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Mietminderung: Fehlende Terrasse oder Terrasse nicht nutzbar

Steht im Mietvertrag, dass eine Terrasse zur Wohnung gehört, begründet eine fehlende Terrasse oder eine nicht nutzbare Terrasse einen Mangel der Mietsache und berechtigt den Mieter zur Mietminderung. Die Wohnfläche einer Wohnung umfasst nämlich die Grundfläche aller Räume einschließlich Wintergärten, Balkone, Dachgärten und Terrassen (BGH WuM 2009, 733).

Fehlende Terrasse mindert Wohnfläche

Eine fehlende Terrasse wirkt sich zunächst als Mangel in Bezug auf die vereinbarte Wohnfläche aus.

Bei bis 2004 abgeschlossenen Mietverträgen sind nach der maßgeblichen II. Berechnungsverordnung die Grundflächen von Terrassen und Balkonen zur Hälfte berücksichtigungsfähig. Auf die Lage oder Nutzbarkeit kommt es dabei nicht an (BGH WuM 2009, 344).

Für nach 2004 abgeschlossene Mietverträge ist nach der dann gültigen Wohnflächenverordnung die Grundfläche von Terrassen und Balkonen in der Regel zu einem Viertel zu berücksichtigen, höchstens jedoch bis zur Hälfte. Da die Verordnung als Regelwert ein Viertel vorgibt, kommt eine darüber hinausgehende Flächenanrechnung nur in Frage, wenn die Terrasse einen überdurchschnittlichen Nutzwert ausweist.

Individuelle Vereinbarung und ortsübliche Anrechnung

Soweit Vermieter und Mieter im Mietvertrag vereinbaren, dass die Grundfläche einer Terrasse vollständig berücksichtigt werden soll, hat die individuelle Vereinbarung Vorrang vor den Bestimmungen der Verordnungen (BGH WuM 2006, 245).

Gleiches gilt, wenn eine bestimmte Anrechnung ortsüblich ist, die Balkon oder Terrassenfläche beispielsweise in einer Gemeinde üblicherweise zu einem Viertel oder zur Hälfte angerechnet wird. Auch dann kommt es auf die Bestimmungen in den Verordnungen nicht an (BGH WuM 2009, 344).

10 % Flächenabweichung begründet Mietminderung

Weicht die für die Terrasse ermittelte Grundfläche dann um mehr als 10 % von der im Mietvertrag bezeichneten Fläche ab, kann der Mieter die Miete mindern. Eine fehlende Terrasse wirkt sich also dann mietmindernd aus, wenn sie mindestens 10 Prozent Grundfläche hat.

Die Minderungsquote ist dann mit der fehlenden Grundfläche identisch. Beträgt die Grundfläche der Terrasse 15 qm², kann der Mieter die Miete um 15 % mindern. Mehr dazu auch unter: Mietminderung bei falscher Wohnfläche.

Nicht nutzbare Terrasse muss sich gebrauchsbeeinträchtigend auswirken

Ist die Terrasse hingegen nicht nutzbar, bestimmt sich die Minderungsquote nach dem Ausmaß der Gebrauchsbeeinträchtigung. Je höher der Nutzwert der Terrasse, desto höher die Minderungsquote. Kannte der Miete bei Mietvertragsabschluss die durch irgendwelche Umstände eingeschränkte Nutzbarkeit der Terrasse oder hätte er diese erkennen können, muss er diese Kenntnis gegen sich gelten lassen (Terrasse wird durch Bäume eingedeckt).

Ist die Terrasse zu einer verkehrsreichen Straße hin gelegen, ist die Gebrauchsbeeinträchtigung voraussichtlich geringer, als wenn sie zur Waldseite ausgerichtet ist. Ein auch tagsüber im Schatten gelegene Terrasse hat einen geringeren Nutzwert als eine nach Süden ausgerichtete Terrasse. Subjektive Einschätzungen eines Mieters, der beispielsweise ein ausgesprochener Sonnenanbeter ist, bleiben dabei außer Betracht. Maßgebend ist allein die objektiv zu bewertende Gebrauchsbeeinträchtigung, so wie sie ein verständiger und auf die normale Nutzung ausgerichteter Mieter einschätzen würde.

Einzelfälle aus der Rechtsprechung:

AG Augsburg (ZMR 1998, 354): 7 % Mietminderung, wenn durch den Einbau einer Tür die Terrasse für andere Mieter begehbar wird;

AG Potsdam (WuM 1996, 760): 5 % Mietminderung, wenn die Terrasse wegen Bauarbeiten nicht nutzbar ist; 15 %: AG Eschweiler WuM 1994, 427). In dieser Entscheidung wurde auch darauf abgestellt, dass nach der Lebenserfahrung davon auszugehen sei, dass die Nutzung einer Terrasse vom Mietvertrag umfasst werde, sofern beim Abschluss des Mietvertrages nicht ausdrücklich darauf hingewiesen werde, dass der Mieter die Terrasse nicht nutzen dürfe;

AG Bersenbrück (WuM 2000, 211): 20 % Minderung, wenn eine unmittelbar an die Terrasse angrenzende Grünfläche als Weidefläche genutzt wird und Gerüche, Lärm und Ungeziefer von Weidevieh die Nutzung beeinträchtigen;

LG Berlin (GE 1995, 1013): Kein Recht des Vermieters, Balkon/Terrasse zu verkleinern, um hohe Reparaturkosten einzusparen. Er darf aber im Rahmen der Instandsetzung Fliesen durch Estrich ersetzen (LG Berlin NJW-RR 2001, 1163).

27 Antworten auf "Mietminderung: Fehlende Terrasse oder Terrasse nicht nutzbar"

  • Gisela Jung
    5. Juli 2013 - 20:52 Antworten

    Der Sichtschutz um unsere Terrasse, ein ca. 13 Jahre alter Holzzaun mit stark wuchernder Grünbepflanzung, ist vergangenen Winter zusammengebrochen und wird nur noch notdürftig duch das Grün zusammengehalten. Diese Tatsache ist unserem Vermieter seit mehreren Monaten bekannt.
    Nach einigen Besprechungen im Beisein des Hausgärtners, wurde bis heute keine Lösung gefunden diesen Mangel zu beheben.
    Der Gärtner hat keine Zeit und der Vermieter kann sich nicht entscheiden. Ich gehe davon aus, dass er so wenig wie möglich Geld ausgeben möchte – am besten gar keins!
    Da ein gewisses Hin und Her mich glauben liess, dass demnächst etwas passiert, habe ich bis heute keine Hecke mehr geschnitten. Dies war vordem sechs- bis siebenmal im Jahr nötig. Ein grosser Zeit- und Arbeitsaufwand. Deswegen war mein Vorschlag einen Holzsichtschutz anzubringen; da Thujas etc. bei den gegebenen Voraussetzungen vermutlich nicht anwachsen werden. Lange Rede kurzer Sinn: Die Terrasse kann nicht genutzt werden. Die Gartenmöbel stehen zusammengepfercht in einer Ecke.
    Nun frage ich mich – nachdem meine Geduld am Ende ist – ob eine Mietminderung in diesem Fall möglich ist. Dies sehe ich nun als einzige und letzte Möglichkeit, dem Vermieter Beine zu machen!

    • Mietminderung.org
      6. Juli 2013 - 15:14 Antworten

      Hallo Gisela,

      eine angemessen Mietminderung setzt einen Mangel voraus. Dieser ist offensichtlich vorhanden. Weisen Sie Ihren Vermieter doch mit einem letzten Schreiben auf Ihr geplantes Vorgehen hin, sollte der Sichtschutz nicht erneuert oder repariert werden.

      Hier noch zwei artikel für Sie:

      Richtiges Vorgehen bei einer Mietminderung.

      Gefahren und Risiken bei einer Mietminderung.

      Im Zweifel fragen Sie bitte einen Anwalt.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Michael
    25. August 2013 - 19:33 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    vom 01. August bis 30. Oktober ist mein Balkon wegen einer Sanierungsarbeit meines Vermieters nicht mehr begehbar. Zusätzlich ist die Rückfront komplett eingeplant und mein Balkonsfenster mit Folie abgeklebt so das ein Lüften nur noch durch eine Kippfensterstellung möglich ist.

    All das wegen eines Wasserschadens von dem darüberliegenen Balkon. Der Wasserschaden wurde trotz mehrmalige Anmahnens noch nicht vom Vermieter behoben. Er meint das sollte mann machen wenn alle Außenarbeiten erledigt sind.

    Kann ich meine Miete kürzen und wenn ja welchens Urteil kann ich anziegen und wie viel Prozent von der Warmmiete oder Kaltmiete ?

    Vielen Dank für Ihrer Unterstützung.

    Gruß Michael

  • Caroline
    1. Dezember 2013 - 15:25 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    ich habe seit Mitte September ein Baugerüst auf meinem Balkon stehen und musste den sogar leer räumen, da die Dachterrassen über mir saniert werden. Zudem ist der Balkon und die Fenster stark verschmutzt. Heruntergefallene Gesteinsbrocken schmücken ebenfalls meinen Balkon derzeit. Bei den Bauarbeiten wurde sogar die Fensterbank beschädigt. Darüber wrude mein Vermieter bereits in Kenntnis gesetzt.

    Ist in diesem Falle ein Mietminderung passend? Wenn ja wieviel?

    Ganz lieben Dank.

    • Mietminderung.org
      1. Dezember 2013 - 15:29 Antworten

      Hallo Caroline,

      ich muss ein bisschen schmunzeln, dass Sie den „Balkon sogar leer räumen mussten“. Es gibt auch immer Mitwirkungspflichten des Mieters, das Beräumen des Balkons ist wohl so eine Pflicht. Wenn Ihr Balkon nicht nutzbar ist, dass kann ich nur auf den obenstehenden Artikel verweisen.

      Hier noch ein passender Beitrag für Sie: Mietminderung: Gerüst bzw. Baugerüst auf Terrasse oder Balkon

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Rafael
    5. Januar 2014 - 12:55 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    Meine WG und ich haben im März 2013 eine Wohnung in HH-Eppendorf bezogen und im Mietvertrag wurde festgesetzt, dass die zugehörige Dachterrasse „im Sommer begehbar“ sein würde. Nun haben wir Januar 2014 und die Terrasse ist immer noch im gleichen Zustand wie zuvor. Es liegen nämlich lediglich Schutzbleche auf der Dachpappe, auf denen man zwar laufen kann, die jedoch ehrlicherweise ausgesprochen hässlich sind. Kann ich nun im Winter Mietminderung verlangen, obwohl mein Vermieter den Mangel gerade witterungsbedingt nicht beheben kann oder muss ich damit bis zum Frühjahr warten?
    Und wenn ich mindern kann, um wie viel?

    Liebe Grüße,

    Rafael

    • Mietminderung.org
      6. Januar 2014 - 09:43 Antworten

      Hallo Rafael,

      die Fragen sind: Ist mit „im Sommer begehbar“ ab Sommer 2013 gemeint oder grundsätzlich im Sommer (und nicht im Winter). Zudem müssen Sie entscheiden, ob Sie sich auf Ärger einlassen möchten, bzw. ob es Ihnen den Stress wert ist. Ich würde mich im Zweifel rechtlich beraten lassen. Ein Anwalt kann Sie sicher auch zur Höhe der Mietminderung beraten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Isabell
    27. Januar 2014 - 16:33 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    wir beziehen zum 01.02.2014 eine Wohnung, 88qm mit Terasse und angrenzendem Garten.
    Es ist ein sanierter Altbau und ist jetzt erst fertig gewurden.
    Wegen der Witterung existiert aber bis jetzt weder die Terasse noch der Garten.
    Würden wir die Terassentür öffnen, würden wir einen Meter tief fallen.

    Wie viel Mitminderung ist da angebracht?

    Danke

  • Denecke
    15. März 2014 - 14:55 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    meine Lebensgefährtin und ich sind zu Anfang Dezember in eine neue Wohnung gezogen. Triebfeder der Entscheidung war unter anderem die 25qm² große Dachterrasse. Mit dem Vermieter (der unter uns wohnt ) haben wir vereinbart eine neue Brüstung zu montieren, da die alte einen instabilien Eindruck machte. Nun machte ich mich diese Woche daran die Brüstung zu demontieren und habe bei der Gelegenheit einen Blick unter die Terrasse Marke Eigenbau machen können.Desaster trifft es mit einem Wort recht gut. Kurzum : Die ganze Konstruktion ist aufgrund fehlender Imprägnierung und mangelnder Belüftung vermodert. Der Vermieter hat mir versprochen diese neu zu bauen.
    Ich würde gerne von Ihnen wissen, ob ich das Recht habe ihm eine Frist zu setzen. Wenn ja, welche Handhabe ich nach Verstreichen dieser Frist habe. Es geht mir nicht darum Ärger zu haben, da wir unter einem Dach leben. Ich möchte einfach argumentativ nicht ins Leere laufen.
    Vielen Dank

    • Mietminderung.org
      21. März 2014 - 11:50 Antworten

      Hallo Herr Denecke,

      der Vermieter muss die Mietsache in einem vertragsgemäßen Zustand halten. Leider kann man ohne Kenntnis des Schadens nicht beurteilen, in wie weit sich die Terrasse nicht in einem vertragsgemäßen Zustand befindet. Lassen Sie sich am besten rechtlich beraten.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Edelhäuser Birgit
    21. September 2014 - 19:29 Antworten

    Hallo,
    wir wohnen im Erdgeschoss mit Terrasse und wir können den Garten nutzen. Der Garten liegt ca. 70 cm tiefer als die Terrasse, Nun ist die erste Stufe von der Terrasse zum Garten beschädigt. ( bereits seit fast einem Jahr).Unsere Vermieterin weis seit längerem bescheid und unternimmt nichts dagegen.
    Meine Frage:
    Kann ich die Miete kürzen?
    Wenn ja um wie viel?

    Mfg Edelhäuser Birgit

    • Mietminderung.org
      23. September 2014 - 12:05 Antworten

      Hallo Birgit,

      ich weiss nicht wie groß der Schaden ist und wie sehr Sie dadurch beeinträchtigt sind. Aber wollen Sie wirklich wegen eine defekten Außenstufe die Miete mindern? Wahrscheinlich verursacht das mehr Ärger als alles andere. Im Zweifel sollten Sie dazu einen Anwalt befragen.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Marion Pfahler
    23. April 2015 - 16:06 Antworten

    Hallo Herr Hundt,
    an unsere Wohnung grenzt über die gesamte Hausbreite von 10m eine ca 2m breite Durchgangsterrasse, die auf einer Seite zu einer kleineren Terrasse (3 x 4m) und über eine Treppe nach oben zum Garten führt und auf der anderen Seite zur Wasser- /Regentonne. Meine Terrassentür führt auf die Durchgangsterrasse.
    Seit Pfingsten 2012 ist diese Terrasse nun eine Baustelle und absolut unbenutzbar, geschweige denn vernünftig begehbar. Alles nur noch eine Zumutung. Um die Hauswand nach unten zu isolieren wurde damals über die gesamte Hausbreite eine 3m Tiefe und 1m breite Grube ausgehoben. Bis diese Grube wieder einigermaßen geschlossen war, vergingen schon min. 1,5 Jahre und wir sind in dieser Zeit über Bretterbohlen zu unserer kleineren Terrasse gekommen. Jetzt ist die Grube zwar seit ca. 1,5 Jahren zu, aber immer noch ist die Terrasse nicht begehbar, da zudem immer noch Mengen von Felsbrocken und Steinhaufen von einem weggeschlagenen Fels herumliegen (das Haus ist in einen Berg gebaut und ein großer Felsbrocken ragte auf die Terrasse, den mein Vermieter weg machen wollte, wie er 1/3 der Terrasse belegte), die alten Terrassenplatten von der Seite der Grube stehen überall rum, und das alles über die gesamte Hausbreite von 10m. Die ehemalige Grube weist immer noch einen Höhenunterschied zum eigentlichen Terrassenboden von 20 bis 30cm auf. Auf den Steinplatten des Terrassenbodens liegen die ganzen Fels und Steinbrocken vom zerschlagenen Felsbrocken, der Rest ist eine Lehmebene, bei Regen eine Matschebene, die ich teilweise mit Brettern überbrückt habe um überhaupt gehen zu können. Ich habe mich in dieser ganzen Zeit immer in Geduld geübt, obwohl es nicht voran ging und immer wieder die Arbeiten brach lagen und über Monate einfach gar nichts passiert. Ich habe meinen Vermieter aber trotzdem mehrfach immer wieder darauf hingewiesen und gedrängt, dass die Terrasse jetzt endlich fertig gemacht wird, dass es unzumutbar ist und zudem gefährlich. Ein Wunder, dass sich noch niemand den Fuß gebrochen hat! Immer wieder wurde ich vertröstet, dann ist mal wieder ein bisschen gearbeitet worden und seit Herbst letzten Jahres passiert gar nichts mehr, obwohl ich immer wieder dränge. Ich bin schon wirklich ein geduldiger Mensch, auch um des lieben Friedens willens, aber jetzt ist mein Geduldsfaden wirklich endgültig am Ende und ich glaube ohne Mietminderung wird das noch Jahre so weiter gehen.
    Meine Frage geht dahin, kann ich die Miete jetzt zum nächsten Monat Mai kürzen und wenn ja um wieviel. Was muss ich beachten – weil ich immer wieder lese, ich muss es schriftlich ankündigen und dem Vermieter Gelegenheit geben den Mangel auszuräumen, wobei ich denke, Gelegenheit hat er nun genug gehabt. Außerdem braucht es, um diesen Mangel zu beheben, Monate, weil die Terrasse von der Straßenseite auch noch schwer zugänglich ist, heißt alles muss von Hand dort weggeschleppt werden, bzw. hingebracht werden. Kran und Baugerät ist dort nicht möglich.
    Kann ich die Miete auch rückwirkend mindern, Beweisfotos und Zeugen gibt es wie Sand am Meer.

    Mit freundlichen Grüßen
    M. Pfahler

  • Marion
    4. August 2015 - 15:13 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    statt meiner Terrasse klafft seit letzter Woche ein kellertiefes Loch… Die Vermieterin baut genau da noch einen Raum an die Gesamtbreite des Hauses, also alle 3 Stockwerke hoch, an. Ich kann auch den Garten (lt Mietvertrag zu meiner alleinigen Nutzung vorgesehen) nicht mehr nutzen da nicht mehr betreten (außer ich klettere durchs Fenster), die eine Hälfte haben die Bauarbeiter mit ihren Sachen belegt, dann kommt der Bauzaun, und die andere Hälfte (hinterm Bauzaun) ist eben nur durchs Fenster erreichbar. Mit der Terrasse fiel auch der Sichtschutz zur Straße hin, ich saß früher immer recht versteckt auf der Terrasse und im Garten, das hat sich jetzt alles erledigt.
    Diesen Monat hab ich die Miete schon überwiesen (Dauerauftrag), was kann ich insgesamt noch machen? Mit wie viel Miete schlägt der Garten (der definitiv ein Grund war, damals genau diese Whg anzumieten) in der Miete zu Buche?
    Danke und freundliche Grüße
    Marion

  • Barbara Füger
    2. Dezember 2015 - 23:30 Antworten

    Ich habe gleich mehrere Fragen.
    Im Oktober sind wir in unsere neue Mietwohnung gezogen. Ein altes kernsaniertes 6-Familienhaus. Laut Mietvertrag haben wir einen Garten und eine Terrasse. Eine Terrasse haben wir. Das an unsere und von der Nebenwohnung angrenzende Grundstück ist ca. 600 qm groß. Unser Vermieter sagt, wir können uns selber Garten abteilen, weil außer uns nur eine Partei einen Garten möchte. Soweit okay.
    Im Nebengarten (Besitzer ist ein Jäger) stehen 21 große Bäume, Eichen, Birken, Walnuss. Die meisten sind bestimmt schon 50-100 Jahre alt. Die Äste ragen zur Hälfte über unser Grundstück und Terrasse, verursachen ca. 70 Sack Laub für uns (mussten wir selbst zusammenfegen und entsorgen) und schmeißen zusätzlich sehr viel totes Holz.
    Wer muss die Bäume lichten und sichern? Wir könnten einen Garten oder die Terrasse nur mit Schutzhelm nutzen. Unser Vermieter weigert sich, etwas zu unternehmen, weil er dafür Geld ausgeben müsste.
    Wir haben uns diese Wohnung aufgrund Garten und Terrasse ausgesucht. Am Anfang hat der Vermieter gesagt, dass an den Bäumen etwas gemacht wird.
    Können wir die Miete mindern? Welche Möglichkeiten bestehen noch?
    Vielen Dank für Ihre Antworten.
    Gruß
    Barbara

  • Karin
    14. März 2017 - 15:21 Antworten

    Sehr geehrter Herr Hundt,

    ich habe zwei Fragen bzgl. der Terrassennutzung.

    Nehmen wir mal an, es existiert ein Mietvertrag, in dem steht:

    „Die Wohnraumfläche beträgt 72 qm, die Terrasse 39,6 qm“

    und nehmen wir mal an, die Bedingungen für eine Mietminderung sind gegeben, wie berechnet sich dann die Mietminderung in dem konkreten Fall, wenn die Terrasse komplett nicht nutzbar ist?

    Und nehmen wir mal an, der Vermieter erhält eine Frist von vier Wochen für die Beseitigung der Mängel und diese Frist endet Mitte April. Darf ich dann zusätzlich zur Mietminderung ab Mai auch rückwirkend für den halben April (ab Ende der Frist) die Miete mindern, vorausgesetzt der Mangel wird nicht fristgemäß behoben?

    Vielen Dank und Gruß
    Karin

    • Mietminderung.org
      14. März 2017 - 16:25 Antworten

      Hallo Karin,

      ich wüsste nicht, welchen Einfluss die Flächenangaben haben sollten. Die Frage ist, in wie weit ist der Wohnwert gemindert. Meines Erachtens: Große Terrasse = tendenziell größerer Wohnwert (als bei einer kleinen Terrasse).

      Alles weitere hier: Ab wann darf man die Miete mindern?

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Cornelia
    26. Juni 2017 - 12:40 Antworten

    Unser Balkon wird in den Sommermonaten saniert. Die Arbeiten beginnen und enden jeweils zum 20. bzw. voraussichtlich 7. des jeweiligen Monats. Wird die Mietminderung dann tageweie ausgerechnet?

    Kann ich nur ab dem Zeitpunkt mindern, ab dem ich die Mietminderung ankündige, oder auch rückwirkend ab dem Tag, als das Gerüst gestellt wurde?

    Vielen Dank.

  • Alex
    19. September 2017 - 09:53 Antworten

    Hallo Herr Hundt,

    wir ziehe am 01.10. in einen Neubau. Bei Abschluss des Mietvertrages wurde ein Wintergarten (mit Glas umrahmte Terasse, keine Heizung) zugesichert. Dieser Wintergarten ist auch im Mietvertrag aufgeführt. Nach beidseitiger Unterzeichnung des Mietvertrages wird uns nun mitgeteilt, dass kein Wintergarten angebaut wird. Nach meiner Frage nach Mietminderung wurde mir gesagt, dass die Miete gleich bleibt, da der Wintergarten nicht bei der Wohnfläche 75m2 berücksichtigt wurde.
    Wir sehen das anders.
    Können wir was tun?

    Vielen Dank.

    • Mietminderung.org
      19. September 2017 - 11:41 Antworten

      Hallo Alex,

      ein Beispiel, das Ihr Ansicht unterstützt: Der Einbau einer zugesagten und neuen Einbauküche maximiert auch nicht die Fläche, erhöht aber die Wohnqualität.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

  • Melanie Tragl
    6. Oktober 2017 - 04:29 Antworten

    Hallo,
    Wir wohnen jetzt seit 1.11.2016 in einer 3 Zimmer- wohnung mit Balkon der nur mit Teerpappe ausgelegt ist, wir wurden immer wieder vom Vermieter vertröstet.Anfangs hieß es wird im Mai gemacht,dann Juni, Juli ..der Sommer is vorbei jetzt ist schon Oktober da es ja nicht im Winter gemacht werden kann warten wir noch ein Jahr. Meine Frage nun kann ich die Miete aus diesem Grund rückwirkend mindern wenn ja um wieviel?

  • Martin
    24. Januar 2018 - 17:16 Antworten

    Hallo,

    Wir beziehen im April eine neue Wohnung, die insgesamt 100 qm Terrassenfläche enthält. Diese Fläche ist zu 25% in die Gesamtfläche der Wohnung eingerechnet. Ca. 36 qm der Fläche sind mit Gleisschotter ausgelegt, die restliche Fläche mit Platten. Aus unserer Sicht ist die mit Gleisschotter belegte Fläche nicht nutzbar, weil wir dort nichts stellen und darauf auch nicht gefahrlos laufen können.

    Wir haben die Situation vor Unterzeichnung des Mietvertrags beim Vermieter angesprochen. Er sagte uns, dass er die Fläche pflastern wird. Das war letztes Jahr. Nun haben wir das Thema erneut angesprochen und erhielten die Antwort, dass er das eigentlich nicht möchte, weil es doch in der jetzigen Form schöner aussieht. Wir sorgen uns jetzt, dass er an der Situation nichts ändern wird. Leider haben wir nichts im Mietvertrag dazu vereinbart.

    Ist dies ein Mangel, der eine Mietminderung rechtfertigen würde, falls der Vermieter die Situation nicht ändern möchte?

    Vielen Dank!

    • Mietminderung.org
      25. Januar 2018 - 15:53 Antworten

      Hallo Martin,

      solche individuelle Vereinbarungen sollten Sie immer im Mietvertrag festhalten, alleine wegen der Beweisbarkeit. Wie wollen Sie bei einer MIetminderung die Aussage des Vermieter darlegen, das ist schwierig.

      Viele Grüße

      Dennis Hundt

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