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Mietminderung wegen Dachsanierung, Baulärm und unzureichender Temperaturen?

Ich bin 2011 in ein Gebäude der Kirchengemeinde für 4,-€ kalt/m² in einem kleinen Ort eingezogen (weder Boden noch Keller gehören dazu).

Bei div. Besichtigungen konnte ich nicht erahnen, wie hellhörig das Haus ist. So höre ich jedes Husten meines Nachbarn, ganz zu schweigen von den Veranstaltungen der Kirchengemeinde.

Da die Holzfenster aus den 70ern stammten, waren diese natürlich mangelhaft. Auf der Wetterseite wurden sie daher im Nov. 2011 bei 4°C gewechselt. Der dadurch entstandene Schaden an den Wänden um die Fenster wurde trotz Ermahnung bis heute nicht beseitigt.

Aus Verzweiflung mußte ich Wohn – und Schlafzimmer 2012 tauschen, da ich im Winter 11/12 trotz voll aufgedrehter Heizung max. 19°C im Wohnzimmer erreichte. Auch das Bad wurde nie über 20°C warm. Wie sich herausstellte, war die Pumpe der Heizung defekt.

Ab 2. Sep. diesen Jahres sollte das Pappdach neu gedeckt werden. In dem Zusammenhang stellten sich akuter Schimmelbefall (es wurde daraufhin draußen ein Schild „Gesundheitsgefahr“ wegen Holzschutz u.ä. angepinnt) und zerfallene Dämmung im Dachboden heraus. Daher wird nun das Dach komplett saniert, was neben der Rüstung komplett ums Haus und dem Dreck auch noch erheblichen Lärm ca.1,5 m über meinem Kopf seit nunmehr 3 Wochen bedeutet.

Gleichzeitig wurden diese Woche die Fenster in Küche, Bad und Wohnzimmer gewechselt. Ich konnte weder auf´s WC , noch kochen oder mich zurück ziehen. Ganz zu schweigen von dem Dreck überall in der Wohnung. Morgen reißt man auch noch ins Schlafzimmer rein, da wegen massivem Ameisenbefall die Fensterbank entfernt wird (es wird gestemmt und der Kammerjäger ist bestellt) und die Balkontür soll vermutlich raus und wieder eingesetzt werden, da im unteren Bereich Feuchtigkeit eindringt.

Weil die Maße der neuen Fenster nicht mit den alten identisch sind (Jalousiekasten), muß auch gemauert und verputzt werden.

Nächste Woche kommt dann irgendwann der Maler, um diese als auch die entstandenen Schäden aus 2011 zu beseitigen. Obwohl div. Mängel bekannt sind, hatte man den Maler nicht „auf dem Schirm“!?

Durch die uralte Hauseingangstür (nur Rahmen, Leisten und dünnes Glas) habe wir im Winter glitzernde Wände im Hausflur, so kalt ist es im Haus.

Die Wände um meine Wohnungstür bestehen nur aus Trockenbau. Wer also ohne Schlüssel rein will, braucht nur doller anzuklopfen und schon kann er durch die Wand hinein.

Ich muß sagen, meine Nerven liegen momentan wirklich blank.
Was kann ich tun?

Ich bedanke mich ganz herzlich für Ihr offenes Ohr und freue mich auf eine Reaktion.

Freundlichen Gruß



Hallo Dorit,

was für eine Geschichte, das klingt wirklich nicht mehr nach „Wohnen“, eher nach einer riesigen Baustelle. Wegen den alten Fenstern und den dünnen Wänden sehe ich eher kein Potenzial für eine Mietminderung. Schließlich haben Sie vor dem Einzug sehen können, wie der Zustand der Wohnung ist.

Anders sieht es natürlich wegen der defekten Heizung bzw. der unzureichenden Heizleistung / Zimmertemperaturen aus. Der Baulärm und die Ameisen bieten sicher auch Mängel, auf die man mit einer

Sie sehen, ich habe die wichtigsten Punkte verlinkt. In den einzelnen Artikeln finden Sie mehr Informationen. Grundsätzlich sollten Sie Ihren Vermieter vielleicht nach einer Ersatzwohnung fragen oder auch für den Zeitraum X die Mietzahlung (einvernehmlich) einfrieren.

Weil Sie Ihre Nettomiete genannt haben: Eine Mietminderung geht immer von der Warmmiete aus.

Update: Hier ein neuer Artikel zum Thema Mietminderung bei Dachsanierung.

Viele Grüße

Dennis Hundt



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