkeiten sehen Sie hier für eine Dauerhafte Lösung? Ist es sinnvoller vor dem Einreichen einer Klage zur Sicherung der Beweislast die Polizei zu verständigen, welche dann den Sachverhalt aufnimmt? (Gestank, Cannabis)

    Wie kann ich ohne den Einschalten der Polizei den Beweis antreten, dass hier seitens des Nachbarn eine permanente Besitzstörung in Form von Geruchsbelästigung vorliegt?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Martin

    • Mietminderung.org
      26. Februar 2020 - 07:46 Antworten

      Hallo Martin,

      ich würde die Belästigung protokollieren, Nachbarn und Zeugen ins Boot holen und dann bei der Hausverwaltung nicht nachlassen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Katja Ziebart
    17. Dezember 2020 - 19:14 Antworten

    Sehr geehrte Damen und Herren. Ich lebe seit 1996 in meiner Wohnung wir sind vier Familien im Haus. Ich bin leider physisch erkrankt. Aber ich kann noch wahr nehmen was mir gut tut und was nicht. Meine Nachbarn finden immer wieder was um mir was zu unterstellen oder mein Leben zu erschweren. Mein Kind dürfte nachmittags nie auf dem Hof spielen wegen der Lautstärke, dann darf man auf die Bänke nicht sitzen die vor dem Eingang stehen, sind ihre dann beobachten sie mich ständig, habe Papier verloren und gleich lag es im Briefkasten dann haben sie meinem Betreuer angesprochen das es nach Tiere riecht was nicht stimmt mache es regelmäßig sauber, ich habe eine Katze erlaubt vom Vermieter und eine Ratte die im großen Käfig lebt. Dann schließen sie die Tür im Winter um 18.30 ab und im Sommer steht sie bis abends auf. Und dann gibt es andere Dinge noch. Es macht kein Spaß mehr hier zu leben. Es geht langsam auf die physische. Mein Vermieter habe ich informiert aber er macht nichts. Wie soll ich mich verhalten? LG Katja

    • Mietminderung.org
      17. Dezember 2020 - 19:20 Antworten

      Hallo Katja,

      danke für Ihren Beitrag. Ich kann Ihnen hier leider nicht Wirkich helfen, alle beschriebenen Punkte sind nicht wirklich “greifbar” und kaum ein Grund für eine Mietminderung.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Alois
    31. Oktober 2021 - 11:02 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    Wir wohnen seit ca. 7 Monaten in einer Doppelhaushälfte zur Miete. Die andere Hälfte wird von den Vermietern bewohnt. Leider ist es in den letzten Wochen kaum mehr auszuhalten da unsere Vermieter sich offenbar auf die Fahne geschrieben haben uns und unsere Wohngewohnheiten zu überwachen. Sie bemängeln, dass wir die Wohnung nicht (korrekt) lüften würden, obwohl das nicht stimmt. Wir lüften sogar mehrfach täglich. Sie “bemängeln” dass wir nicht genug Gas zum Heizen verbrauchen obwohl wir mit einem Holz-Heissluftofen heizen können und dürfen. Da die Warmwasserbereitung elektrisch funktioniert, verbrauchen wir da natürlich kein Gas. Sie möchten jetzt sogar ein verbrieftes Recht unsere Wohnung 1x jährlich zu inspizieren um eventuelle!! Schäden zu begutachten. Sie beobachten uns und zählen mit wann und wo wir das Haus verlassen, wieviel Holz wir zum Heizen verbrauchen, verlangen, dass wir den Rasen ständig kurz halten, obwohl wir unseren im Mietvertrag gesetzten Fristen nachkommen, sogar – und das geht uns eigentlich gegen unser Empfinden für die Natur- wenn es draussen brüllend heiss ist, nur um nicht angezählt zu werden. Und so könnte ich die Liste ewig weiter führen. Leider ist die Situation so schlecht, dass meine Frau heute kurz vor einem Nervenzusammenbruch stand. Wir finden aber leider auch so schnell nicht eine neue Bleibe um den “Nachbarn” zu entkommen. Ich wäre sehr dankbar für einen Rat. Mit freundlichen Grüßen, Alois (Name geändert, da die Vermieter mitlesen könnten)

    • Mietminderung.org
      1. November 2021 - 08:30 Antworten

      Hallo Alois,

      was soll ich schreiben… das Verhalten der Vermieter geht zu weit. Sie können sich m.E. nur abschirmen / die Vermieter mit diesem Verhalten abblocken. Ggf. einen Anwalt zur Kommunikation einschalten. Mittelfristig wird nur ein Umzug helfen, das sehe ich wie Sie.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Regina
    8. Februar 2022 - 21:55 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    ich wohne alleinlebend seit ca. 3,5 Jahren in einer Erdgeschoss-Mietwohnung eines 2-Familienhauses. Baujahr 1960.
    Über mir wohnt (in Ihrer eigenen geerbten Wohnung des Elternhauses) alleine die nun 67-jährige Schwester meines Vermieters (zu dem ich ein sehr gutes Mieterverhältnis habe), der mit seiner Familie im Nachbarhaus wohnt.
    Das Haus bzw. die Wohnungen sind extrem hellhörig – man hört in beiden Etagenwohnungen jeweils alle Geräusche (Abstellgeräusche, Laufgeräusche, Stimmen uvm. ) aus der Nachbarwohnung oben, sogar das Räuspern im Wohnzimmer, in meinem seitlich darunter liegenden Schlafzimmer.
    Vor mir hat die verstorbene Mutter des Vermieters/der oberen Nachbarin in meiner Wohnung gelebt. Meine obere Nachbarin war von Anfang an nicht begeistert, dass jemand fremdes unter ihr einzieht. Sie ist eine Einzelgängerin, arbeitet tagsüber und verbringt, bis auf ca.15 Abende im Jahr, jeden Abend alleine mit Zigaretten-Rauchen (durch das ich zusätzlich in meiner ganzen unteren Wohnung belastet werde) vor ihrem Fernseher.
    Ich bin ein gesellschaftlicher Mensch, bin öfter unterwegs, bekomme Besuch von FreudInnen, und telefoniere öfter mit Freundinnen und Familienmitgliedern.
    Ich bin ein ruhiger, vorsichtiger, rücksichtsvoller, ordentlicher und sauberer, fleißiger Mensch. Sie ist ein aggressiver, rücksichtsloser, unordentlicher, unsauberer Mensch, der andere für sich arbeiten lässt.
    Als ich anfangs mal mit ihr redete, und ich sie dabei fragte, ob wir zusammen mal eine Radtour machen sollen, antwortete sie: “Damit hätte ich kein Problem”.
    In den ersten 6 Monaten, hat sie sich bzgl. Geräuschen und Schmutz zurückgehalten, danach jedoch täglich von morgens bis abends alle ihre Unarten ausgelebt:
    Haustürknallen, Wohnungstürknallen, unmögliches Auto-Parken links neben/nahe meinem Auto, Wasser in Bächen vom Balkon laufen lassen, Zigaretten-Filter und immer Geranienblätter und -stengel nach unten auf meinen Balkon fallen lassen, immer aggressives wöchentliches Staubsaugen – bis vor einem Jahr jeden Sonntagmorgen kurz nach 8 Uhr im Schlafzimmer beginnend, Wäschetrocknermaschine bis kurz vor 21 Uhr betreiben, jeden Werktag morgens ab 5 Uhr (auf die Arbeit vorbereitend) wild in der Wohnung (von Raum zu Raum) herumlaufen inkl. Türenbenutzung,mit finalem Haustürknallen um 6.35 Uhr, und seit ca. 1 Jahr zusätzlich werktags morgens zwischen 5 und 6 Uhr etwas Schweres im Schlafzimmer fallen lassen. Wenn ich alle 2 Wochen einmal normal staubsauge, hat sie vor einiger Zeit mehrmals wie eine Dreijährige über mir herumgetrampelt, ebenfalls beim normalen Schließen meines Fensters und beim normalen Abstellen eines Blumentopfes auf meiner Fensterbank.Das allerschlimmste aber ist, dass sie seit mindestens 1,5 Jahren jedem meiner Geräusche, und auch wenn ich telefoniere, in den Raum direkt darüber nachgelaufen kommt, und dann über mir herumläuft, und geschäftig tut, sogar auf dem Balkon. Üblicherweise liegt sie auch tagsüber immer auf ihrem Fernseh-Relax-Sessel, und sobald ich ein Geräusch erzeuge, hört man sie aufstehen, und zu mir und über mir laufen. (Ist das Stalking?)
    Sogar wenn mein Wecker am Wochenende morgens klingelt, kommt sie dann direkt in ihr Schlafzimmer gelaufen. Und, immer 10 Minuten nachdem ich ins Bett gegangen bin (man hört auch Lichtschalterbetätigungen, und sie kann sehen, dass bei mir kein Licht mehr leuchtet) kommt sie in ihr Schlafzimmer öffnet die Tür, schaltet ihr Licht ein, und wieder aus, und schließt die Tür wieder..
    Als ich sie per SMS mal gefragt habe, was ihr blödes Verhalten (“blöd” ist ihr Lieblingswort) soll, warf sie mir per SMS vor, ich würde versuchen, sie aus ihrem Elternhaus zu ekeln, und schrieb gleichzeitig in der SMS, sie freue schon auf ihre Rente in diesem Jahr. Außerdem habe ich sie mal per SMS gefragt, was los ist, dass ihr immer ganz früh morgens im Schlafzimmer etwas auf den Boden fällt, worauf sie antwortete: “Ach, hörst du das auch, ich wunder mich die ganze Zeit, was das wohl ist.”

    Was kann ich nur tun, um endlich in Ruhe und Frieden hier leben zu können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Regina
    (Name geändert, da die Vermieter mitlesen könnten)

    • Mietminderung.org
      9. Februar 2022 - 09:12 Antworten

      Hallo Regina,

      danke für Ihren Beitrag und für die Schilderungen Ihrer unschönen Situation. Ich kann Ihnen hier leider nicht wirklich helfen. Ein hellhöriges Haus bringt leider oftmals viele Probleme im Miteinander mit sich.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Regina
    16. Februar 2022 - 20:43 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    vielen Dank für Ihre Antwort zu meinem Fall Mobbing und Stalking bei Mieterin durch Wohnungseigentümerin im Haus.

    Mit freundlichen Grüßen

    Regina
    aus
    Rott am Inn (am Südost-Hang)

  • Birte
    24. Juni 2022 - 01:10 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    ich wohne seit einem Jahr in der mittleren Wohnung eines Dreifamilienhauses, die ich nach dem Einzug renoviert habe. Es hat ein halbes Jahr gedauert, bis ich endlich fertig war, da ich alleinstehend bin und einen Vollzeit-Job habe. Bis dahin war es hier noch einigermaßen erträglich. Die Mieter oben (mittleren Alters, arbeiten nicht), mit zwei kleineren Kindern, waren zwar ständig ziemlich laut, aber mit Ohrstöpseln und Gehörschutz konnte man dem noch aus dem Weg gehen. Dazu benutzen sie irgendwelche Lufterfrischer-/Raumduftsprays. Als ich eingezogen bin, soviel, dass es nicht weiter gestört hat, obwohl auch da schon ab und an etwas bei mir in die Wohnung zog. Der Gebrauch dieser Sprays hat sich bis Februar extrem gesteigert, sodaß es hauptsächlich durch Jalousiekästen und Türrahmen in meine Wohnung zieht. Wenn ich am PC sitze (Schreibtisch steht neben Türrahmen einer Schiebetür) fühlt es sich an, als wenn mir jemand mit einer Sprühdose direkt ins Gesicht sprüht, ich fühle wirklich jeden einzelnen Sprühstoss). Mittlerweile sind es keine Sprühstösse mehr, sondern es wird dauer-gesprüht. Am Esstisch, der an einem Doppelfenster steht, ist es, als wenn jemand im Jalousiekasten sitzt und direkt auf den Tisch sprüht. Wie genau das passiert weiß ich nicht, ich habe nur mitbekommen, das der Dachboden wohl nachträglich ausgebaut wurde und früher nur 2 Wohnungen hier waren. Das Problem ist, dass ich allergisch gegen diese Sprays, Zigarettenrauch, Räucherstäbchen usw. bin. Davon bekomme ich je nach Spay und Intensität folgende Symptome: Atemnot, brennende Atemwege und Augen, Hustenreiz bis starke Hustenanfälle, Übelkeit bis Erbrechen, Schwindel, Benommenheit, ein taubes und geschwollenes Gesicht. Als ich den Mieter von oben mal im Flur getroffen und wir uns unterhalten haben, habe ich ihn auf das Spray angesprochen. Danach war es ca. 3 Wochen wesentlich besser, so wie zu Anfang. Doch dann ging es richtig los. Der Hausflur wird heftig eingesprüht, sodaß ich schon unten an der Haustür Probleme bekomme und das Spray auch durch die Wohnungstür bei mir in den Flur zieht. Auch draußen herum wird alles eingesprüht, sodaß ich auch kein Fenster öffnen oder auf den Balkon gehen kann. Wenn ich von der Arbeit in die Wohnung komme, ist es ok bis erträglich. Sobald ich aber drinnen bin, hört man die Mieter oben aufspringen und innerhalb von 15 Minuten ist die ganze Wohnung und draußen herum alles unerträglich eingesprüht. Mittlerweile habe ich mir eine Lackierermaske mit Filtern für organische und anorganische Stoffe zugelegt. Einmal, als ich auf den Balkon ging, weil ich drinnen keine Luft mehr bekommen habe, hörte ich auf dem Dach etwas rumpeln und plötzlich hing ein Schlauch vom Dach herunter (wohl aus Versehen und leider war ich nicht schnell genug, um das zu fotografieren) wie von einem Drucksprüher, woraus dann auch gesprüht wurde. Bevorzugt wird in dem Raum gesprüht, in dem ich mich gerade aufhalte, z.B. in der Küche, wenn ich koche oder spüle – ich muss dann regelmäßig zwischendurch den Raum verlassen, im Bad morgens, wenn ich mich für die Arbeit fertig mache – da muss ich dann zwischendurch auch raus, neuerdings auch nachts, sobald die hören, dass ich Vorbereitungen treffe, um ins Bett zu gehen – räume dann die beiden Luftreiniger und den Ventilator vom Wohn- ins Schlafzimmer -, wird vor allen Dingen das Schlafzimmer und auch der Rest der Wohnung wieder bis zur Unerträglichkeit eingesprüht, es ist denen auch egal, wenn ich heftigste Hustenanfälle teilweise mit Erbrechen habe, die sprühen einfach weiter. Meistens liege ich erst gegen ein Uhr im Bett und um sechs geht der Wecker. Nachts wird auch 1-2 Mal heftigst alles eingesprüht, solange bis ich davon aufwache, weil ich keine Luft bekomme oder Atemwege und Augen brennen. Das geht solange, bis ich aufstehe, das bekommen die, glaube ich mit, da mein Holzbett knarrt. Das ist meistens zwischen 3 und 4 Uhr. Oft nehme ich dann mein Bettzeug und lege mich in ein anderes Zimmer auf Schaumstoffstuhlkissen, da es dort etwas besser ist und die nicht knarren. Natürlich darf ich dabei keinen Ton von mir geben, sonst sprühen die dort auch wieder heftig. Ich traue mich auch nachts nicht mehr die Toilettenspülung oder den Wasserhahn zu benutzen, da die dann mitbekommen, dass ich wach bin. Aufgeweckt werde ich regelmäßig um 5.50 Uhr, wenn wieder die gesamte Wohnung eingesprüht wird. Meinen Wecker, der um 6 Uhr abläuft, brauche ich gar nicht mehr. Danach wird dann in Küche und Bad gesprüht, je nachdem, wo die mich gerade hören, bis ich die Wohnung verlasse, um zur Arbeit zu fahren. Es ist in der oberen Wohnung erstaunlich ruhig geworden seitdem die mich einsprühen. Als ob die mit den Ohren auf dem Boden liegen, um zu hören, wo ich gerade bin und was ich mache. Ich habe den Eindruck, die schlafen, wenn ich arbeiten bin, um mich abends und nachts terrorisieren zu können. Habe ich mal Besuch, passiert natürlich gar nichts. Es ist mittlerweile soweit, dass mir nach der Mittagspause im Büro einfach vor Müdigkeit die Augen zufallen, Zum Glück habe ich die meiste Zeit das Zimmer für mich, aber mein Chef hat schon mitbekommen, das was nicht stimmt, da dieser Zustand schon seit Ostern andauert. Seitdem habe ich auch ein Protokoll geführt, darüber, wann und wo die Mieter oben sprühen und nach was es riecht, Das ist auch ganz unterschiedlich: manchmal fruchtig-ätzend, Frühlingsduft, Terpentin/Klebstoff, Jauche-ähnlich, WD-40-ähnlich, minzeartig. Wobei ich nicht weiß, ob das alles NUR Raumspray ist oder irgendwelche anderen Chemikalien. Natürlich habe ich vor Wochen auch den Hausverwalter informiert. Der war bei mir in der Wohnung, direkt nach der Arbeit, wir sind zusammen reingegangen. Da war natürlich nichts. Der Hausverwalter sagte, er glaubt mir zwar und wolle mir auch gerne helfen, aber er wüßte nicht wie, da ich keine Zeugen hätte. Wir sind so verblieben, dass ich beim Mieterschutzverein nachfrage und ihm Bescheid gebe. Vom Mieterschutzverein kam – bei Geruchsbelästigungen kann ich Ihnen leider nicht helfen – . Ich habe danach noch mehrmals mit dem Hausverwalter geschrieben und gesprochen, da ich der Meinung bin, dass er für Abhilfe sorgen muss. Dazu habe ich ihm auch verschiedene Urteile, Artikel usw. geschickt, aber er scheint sich nicht zuständig zu fühlen. Auch der Mieter von unten (alleinstehender älterer Herr) hat schon mit dem Hausverwalter über das Spray im Hausflur und auf seiner Terrasse gesprochen. Trotzdem unternimmt er nichts. Vorige Tage habe ich bei ihm am Büro geklingelt, da ich ihn meistens telefonisch nicht erreichen kann. Er sagte mir sehr unfreundlich, dass er mir nicht helfen könne. Auf meine Frage, ob ich wenigstens ausziehen könnte, sobald ich eine andere Wohnung habe (was bei dem Angbot im Moment nicht einfach ist), weil der Vertrag über 2 Jahre läuft, meinte er ganz frech – deswegen hätte er den Vertrag ja für 2 Jahre gemacht, damit man nicht so einfach ausziehen kann -. Bevor ich den Vertrag unterschrieben habe, habe ich ihm gesagt, dass ich diese Allergie habe und ob ich die Möglichkeit hätte, im Fall der Fälle vorher zu kündigen oder z.B. bei Arbeitslosigkeit, da ich dann diese Miete hier nicht zahlen könnte. Darauf meinte er, wenn ein triftiger Grund vorläge, wäre es kein Problem, sie wären ja keine Unmenschen. Das habe ich nur leider nicht schriftlich. Mittlerweile habe ich erfahren, dass meine Vormieter ausgezogen sind, weil die oben so laut waren und auch, dass die Mieter oben diese – jetzt meine – Wohnung haben wollten, aber nicht bekommen haben. Ich weiß wirklich nicht mehr weiter, ich habe auch schon versucht im Auto in der Garage zu schlafen, aber das hat auch nicht funktioniert. Ein Zimmer oder Ferienwohnung zusätzlich kann ich nicht bezahlen. Wenn ich zur Polizei gehe, habe ich Angst, dass die Mieter oben irgendwas erfinden und die Polizei bei mir vor der Türe steht. Haben Sie vielleicht eine Idee? Viele Grüße Birte (Name geändert, da Verwalter mitlesen könnte)

    • Mietminderung.org
      27. Juni 2022 - 11:06 Antworten

      Hallo Birte,

      danke für Ihren sehr ausführlichen Beitrag. Ich kann Ihnen in der Sache leider auch nicht helfen. Ich würde Ihnen empfehlen, dass sie den Sachverhalt bei einem Anwalt vortragen. Vielleicht hat dieser eine Idee. Die Protokollierung mit Zeugen macht in jedem Fall Sinn.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

      • Birte
        9. Juli 2022 - 12:02 Antworten

        Hallo Herr Hundt,

        vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, sich um meinen Fall zu kümmern.

        Viele Grüße
        Birte

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.